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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Euro-Krise „Bei einem Euro-Zerfall gibt es für Anleger kein Verstecken“

 ·  Ein Aus für den Euro gilt noch immer als eher unwahrscheinlich. Das ist auch gut so, meint Sarasin-Chefvolkswirt Jan Poser. Denn die Folgen eines Zerfalls des Euroraums wären verheerend.

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Lutz von Peter

Wir haben die Wahl

Herr Poser sagt es nicht, aber nach seinen Ausführungen haben wir die Wahl:

entweder (das ist seine Variante und die der ganzen Europäer) ein Schrecken ohne Ende: die Spirale dreht sich immer weiter, die in 60 Jahren angesammelten "Reichtümer" in Deutschland und anderen Eurostaaten werden abgeschöpft und durch irgenwelche Krisenmechanismen den Budgetsündern in den Rachen geworfen.
Oder:
wir erkennen an, dass Europa für eine Union (noch) nicht fähig ist, weil jeder nur aus der Union Vorteil ziehen will (von Deutschland vielleicht einmal abgesehen). Deshalb muss ein Schnitt erfolgen, der zwar unsere Wirtschaft weniger wettbewerbsfähig macht und es auch sehr fraglich macht, ob die EZB der Bundesbank die Schuld von 400 Milliarden bezahlen wird.
Aber dann wären wir wieder für uns selber verantwortlich und würden nicht den frühen Ruhestand der Griechen finanzieren, sondern unsere eigenen Renten. Mal ne ganz neue Idee.

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Werner Mueller

Einseitig

Der Euro ist eine Ursache des Problems. Eine Beibehaltung des Euro in den jetzigen Ländern wird ebenso dramatische Folgen haben, wie ein Austritt einzelner Länder. Wer was anderes behauptet, täuscht die Öffentlichkeit. Herr Sinn hat das Paradigma, in dem wir uns befinden, als griechische Tragödie bezeichnet - er bringt es damit auf den Punkt.

Die Krise ist aber vor allem eine Bankenkrise: zu den nicht wertberichtigten toxischen Derivaten von 200x sind jetzt sukzessive auch die Staatsanleihen giftiger geworden. Dazu kommt das, was in der FAZ offenbar völlig ignoriert wird, die Praxis der beliebigen Weiterverpfändung von Werten (Assets): Stichwort: "Rehypothecation" und MF Global. Die Zeiten von Herrn Barbier werden schmerzlich vermisst.

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Emanuel Schwabe

"Dosennahrung und Handfeuerwaffen" Der Endsieg läßt grüßen!

Die Argumentation erinnert fatal an Hitlers Endsieg-Propaganda, die bekanntlich gegen die unaufhaltbare miltärische Niederlage Deutschlands im 2. Weltkrieg gerichtet war. Der EURO ist längst tot und die EZB eine Bad Bank. Europas Partystaaten stecken unrettbar tief im Schuldensumpf. Deswegen müssen wir Deutschen uns sofort eine n_e_u_e stabile Währung zulegen. Aber diese Wahrheit will der deutsche Michel nicht hören und so glauben alle an den Endsieg EUROpas. Denn sonst landen wir laut Poser bei "Dosennahrung und Handfeuerwaffen". Soviel Dummheit sollte mit dem Karlspreis belohnt werden. P.S.: Wer nicht an den Endsieg glaubt, sollte schleunigst seine EURO in stabile Währungen wie den Singapur Dollar tauschen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.12.2011 12:39 Uhr
Werner Mueller

Der deutsche Michel soll abgelenkt werden

Wovon? Dass die Bundesbank bereits einen Plan für den Ausstieg Deutschlands aus der EU ausgearbeitet hat. Die EU und der Euro sind in der Tat nicht mehr zu retten.
Die Mär vom Euroland als Schicksalsgemeinschaft ist das neue Nibelungenlied der Euromantiker.

Frau Merkel wird Ende 2012 aus der EU austreten und dafür in 2013 einen überwältigenden Wahlsieg einfahren. Dass sie dabei eine Erfüllungsgehilfin der Hochfinanz bleibt ist davon unbenommen.

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Ole Maidag
Ole Maidag (Maidag) - 16.12.2011 18:03 Uhr

Das sind doch im Grunde alles Argumente für einen Austritt...

...aus der Währungsunion, denn die hat doch erst diese Ungleichgewichte bewirkt. Wenn z. B. eine neue DEM so stark aufwerten würde, heißt das doch im Umkehrschluß, daß die jetzigen Wechselkurse, die sich aufgrund der Wirtschaftsstärke des gesamten Währungsgebiet eingestellt haben, für die deutsche Volkswirtschaft viel zu niedrig sind - mit allen sich daraus ergebenden Nachteilen. Gerade die Exportstärke Deutschlands wird doch durch den auf diese Weise künstlich gedrückten Wechselkurs noch weiter gefördert, was dann zu den riesigen Ansprüchen der Bundesbank von 480 Mrd. gegen die EZB geführt haben. Und das sind nur die Ansprüche des Zentralbankensystems, die sich aus der mißbräuchlichen Verwendung des Abrechnungssystems als Finanzierungsinstrument für die Schuldenstaaten ergeben haben. Die der privaten Geldhäuser sind da noch gar nicht mitgerechnet.

Das geht doch auf Dauer nicht gut! Nur negative Folgen bei Abschaffung rechtfertigen doch die Einführung des EUR nicht!

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wolfgang lotz

@Bernd Loehr "..bis sich die Lage entspannt ..."??

Die Kausalitaet der "Spannung" im EURO-System ist die "real existierende" wirtschaftliche und politische Verwerfung zwischen "Nord und Sued". Hoffen und/oder "Zuwarten", dass sich in vielen Jahrhunderten als lebensfaehig erwiesene - aber ploetzlich "unpraktisch" gewordene - Lebensauffassungen einfach so aendern lassen, ist absurd. Und noch so viele EU-Gipfel-Beschluesse aendern nichts an den Verhaeltnissen in den Mitglieds-Laendern. Es mit Gewalt zu versuchen - mit Kommisaren, Gerichtsbeschluessen oder gar "Uebernahme" der Verfuegungsgewalt - wuerde in Chaos und Revolution enden. Wenn man das "Hoffen" ausklammert, gibt es fuer D. die Wahl zwischen (a) Anpassung an ein System - dem die deutsche "DNA" nicht gewachsen ist(!!) und katastrophale politische Folgen haben wuerde - oder (b) Austieg aus dem EURO-System. Fuer Letzteres - allen Unkenrufen zum Trotz - gilt auch hier :"wo ein Wille, da ein Weg", und zwar mit geringerem Risiko fuer die Sicherung der Zukunft D.'s

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Jürgen Braun

Was übersehen wird ist vor allem das globale Umfeld, hier: Die hohe Schuldenlast der USA. Diese ist

die Ursache, dass sich diese Sogwirkung in Richtung Euro-Raum so massiv entfaltet. Hätten die USA 15.000 Milliarden US-Dollar Guthaben, welche nach Anlagemöglichkeiten suchten, hätten wir bis jetzt und auch in der nächsten Zukunft überhaupt keine Euro-Krise. Die Verschuldungen und Verschuldungsunterschiede innerhalb der EU sind, mit Ausnahme Griechenlands, ja gar nicht so hoch. Es sind vielmehr die Dollar-Schulden der USA, welche den Euro-Raum attakieren, sich dort auf Kosten der EU-Volkswirtschaften (billig/er) zu refinanzieren/auszugleichen suchen: "Sprengen wir den Euro- springt dafür für uns soviel mehr dabei heraus, als wenn wir anderweitig, also durch volkswirtschaftlichhe "normale" Arbeit, Wohlstand/Schuldentilgung schaffen würden, so dass sich das für uns 10- oder 100-fach lrechnete". Gäbe man den Euro sofort auf, entfiele der Zugriff des Dolllarraumes auf die Guhabenstaaten wie D. Daher kann von USA immer nur der Rat kommen "am Euro festhalten". Bis auch D "entleert" ist.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.12.2011 00:59 Uhr
Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 17.12.2011 00:59 Uhr

Sorry, sie sind auf die hiesigen Politmärchen hereingefallen ...

die Verschuldung der USA ist keineswegs im Verhältnis zum BIP höher als die europäische - und sogar in absoluten Zahlen niedriger (bei heutigen Wechselkursen). USA--Gesamt Stand 31.3.2011: 60% des BIP Bundesverschuldung, plus 33% des BIP Haftung für Schulden der US-Bundesstaaten, was bereits Pensionsverpflichtungen einschliesst, die hier nicht einmal als Staatsschulden beziffert werden. Dazu kommen weitaus geringere sicher entstehende zukünftige Schuldenlasten durch Beamtenpensionen etc., da diese dortt anders geregelt sind als hier. Selbst D und F sehen über 5 Jahre viel schlechter aus als die USA. Im Gegensatz zum Euro steht allerdings beim Dollar klar, das die Kommunen und/oder Einzelstaaten sehr wohl pleite gehen können - ohne Bundeshaftung oder Landerfinanzausgleich (was genau das ist, was Merkozy für die EU plant - mit dann auch gemeinsamem Gelddrucken). In den USA gibt es sogar eine Schuldenbremse - die zur Rating-Abstufung führen kann..

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Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 16.12.2011 17:15 Uhr

Poser kapiert das Grundproblem nicht ..

Euro hin oder her - das wirkliche Problem wäre auch ohne ihn da: die europäischen Staaten und zwar auch D und F geben zu viel Geld aus, für Dienstleistungen, die grossenteils von der zahlenden Mehrheit der Bevölkerung gar nicht gewünscht werden. (oder würden, wenn diese den Preis wüssten). Zusätzlich werden viele der wirklich nützlichen Aufgaben gar nicht mal über Steuern, sondern zusätzliche Gebühren oder Bestechungen bezahlt - Katasterämter, Meldeämter, Sicherheitsprüfungen etc.. Eine Gemeinschaftswährung ist dabei völlig egal - zeigt aber u.U. nur lokales Mismanagement noch besser. Poser macht leider keinerlei realistischen Vorschlag, weil die über 25% der Europäer, die beim Staat arbeiten und die zusätzlichen 10 bis 15%, die von ihm ernährt werden, gar keine Änderung wollen.

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Rüdiger Runge

Alternativlos

Ich habe heute zufällig eine kleine Maus gefangen.
„Wenn du mich leben lässt“, piepste sie, „sage ich dir auch, von wo ich herkomme.“
Ich nickte ihr zustimmend zu.
„Ich war in dem riesigen Lager, indem die alten D-Mark-Scheine lagern.“
„Donnerwetter“
„Die alte fette Oberratte gab uns den Rat, hier schnellstens zu verschwinden.“
„Warum?“
„Die Menschen werden hier alles ausräumen. Das sei alternativlos!“

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Art Bleiglass

Wahrheiten verpackt in Angsmacherei

1) Ja, aber die griechischen Banken leiden schon, Kunden holen sich Euro-Bargeld fuer unters Kopfkissen. 2) Und ja, ohne den Euro leidet Deutschland, den der Euro ist zwar stark, aber die DM wäre stärker, und das kostet Export. 3) Und ja, wo man sein Guthaben hält wird so spannend wie die kindische Reise nach Jerusalem, wo stehe ich wenn die Musik aufhört zu spielen. Daher muss die Musik plötzlich aufhören, sonst kommt man da nicht raus und alle stehen vor dem letzten Stuhl. Vielleicht wird dies ja schon vorbereitet...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.12.2011 12:59 Uhr
Werner Mueller

Wahrheiten, die keine sind

1) den griechischen Banken steht unbeschränkte Liquidität der EZB zur Verfügung; die interessieren sich garnicht für "Kunden".
2) der Euro ist für D zu billig und für das Mezzogiorno zu teuer; deutsche Wertarbeit wird derzeit auf dem Weltmarkt verramscht!! Export wird die harte Landung in China kosten und die kommt. Eine stärkere Währung würde nicht zwangsweise Export kosten, weil viele Vorprodukte und Baugruppen im Ausland gefertigt werden; zum anderen würden die Energiekosten sinken.
3) Das Leveraging der europäischen Banken dürfte so um die 50x liegen; es wird viele Tanzende geben, die leer ausgehen. Die Banken im Verein mit der Politik sehen zu, dass vor allem die Steuerzahler leer ausgehen werden; dazu dient die ganze "Rettung": Verlagerung der Ausfallrisiken von den Banken auf den Bürger.

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Roland Magiera

Typisch deutsch: Alles oder Nichts und natürlich eingewickelt in blumig packenden Worten

Entweder wir halten den Euroraum zusammen, koste es was es wolle oder aber die Welt, ach was, der gesamte Weltenraum gehen unter. Dieser Fatalismus hat uns schon reichlich Probleme bereitet. Dass unsere, vom deutschen Volk und keinem anderen bezahlten, Politiker auch vor der dreistesten Verdrehung dessen was der Wahrheit am Nächsten kommt nicht zurückschrecken um das deutsche Volk am Bezahlen zu halten, ist eher geeignet, dem Euro ein frühzeitiges Begräbnis zu bescheren, anstatt ihn zu retten.
Jeder halbwegs weise Bauer ist sich darüber im Klaren, dass es bestenfalls kurzfristig Sinn macht, einem Zugpferd das Dreifache der möglichen Dauerlast aufzubürden, dass die Kuh zum Melken nicht zum Schlachten da ist.
Der deutschen Politik sind solche Einsichten fremd. Möglicherweise liegt das ja daran, dass die bei ihrem titanischen Solidarengagement sich nicht mehr in den einzelnen Steuerzahler hinein versetzen können (Theory of Mind) und diesen deshalb nur noch als Erfüllungssklaven sehen.

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Karl Hammer

Hilfe, wir werden alle sterben!

Das kennt man doch schon.

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Joachim Schroeder

Impact?

Die Realiät sieht leider anders aus. Die EU in ihrer jetzigen Form, mit der Fehlkon-
struktion Euro, ist leider nicht mehr finanzierbar.
Auch eine kalte Progession, oder das Auseinanderscheiden von Geldscheinen, wie
es 1922 in Griechenland praktiziert wurde, kann den Kollaps auch nicht mehr aufhal-
ten. So wäre es besser gewesen der Autor hätte sich lieber einmal mit der Lösung
eines auf- und abwertbaren Euros, entsprechend der Leistungsbilanz der einzel-
nen Länder, befaßt, ale ein Horrorszenario für ein ''Danach'' auszumalen, denn
schließlich hatten wir vor dem Euro auch eine Währung die besser funktionierte
als diese Eurofehlkonstruktion, die zum Schluß noch zu militärischen Auseinander-
setzungen führen wird.

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Bernd Löhr
Bernd Löhr (tholomaz) - 16.12.2011 15:57 Uhr

Untergangsmechanik als Rettungsanker

Herrmann Kahn, seit längerem verstorben, galt als Spitzenvordenker des MIT in den Siebzigern des v. Jh. Es gab damals einen ausführlichen Spiegelartikel über sein Denkmodell, in Zeiten des kalten Krieges einen Atomkrieg zu vermeiden. Er postulierte, dass man ein gewaltiges Kernkraftpotential irgendwo deponieren müßte, das den Erdball weitgehend unbewohnbar machen würde. Auslöser sollte ein irreversibler Automechanismus sein, der dieses Ereignis auslösen würde, sobald eine Macht die erste Atombombe gegen andere einsetzen würde. Er hatte auch einen Trigger entworfen, ich weiß nicht mehr, wie er funktionieren sollte. So sollte jedes vernunftbegabte Wesen davon abgehalten werden, einen Atomkrieg zu beginnen. --- Das Modell erinnert mich an die real existierende Situation des Euro, wenn man dem Autor folgt, wozu ich persönlich neige. So wären alle relevanten Akteure bis zum Kleinanlager, die Nerven zu behalten und den Status quo abzusichern, bis sich die Situation in Jahren entspannt.

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Max Clemenson

England, Dänemark, Schweden als Vorbild

England, Dänemark, Schweden sind in der EU, mit eigenen Währungen und ohne gemeinsamme Zetralbank und Sparkonto ... es funktioniert prächtig.

Wie man sich gegen ungewollte Aufwertung der Währung wehrt, zeigt die Schweiz ....

...der Euro Ausstieg ist durchaus zu meistern, die Konsequenzen sind nicht einfach, aber absehbar und zu kontrollieren .... was bei einer weiteren Vergemeinschaftung der Verpflichtungen (Eurobonds, EZB, ect) überhaupt nicht zutrifft, d.h. dort sind die Risiken unabsehbar, schlecht gemanaged und ständing steigend.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.12.2011 13:05 Uhr
Werner Mueller

Keine Pracht, nirgends

Da es primär eine Bankenkrise und keine Währungskrise ist - wiewohl der EURO eine Fehlkonstruktion ist - sind die von Ihnen genannten Länder durchaus nicht in einer rosigen Lage. Und die Höhe der privaten Verschuldung in UK ist exorbitant - in allen diesen Ländern gibt es zudem eine Immobilienblase.

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Dr. Michael Menzel

Vom Meteor schon gestreift?

Ziemlich unerträglich, diese Drohungen und die Gleichsetzung mit einem Meteor. Man hat diese Sprüche schon bis zum Überdruß satt aus der Kanzlerin Mund. "Sein oder Nichtsein, Krieg oder Frieden, Leben oder Tod, Reichtum oder Armut", wobei letztere in der Tat durch die geforderten "Rettungsmaßnahmen" zu erreichen sein wird.

Das sind alles Aussprüche von höchst profitierenden Parteigängern und Lobbyisten. Vielleicht sollten wir besser die Losung "Erpressung oder Solidarität, Flüchten oder Standhalten, Versklavung oder Freiheit" ausgeben; dann kommen wird der Sache schon näher. Diese Europisten machen doch vor keiner noch so üblen Demagogie Halt.

Im übrigen gelten diese existentiellen Alternativen für die Knechte einer überwertigen Idee und für deren eigenen Hals und nicht für die ihrer Identität und Früchte ihrer Arbeit enteigneten Nationen.

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Thomas Berger
Thomas Berger (tberger) - 16.12.2011 15:21 Uhr

"die Folgen bei einem Euro-Zerfall dürften verheerend sein"

Ja, aber: Was sind die Folgen, wenn es mit dem Euro weitergeht?
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PS: dass die Bundesbank bei Target2 mit 400 Mrd. in der Kreide steht, ist ein Unding.

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A. Loha
A. Loha (aloha77) - 16.12.2011 14:42 Uhr

"Deutschland verliert immer."

Das ist auf den Punkt gebracht, die Funktion des Euros und auch immer so vorgesehen gewesen.
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Erfolge im Freihandel gab es lange vor dem Euro, Exporte, die wir selbst bezahlen, gibt es erst seit dem Euro. Der Vorgänger der EU, die Kohle- und Montanunion, wurde übrigens sicher nicht zur Förderung von D gegründet, sondern zur Überwachung von Energie- und Schwerindustrie. Desgleichen wurde der Euro von den Alliierten gefordert, um der D-Mark die dominierende Rolle zu nehmen und künftige Wirtschaftsleistung aus D damit abzusaugen.
.
Die ewigen Apologeten, die in den Medien ständig die "Euro toll, weil Export" singen, kann man schon lange nicht mehr ernst nehmen. Die Frage ist nur, ob ihnen der Horizont fehlt oder von wem sie bezahlt werden.
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Helmut Kohls "Der Euro ist eine Sache von Krieg und Frieden" hatte immer eine ganz andere Bedeutung als es die meisten linksgrünen Naivlinge, EUdSSR-Freunde und D-Hasser je verstehen werden...

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Paul Banaschak

ist es verwunderlich, dass ein Bankenvertreter Schreckensszenarien an die Wand malt?

Wer wäre am meisten betroffen von einem Austritt Deutschlands?
Wer wäre am meisten betroffen bei einem Austritt/Asschluss Griechenlands?

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henning strothjohann

So schlimm es auch sein mag - es wird genau das passieren

wir leben in einer heroischen Zeit.

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Max Schmid
Max Schmid (CH-Gast) - 16.12.2011 12:43 Uhr

€-Klotz am Bein: "Fiskalunion" noch Haushaltskontrolle aus Brüssel sind kindische Träume

Bisher basierten die Konsolidierungsversuche in D, F, I, GR praktisch nur auf neuen Einnahmen, die mittelfristig das Wachstum abwürgen (wenn sie überhaupt realisiert werden...).
Richtigerweise müsste man im €-Raum den sozialistischen, ausufernden Umverteilungsstaat auf der Ausgabenseite eindämmen (in allen €-Staaten sind die Zinsen und Soz.-Ausgaben der grösste Posten). Zinsen kann man nicht beeinflussen, dafür sorgen die bösen "Märkte&Kapitalisten", bleiben Soz.-Ausgaben. Hier gibt es nur eine Lösung: massive Reduktion und Stärkung der Eigenverantwortung (weg vom Staat).
Versuchen Sie es z.B. in D angesichts der etatischen Tradition seit dem 19. Jhdt. und der nichtexistenten (ebenfalls bösen) liberalen Kräfte in der Bevölkerung (<3% Wähler FDP...). Unmöglich - siehe z.B. Riesterrente, 10€ Praxisgebühr und die Folgen...
...
D.h., der € muss pro forma bleiben, den Deutschen bleibt dann nur der bittere Weg in die unkontrollierte Währungskatastrophe / Monsterinflation.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.12.2011 14:01 Uhr
Dr. Michael Menzel

Eigentlich alles sehr richtig, aber

bitte bedenken Sie, daß die "SozialABgaben" in D unanständig hoch sind und damit mehr als die Hälfte der Bevölkerung alimentiert wird, welche keinen Cent einzahlt. Da wären wir wieder bei den grotesk geschönten Arbeitslosen-Zahlen. Und des weiteren muss man bedenken, daß die "Sozialausgaben" zu einem großen Teil in fiskalische, zweckentfremdete Haushalte fließen.

Hinzu kommt noch, daß nach der Einführung des sozialistischen "Fond" der Krankenkassen niemand mehr übersehen kann, wieviel von dem eingezahlten Geld der Minderheit, auch wieder bei denen für den ursprünglichen Zweck der Gesundheitsversorgung zurückkommt.
Es ist ja schon verrückt, daß die Kassen plötzlich auf einem MehrMilliardenPolster sitzen und teilweise trotzdem die Beiträge erhöhen.
Sie glauben doch nicht, daß, wenn man die Sozialausgaben formal vermindern würde, daß dann plötzlich irgendwie Geld "übrig" wäre! Nein, die Rationierung m Gesundheitsbereich so brutal, daß man nur noch mit Bakschisch optimal behandelt wird.

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