http://www.faz.net/-gv6-9c8cx

Amerika-Streit beendet : ZTE-Aktienkurs schießt in die Höhe

  • Aktualisiert am

ZTE und die amerikanischen Behörden haben sich offenbar auf ein Ende ihres Konflikts geeinigt. Die Anleger des chinesischen Konzerns sind erfreut. Bild: Reuters

Der Streit zwischen Amerikas Behörden und dem chinesischen Technologiekonzern ZTE scheint zu Ende. Die Reaktion an den Aktienmärkten folgt prompt.

          Das Ende des Streits mit den amerikanischen Behörden hat am Donnerstag die Aktien des chinesischen Technologiekonzerns ZTE beflügelt. In Hongkong gelistete Papiere stiegen am Vormittag (Ortszeit) um etwa 20 Prozent.

          Der Telekommunikationsausrüster hatte mit den amerikanischen Behörden eine Vereinbarung erzielt, die die Wiederaufnahme des Betriebes in den Vereinigten Staaten erlaubt. Das teilte das Handelsministerium in Washington am Mittwoch mit. Im April hatten die Vereinigten Staaten Strafmaßnahmen gegen ZTE verhängt, weil das Unternehmen gegen Iran- und Nordkorea-Sanktionen verstoßen haben soll.

          Amerikanischen Zulieferern wie Qualcomm und Intel wurde für sieben Jahre verboten, Bauteile oder Software an ZTE zu verkaufen. Das Unternehmen musste daraufhin seinen Betrieb einstellen. ZTE hatte die Maßnahmen als inakzeptabel und existenzbedrohend kritisiert.

          ZTE CORP. H YC 1

          -- -- (--)
          • 1T
          • 1W
          • 3M
          • 1J
          • 3J
          • 5J
          Zur Detailansicht

          Im Juni hatte sich ZTE mit der amerikanischen Regierung unter zahlreichen Auflagen auf einen Stopp des Lieferverbots verständigt. Dazu musste ZTE seinen Verwaltungsrat und sein Management neu besetzen und eine Strafe in Höhe von einer Milliarde Dollar zahlen. Zudem sollten die Chinesen 400 Millionen Dollar als Sicherheit hinterlegen. Dazu wurde nun ein Treuhandkonto eingerichtet.

          Sobald die Sicherheitsleistung darauf eingegangen sei, würden die Restriktionen aufgehoben, teilte das amerikanische Handelsministerium mit. ZTE, das rund 80.000 Mitarbeiter beschäftigt, äußerte sich zunächst nicht dazu.

          Weitere Themen

          China im Goldrausch Video-Seite öffnen

          Währungsreserven : China im Goldrausch

          Gold gilt für viele Menschen immer noch als Inbegriff von Sicherheit – auch für Notenbanken. China hat seine Bestände zuletzt sogar verfünffacht. Und wie steht es mit Deutschland?

          Schweden erfindet das Geld neu

          Kommt die E-Krone? : Schweden erfindet das Geld neu

          Die Schwedische Notenbank ist die älteste der Welt. Einst hat sie das Papiergeld erfunden. Jetzt ist sie die erste Zentralbank, die eine eigene Digitalwährung einführen will.

          Topmeldungen

          Trump und Putin : Zwei gegen den Rest der Welt

          Trump und Putin geben sich freundschaftlich – die Schuld für die angespannten Beziehungen beider Länder liege bei anderen. Eine russische Einmischung in den amerikanischen Wahlkampf streiten beide ab.

          Kommt die E-Krone? : Schweden erfindet das Geld neu

          Die Schwedische Notenbank ist die älteste der Welt. Einst hat sie das Papiergeld erfunden. Jetzt ist sie die erste Zentralbank, die eine eigene Digitalwährung einführen will.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.