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Deutscher Aktienmarkt : Dax gerät wieder unter Druck

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Handelsraum der Deutschen Börsen am Donnerstag. Bild: Reuters

Die Angst vor steigenden Zinsen hatte am Donnerstag die amerikanischen Börsen wieder im Griff. Auch in Asien ging das Zins-Gespenst um. In Deutschland blieben die Anleger zunächst besonnen.

          Am deutschen Aktienmarkt blieben die Anleger nach den erneuten Turbulenzen an den New Yorker Börsen zu Wochenschluss zunächst besonnen. Doch der Druck auf die Kurse am deutschen Aktienmarkt hat sich am Freitagmittag erhöht.

          Der Dax sackte zuletzt um 1,18 Prozent auf 12.116 Punkte ab und näherte sich damit immer mehr der Marke von 12.000 Zählern. Investoren scheuten angesichts wieder zunehmender Schwankungen das Risiko. Der V-Dax als Gradmesser der Angst vor volatilen Kursen schnellte um 15 Prozent auf mehr als 30 Punkte nach oben.

          Stratege Markus Reinwand von der Helaba sprach von einer „gefährlichen Mischung aus extremer Sorglosigkeit und hoher Bewertung". Anleger hätten auf ein zu rosiges Szenario gesetzt, wonach die Wirtschaft weiter wächst, die Zinsen aber dennoch niedrig bleiben. Das scheine sich nun zu rächen. Vorausgegangen waren heftige Verluste an der Wall Street.

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          Mit einem Abschlag von mehr als 1000 Punkten schloss der Dow Jones Industrial am Vorabend unter der Marke von 24.000 Punkten. Die Angst vor steigenden Zinsen halte die amerikanischen Börsen im Würgegriff, sagte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Zu viele Anleger wollten derzeit „gleichzeitig durch die eine enge Türe. Das drückt die Kurse“.

          Dow Jones

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          Seit dem Wahlsieg von Donald Trump im November 2016 ist das US-Kursbarometer auch nach den jüngsten Korrekturwellen noch immer um mehr als 28 Prozent im Plus, während der Dax in der gleichen Zeit lediglich 15 Prozent zugelegt hat.

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