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Geldpolitik : Japans Notenbank will Staatsanleihen mit unbegrenztem Volumen kaufen

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Japans Notenbank-Chef Haruhiko Kuroda Bild: Reuters

Japans Notenbank hat ihr bestehendes Kaufprogramm von Anleihen ausgeweitet und sich damit gegen Spekulationen auf eine baldige Straffung der eigenen Geldpolitik gestemmt.

          Japans Notenbank hat sich ein weiteres Mal gegen Spekulationen auf eine baldige Straffung der Geldpolitik gestemmt. Am Freitag kündigte die Bank of Japan (BoJ) eine Auktion an, in der sie unbegrenzt japanische Staatsanleihen zu einem Zinssatz von 0,11 Prozent kaufen will. Es wäre die erste Auktion dieser Art seit vergangenen Sommer - ein Termin dafür steht aber noch nicht fest.

          Außerdem hat die BoJ am Freitag erneut ihr bestehendes Kaufprogramm von Anleihen ausgeweitet. Mit den Maßnahmen soll der Renditeanstieg japanischer Staatspapiere gebremst werden.

          „Wir fühlen uns in unserer Sicht bestätigt, dass die Strategie der Zinskurvenkontrolle der BoJ glaubhaft ist und dass sich die Notenbank zu einer Änderung ihrer Geldpolitik vom Markt nicht drängen lassen wird“, kommentierte Expertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank die Maßnahme der Notenbank.

          Trotz der extrem lockeren Geldpolitik waren die Renditen japanischer Anleihen zuletzt tendenziell gestiegen. Im freien Handel lag die Rendite bei einer Laufzeit von zehn Jahren am Morgen bei 0,08 Prozent, nachdem sie Ende 2017 noch bei 0,04 Prozent gehandelt worden war. Japans Notenbank hat sich aber vorgenommen, die Rendite an der Null-Prozent-Marke zu halten.

          Während die amerikanische Notenbank Fed schon vor geraumer Zeit die geldpolitische Wende eingeläutet und bereits mehrfach die Zinsen erhöht hatte, bleiben Japans Währungshüter in ihrer Geldpolitik unverändert auf dem Gaspedal.

          Ende Januar hatte Japans Notenbankchef Haruhiko Kuroda gesagt, dass die Wirtschaft des Landes weiterhin geldpolitische Unterstützung brauche. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt befindet sich zwar auf einem Wachstumskurs und die Gefahr einer deflationären Spirale mit stetig fallenden Preisen ist gebannt. Probleme bereitet aber die schwache Binnennachfrage und die weiterhin vergleichsweise schwache Inflation.

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