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Niedrigerer Erlös als erwartet : Deutsche Bank erhält weniger Geld für DWS

Vor einem Monat wurde die Vermögensverwaltung der Deutschen Bank an die Börse gebracht. Bild: EPA

Der Kurs der Aktie der Vermögensverwaltung der Deutsches Bank, DWS, ist bisher zweimal unter die 30-Euro-Marke gefallen. An die Börse ist die DWS mit einem Startpreis von 32,50 Euro gegangen.

          Die vor einem Monat an die Börse gebrachte Vermögensverwaltung der Deutschen Bank, DWS, hat ihren Aktienkurs bislang durch ausgiebige Stützungskäufe der Credit Suisse stabil gehalten. Die Schweizer Bank, die den Börsengang mitbegleitet hat, hat laut einer eigenen Mitteilung fast an jedem Handelstag seit der Erstnotiz entsprechende Käufe getätigt, die dafür sorgen sollen, dass der Kurs einer neuen Aktie nicht zu stark abrutscht. Seit dem Börsengang zu 32,50 Euro ist der Kurs der Aktie bislang zweimal unter die 30-Euro-Marke gerutscht, am Montag notierte sie bei rund 31 Euro.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Von einem für die Stabilisierung vorgesehenen Puffer von 4,5 Millionen Aktien (im Fachjargon Greenshoe genannt) hat die Credit Suisse bis zum Ende der Stabilisierungsphase am Freitag 3,5 Millionen zurückgekauft, die nun an die Bank zurückgehen. Vor allem in den ersten Tagen nach dem Börsengang mussten die Credit-Suisse-Banker höhere Volumina wieder aus dem Markt nehmen. Dadurch fällt der Erlös, den die Deutsche Bank mit dem Teilbörsengang erzielt hat, niedriger aus als zunächst gedacht. Statt der ursprünglich angenommenen 1,4 Milliarden Euro fließen ihr nun nur noch 1,33 Milliarden Euro zu. Auch die Zahl der nun im Umlauf befindlichen Aktien hat sich durch die Stabilisierungskäufe verringert; externe Aktionäre halten nun 20,5 Prozent der Anteile, bei der Deutschen Bank verbleiben die übrigen 79,5 Prozent.

          Investmentbanken nennen solche Stabilisierungskäufe als wichtiges Argument dafür, warum sie Börsengänge begleiten sollten. Als der Musikstreamingdienst Spotify kurz nach Ostern ohne eine solche Begleitung von Banken an die Börse ging, warnten die Banker vor hohen Kursschwankungen. Nach drei Wochen am Markt ist der Kurs von Spotify allerdings bisher noch nie unter den Referenzpreis zum Börsenstart gefallen. Aktuell notiert er auf 158 Dollar gut 20 Prozent im Plus.

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