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Ray Dalio : Hedgefonds-Ikone sieht Amerika vor neuer Krise

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Ray Dalio, der Gründer des Hedgefonds Bridgewater, sieht eine Rezession auf Amerika zukommen. Bild: Reuters

Er hat einen der weltgrößten Hedgefonds gegründet und ist für Schlagzeilen immer zu haben: Bridgewater-Gründer Ray Dalio. Der Investmentbanker prophezeit einen baldigen Abschwung der amerikanischen Wirtschaft und des Dollars.

          Ray Dalio gehört nicht zu den Leisen an der Wall Street. Der Chef des 150 Milliarden Dollar schweren Hedgefonds Bridgewater geht schon seit langem davon aus, dass das Jahr 2019 für Anleger gefährlich werden könnte.

          Gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte Ray Dalio jetzt, die Wahrscheinlichkeit für eine Rezession in den Vereinigten Staaten innerhalb der nächsten zwei Jahre sei sehr hoch. Wenn die Auswirkungen der aktuellen steuersenkenden Anreize in rund 18 Monaten verpufft seien, werde das Land in die Rezession rutschen.

          Diese könnte der Rezession der 19030er-Jahre ähneln, sagte Dalio gegenüber Bloomberg. Der Dollar werde zudem schwächer werden, weil die amerikanische Notenbank Federal Reserve die Geldmenge erhöhen werde. Die in- und ausländische Nachfrage nach amerikanischen Staatsanleihen werde nicht mit den Ausgaben der Regierung für Renten, Gesundheitsversorgung und andere nicht kapitalgedeckte Verpflichtungen Schritt halten. Deshalb werde die Zentralbank mehr Geld drucken und das Defizit finanzieren müssen. Dalio geht dabei von einer Abwertung des Dollars um bis zu 30 Prozent aus.

          „In zwei Jahren beginnt die Zeit, über die ich mir Sorgen mache“, sagte Dalio. „Das wird mehr eine Dollarkrise als eine Schuldenkrise und ich denke, es wird mehr zu einer politischen und sozialen Krise werden.“ Er rechne mit größeren inneren Konflikten als während der Finanzkrise 2008.

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