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Börsengänge : Befesa nach holprigem Anlauf gefragt

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Arbeiter in der Befesa Aluminium Germany in Bernburg in einem Berg Aluminiumschrott. Bild: Picture-Alliance

Der Börsengang des Recyclers Befesa ist der zweitgrößte in Deutschland in diesem Jahr, verlief jedoch holprig. Der Start an der Börse glückt besser.

          Der Aktienkurs des deutsch-spanischen Industrierecycling-Konzern Befesa verzeichnet an seinem ersten Handelstag nach Rückkehr an die Börse Kursgewinne. Die Aktien kosten am Freitagmittag 29,545 Euro. Das war ein Plus von 5,5 Prozent im Vergleich zum ersten Kurs am Morgen sowie zum Ausgabepreis von 28 Euro.

          Dieser hatte am unteren Ende der ursprünglich angepeilten Spanne von 28 bis 38 Euro gelegen. Eine Bewertung mit dem 15fachen des Betriebsgewinns am oberen Ende der Spanne sei dem Kapitalmarkt offenbar als deutlich zu ambitioniert erschienen, schreibt das Fachmagazin Finance. Mit einem Volumen von 461 Millionen Euro war die Befesa-Emission nach dem Essens-Lieferdienst Delivery Hero dennoch der zweitgrößte Börsengang in Deutschland in diesem Jahr.

          Befesa recycelt Wertstoffe aus der Stahl- und Aluminiumindustrie. Den Großteil seines Geschäfts macht das Unternehmen mit umweltschädlichem Stahlstaub. Befesa nimmt den Stahlkonzernen das Abfallprodukt ab, kassiert dafür eine Gebühr und gewinnt bei dessen Aufbereitung Zink. Das Metall verkauft Befesa unter anderem an Rohstoffhändler wie Glencore. Ähnlich läuft das Geschäft mit der Aluminiumindustrie, für die Befesa Salzschlacke recycelt.

          BEFESA S.A.ORD.REG. EO 1

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          2016 setzte das Unternehmen 612 Millionen Euro und erzielte einen bereinigten Betriebsgewinn von 103 Millionen Euro. In dem spanischen Unternehmen war 2006 der ehemals an der Frankfurter Börse gelistete Schrott-Recycler BUS Berzelius aufgegangen. Deshalb liegt auch ein großer Teil des Geschäfts in Deutschland. Der spanische Mischkonzern Abengoa nahm Befesa 2011 von der Börse und verkaufte die Firma zwei Jahre später an den Finanzinvestor Triton.

          Der Erlös aus dem Börsengang fließt dem bisherigen Alleineigentümer zu. Der Finanzinvestor reduziert dabei seine Beteiligung auf rund 52 Prozent.

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