http://www.faz.net/-gv6-99fj1

Niedrigerer Erlös als erwartet : Deutsche Bank erhält weniger Geld für DWS

Vor einem Monat wurde die Vermögensverwaltung der Deutschen Bank an die Börse gebracht. Bild: EPA

Der Kurs der Aktie der Vermögensverwaltung der Deutsches Bank, DWS, ist bisher zweimal unter die 30-Euro-Marke gefallen. An die Börse ist die DWS mit einem Startpreis von 32,50 Euro gegangen.

          Die vor einem Monat an die Börse gebrachte Vermögensverwaltung der Deutschen Bank, DWS, hat ihren Aktienkurs bislang durch ausgiebige Stützungskäufe der Credit Suisse stabil gehalten. Die Schweizer Bank, die den Börsengang mitbegleitet hat, hat laut einer eigenen Mitteilung fast an jedem Handelstag seit der Erstnotiz entsprechende Käufe getätigt, die dafür sorgen sollen, dass der Kurs einer neuen Aktie nicht zu stark abrutscht. Seit dem Börsengang zu 32,50 Euro ist der Kurs der Aktie bislang zweimal unter die 30-Euro-Marke gerutscht, am Montag notierte sie bei rund 31 Euro.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Von einem für die Stabilisierung vorgesehenen Puffer von 4,5 Millionen Aktien (im Fachjargon Greenshoe genannt) hat die Credit Suisse bis zum Ende der Stabilisierungsphase am Freitag 3,5 Millionen zurückgekauft, die nun an die Bank zurückgehen. Vor allem in den ersten Tagen nach dem Börsengang mussten die Credit-Suisse-Banker höhere Volumina wieder aus dem Markt nehmen. Dadurch fällt der Erlös, den die Deutsche Bank mit dem Teilbörsengang erzielt hat, niedriger aus als zunächst gedacht. Statt der ursprünglich angenommenen 1,4 Milliarden Euro fließen ihr nun nur noch 1,33 Milliarden Euro zu. Auch die Zahl der nun im Umlauf befindlichen Aktien hat sich durch die Stabilisierungskäufe verringert; externe Aktionäre halten nun 20,5 Prozent der Anteile, bei der Deutschen Bank verbleiben die übrigen 79,5 Prozent.

          Investmentbanken nennen solche Stabilisierungskäufe als wichtiges Argument dafür, warum sie Börsengänge begleiten sollten. Als der Musikstreamingdienst Spotify kurz nach Ostern ohne eine solche Begleitung von Banken an die Börse ging, warnten die Banker vor hohen Kursschwankungen. Nach drei Wochen am Markt ist der Kurs von Spotify allerdings bisher noch nie unter den Referenzpreis zum Börsenstart gefallen. Aktuell notiert er auf 158 Dollar gut 20 Prozent im Plus.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          DFB-Pokal : Die Bayern verlernen das anständige Verlieren

          Nach der Niederlage im Pokalfinale geben die Münchner kein gutes Bild ab. Länger als Stilfragen dürfte den deutschen Fußball aber das Ausrufezeichen durch den künftigen Bayern-Trainer Kovac beschäftigen. Ein Kommentar.

          Trumps Anwalt : Michael Cohens riskante Geschäfte

          Michael Cohen war jahrelang Trumps Mann fürs Grobe. Seinen Zugang zum Präsidenten versuchte er, zu Geld zu machen. Nicht nur gegenüber privaten Unternehmen.

          Deutsche Bank : Achleitner in Abstiegsangst

          Champions League adé! Die Deutsche Bank wird nach unten durchgereicht. Vor der Hauptversammlung bekommt der Aufsichtsratschef den Gegenwind zu spüren. Spielt die Bank bald in einer Liga mit dem FC Aschheim?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.