Auch der Ölpreis ist deutlich gefallen
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Ölpreis sinkt : Öl wird innerhalb einer Woche mehr als 7 Prozent billiger

Billiger tanken und heizen: Sowohl Benzin- als auch Heizölpreise sanken in den vergangenen Tagen. Bild: dpa

Verbraucher profitieren momentan von günstigerem Heizöl und etwas niedrigeren Preisen an der Tankstelle - auch wenn der Rückgang nicht so drastisch ausfällt wie beim Rohöl.

          Mit den fallenden Kursen an der Börse ist auch Öl billiger geworden. In der vergangenen Woche ist der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent von gut 68 auf weniger als 63 Dollar je Barrel (Fass zu 159 Litern) gefallen, also gut 7,5 Prozent. Das war der höchste Wochenverlust seit rund zwei Jahren. Seit dem Höchststand aus dem Januar beträgt der Rückgang sogar rund 11 Prozent. Am Montag machte sich für den Ölpreis wie für Aktien eine gewisse Gegenbewegung bemerkbar, doch ging der Preis nach einem anfänglich stärkeren Anstieg wieder in eine Abwärtsbewegung über.

          Verbraucher profitierten von dem Preisverfall sowohl beim Heizöl- als auch beim Benzinpreis - auch wenn der Rückgang nicht so drastisch ausfiel wie beim Rohöl. „Der Rückgang der Preise an den Zapfsäulen fällt im Vergleich zum Rohölpreis weniger stark aus“, sagte ein ADAC-Sprecher. Am Montag vergangener Woche kostete ein Liter Diesel im Tagesdurchschnitt 120,5 Cent, ein Liter Super E 10 im Durchschnitt 136,1 Cent. Am Dienstag sind es im Durchschnitt 117,7 Euro für Diesel und 133,4 Cent für Super E 10. Der Rückgang beträgt also jeweils fast drei Cent je Liter.

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          Auch Heizöl wurde billiger. Am Dienstag kosteten 100 Liter nach Angaben der Internetplattform Heizoel24, an die 500 Händler ihre Preise melden, im Durchschnitt 56,23 Euro. Laut Marktbericht der Plattform waren das 4 Cent je Liter weniger als vor einer Woche und rund zwei Cent weniger als vor einem Jahr. Der Heizölpreis habe damit den tiefsten Stand seit rund zwei Monaten erreicht.

          Zu den Gründen für den Ölpreisverfall dürfte der Stimmungswechsel unter Anlegern gehört haben. Eugen Weinberg, Rohstoffanalyst der Commerzbank, hält allerdings auch die „fundamentale Situation“, also das Verhältnis von Angebot und Nachfrage auf dem Ölmarkt, für ungünstig. „Der Ölmarkt ist überversorgt und wird es wohl in den kommenden Monaten bleiben“, meinte Weinberg.

          Die Lagerbestände der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) dürften wieder anschwellen. Die Ölförderung in Amerika werde dieses Jahr um mehr als 1 Million Fass je Tag steigen und damit die Anstrengungen der Opec, die Fördermenge zu verringern, zunichtemachen. Auf der anderen Seite habe es eine euphorische Situation der Anleger am Ölmarkt gegeben. Die „Netto-Long-Positionen“, gleichsam die Wetten auf steigende Preise, seien mit mehr als 1 Million Kontrakten so hoch gewesen wie nie zuvor. „In einer solchen Situation kann ein Stimmungswechsel dramatische Folgen haben“, meinte Weinberg. Die Stimmung habe sich verändert, bleibe aber sehr positiv: „Weitere Preiskorrekturen sind nicht auszuschließen.“

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