Home
http://www.faz.net/-gv6-6w76r
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Euro Der Aussteiger

 ·  Bernhard Seitz glaubt nicht mehr an den Euro. Er hat seine Lebensversicherung gekündigt, Gold gekauft, Vorräte angelegt: Thunfisch und Apfelmus.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (31)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Eva Maria Palmer

Alles richtig gemacht!

Jetzt noch Cash vor dem Crash halten - DAX-Index-Papiere kaufen, wenn der Kurs auf dem tiefsten Punkt ist - schwierig aber machbar. In Sachwerte investieren. Niedrige Edelmetall-Kurse zum Einstieg verwenden. Kauft Euch ein Haus im Westerwald - 100km - 1Std. Fahrtzeit.
Astrologisch gesehen, beste Zeit: Ab Januar bis Juli 2012!

Empfehlen
Franz Muller
Franz Muller (fmuller) - 29.12.2011 15:48 Uhr

Eines greift ins andere. Und wir kommen nicht los davon!

Unter dem Eindruck der Folgen des WK1 in den WK2. Unter dem Eindruck der Folgen und der Stigmatisierung durch den WK2 alternativlos in die EU und instant in den Euro. Damit hinein in die EK1 (Eurokrise Teil 1). Was nun folgt? EK2 oder WK3, oder endlich ein Ruhen des Pendels in der Mitte?

Empfehlen
ernst dennstedt
ernst dennstedt (dee59) - 28.12.2011 16:00 Uhr

lieber unternehmerisch denken und handeln

... anstatt alles aufzugeben. das hat noch nie funktioniert...
http://www.diary-of-a-future-millionaire.blogspot.com

Empfehlen
Rudi Meergans

€ der grosse Integrator



Was immer auch die Absichten westlicher Politiker bei der Oktrojierung des € gewesen sein moegen: Wie Herr Petersen richtig bemerkt, ist der EURO ein wichtiges integrierendes Element fuer den Mittelstand, besonders fuer den exportorientierten in Mitteleuropa geworden. Der € wird auch integrierend auf die Voelker Europas wirken. Das wird sehr unbequem sein und Opfer kosten, es wird die Wirkung von Schraubzwingen haben, wie sie der Schreiner beim Verzwingen frisch verleimter Hoelzer verwendet. Sind die verleimten Stellen trocken, dann haelt das Moebel fuer Generationen. Man muss hier in Dimensionen rechnen und denken. Mit finanzwirtschaftlicher
BWL KOMMT MAN HIER NICHT WEITER.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.12.2011 12:12 Uhr
Thomas Ulherr

Völker sind keine Hölzer

und lassen sich nicht zusammenzwingen! Der Versuch, wenn er unternommen werden sollte, wird auch dieses Mal wieder scheitern. Dieses Scheitern wird, wie bisher noch jedes Mal, mit großem Leid einhergehen. Ob es gelingt, wenigstens einige der für den Irrsinn Verantwortlichen auch zur Rechenschaft zu ziehen - das ist ungewiss.
Man kommt auch mit Europawahn und Wunschdenken nicht weiter. Die Volkswirtschaften innerhalb der €uro Zone sind disparat. Einige haben eine verheerend geringe Wertschöpfung. Eine gemeinsame Währung kann unter diesen Bedingungen selbst dann nur schwer Bestand haben, wenn sie richtig gemacht wurde. Der €uro ist aber schlecht gemacht, und noch viel mieser ausgeführt. Was für Unternehmen in einem Währungsraum gilt: Unterschiedliche Unternehmen zahlen unterschiedliche Zinsen für ihre Anleihen, muß auch für Staaten/Volkswirtschaften gelten. Daß der aufgeblasene Brüsseler Apparat über Jahre hinweg nichts von den Ungleichgewichten bemerkt hat, spricht für sich.

Empfehlen
Bryan Hayes
Bryan Hayes (bhayes) - 28.12.2011 14:53 Uhr

Herr Seitz hat in seiner Kritik am rechtsbrechenden Handeln der Parteifunktionäre Recht.

Wer sich noch nicht mit den Details befasst hat, dem sei die Lektüre einiger Artikel empfohlen, so z.B. "Die Überschuldungskrise – Jetzt wird unser Geld verschleudert", "Der ESM – Der Sprengsatz für den Euro und die EU". Siehe auch die "Bogenberger Erklärung" etc. von Prof. Sinn.

Empfehlen
Tim Sonder
Tim Sonder (timbo_em) - 28.12.2011 13:11 Uhr

Goldbesitzverbot, Zwangshypothek

Man sollte sicher Zweifel haben, ob Gold oder Immobilien sichere Häfen für den großen Knall sind, sofern sich die Wertanalgen im Zugriffsbereich der deutschen oder EU-Politik befinden. Wenn es wirklich zum großen Knall kommen sollte (und darauf steuert die Politik durch immer mehr Haftungstöpfe und immer weniger Verantwortung unbeirrt zu), wird die Politik auch nicht vor Goldbesitzverboten (siehe USA 1933) oder Zwangshypotheken (s. Deutschland 1948) Halt machen. Gleichwohl sollte man in Zeiten, in denen die Notenbanken Billionen Euro, Dollar und Pfund aus dem Nichts schaffen, kein Papiergeld o. ä. in unnötig hohen Summen halten.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.12.2011 07:31 Uhr
Volker Camphausen

Ich eskapiere!

Wir rollen auf Verhältnisse wie 1946 zu: wer lebte damals gut? Der Bauer, der Nahrungsmittel erzeugen konnte - und der Schwarzhändler, der was zum Tauschen hatte. Also kaufte ich in Mitteldeutschland, zentrumsfern, einen waldnahen Hof für einen Preis, für den einige ein Urlaub fahren und werde nun einen Vorrat an Schnapsflaschen anlegen - DAS wird immer gerne getauscht! Brunnen ist auf dem Gelände, Photovoltaik auf dem Dach, Wald, also Brennholz fußläufig erreichbar - das müßte funktionieren.

Ich schließe inzwischen nicht mehr aus, beim weiteren Steigern des EU-Irrsinns, der zwangsläufig Zwangshypothek und Goldverbot bringen wird, einen hinreichenden Betrag für eine Passage nach Südamerika vorzuhalten ... schade, ich hatte mir meinen Lebensabend auch anders vorgestellt ...

Empfehlen
Bernd A. Wohlschlegel

es ist viel einfacher als man denkt

denn wie jetzt schon überdeutlich zu sehen ist, regelt Inflation alles sehr viel einfacher und unmerklicher. Klar, wer nicht mitgekommen hat das z.B. Lebensversicherungen und Sparbücher mit den sagenhaften Renditen schwachsinnige Instrumente sind um sogenannte "Sicherheit" zu schaffen, ist schon länger nicht zu helfen.
Sicher ist das eigene Dach etwas wert ab nur, wen es schuldenfrei ist und man es schafft die in Zukunft horrent steigenden Steuern und Betriebskosten überhaupt bezahlen zu können (solange man einen Job hat). Auch das zu erwartendes Überangebot an selbstgenutzten Immobilien aufgrund der Alterspyramide wird automatisch Werte vernichten. Deshalb führt letztendlich ein einigermassen gangbare Weg nur über Sparen und Inflation und die Verantworlichen wissen das längst wollen es aber den sogenannten „Bürgerrinnen und Bürgern“ nicht so deutlich sagen.

Empfehlen
Werner Mueller

Von einem Aussteiger kann nun wirklich keine Rede sein

Herr Seitz ist kein Aussteiger - er hat einen Beruf, ein geregeltes Einkommen und vertraut auf die demokratischen Institutionen dieses Landes. Er ist ein Bürger im echten und guten Sinn des Wortes. Ein Bürger, wie ihn die Frau Merkel in ihrem Nachtwächterstaat nicht gebrauchen kann, weil er das Regieren schwerer macht und nicht so einfach mit einem "alternativlos" zu überzeugen ist.
Die Entscheidungen, die Herr Seitz getroffen hat, sollen ihn vor einer Hyperinflation oder Währungskrise schützen. Die Möglichkeit einer Rezession oder gar der größten Depression aller Zeiten wird zunehmend realer (die EU-Peripherie leidet an Liquiditätsmangel; Liquiditätsquellen - das ganze Schattenbankensystem - versiegen, Kredite werden zurückgefahren). Und eine Depression nützt den Vermögenden!!, also denen, die die Strippen ziehen.

Empfehlen
Ulrich Mayer
Ulrich Mayer (Bayer01) - 28.12.2011 12:16 Uhr

Dr. Seitz hat Recht.

Er hat Respekt verdient. Als einfacher Bürger meldet er sich zu Wort und fordert Rechenschaft von unseren selbsternannten "Demokraten", die am laufenden Band gegen unsere Interessen, gegen unseren Willen und gegen unsere Selbsterhaltung entscheiden.
Parteien helfen nicht weiter, es muss eine Bürgerbewegung geben. Und die wird es geben, wenn der Normalbürger die Folgen spüren wird.
Honecker 1988: Die Mauer wird noch 100 Jahre stehen.
Waigel 2011: Den Euro wird es noch 400 Jahre geben.

Empfehlen
Morten Petersen

Großkonzern-Manager gegen den EURO

Die großen Finanzplätze und Finanzgrößen mit angeschlossenen Ländern USA und Großbrittanien sind gegen den Euro. Genauso die großen Konzerne offensichtlich. Der Krieg gegen den Euro wird mit allen Mitteln geführt. Kein Wunder, dass das mittlere Managment in diesen Krieg abgeordert wird. Der EURO ist nämlich ein integrierendes Element für den Mittelstand, besonders für den deutschen exportorientieren Mittelstand. Auch wenn das von offenbar nicht im mittelständischen Export Ansässigen bestritten wird.
Die Volksabstimmungen waren in dem meißten Fällen innenpolitisch bestimmt und eine Abstrafung der nationalen Regierung wegen innenpolitischer Probleme. Lasst uns europaweit eine wirkliche Volksabstimmung machen ohne Wahlkampf durch Politiker, aber mit Experten und Bürgerforen. Ich wette, die Mehrheit wird sich für den Euro aussprechen.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.12.2011 18:48 Uhr
Morten Petersen

Titel eingeben

Deutschland war der kranke Mann Europas bereits vor der EURO Einführung. Das lag an in den 70er und 80ern immens gestiegenen Industrielöhnen sowie Reformstau, den rotgrün einigermaßen aufgelöst hat und den Kohl versucht hat aber von der SPD blockiert wurde. Dazu kam die Wiedervereinigung, die bisher weitaus mehr Kosten verursacht hat als die Eurorettung je kosten könnte. Mit dem Euro ging es mit der Industrie aufwärts.

Empfehlen
Werner Mueller

Die USA/UK wollten den EURO unbedingt

weil die Hochfinanz in den USA und England ihn wollten. Und sie wollten, dass möglichst viele Länder den Euro einführen sollten, besonders Griechenland, Italien und Spanien.
Warum wollte die USA und UK den Euro ... aus wirtschaftlichen Gründen, um einen Konkurrenten am Weltmarkt (Deutschland) möglichst zu behindern.
Der Euro hat hierbei beste Dienste geleistet (D war zehn Jahre lang der "kranke Mann in Europa") und wird, wenn er implodiert die deutsche Wirtschaft und Gesellschaft um Jahrzehnte zurückwerfen. Der Euro ist eine monetäre Massenvernichtungswaffe im Wirtschaftskrieg.
Warum hat dann Deutschland dem Euro zugestimmt? Nun, er wurde aufoktroyiert von den ehemaligen Besatzungsmächten.

Empfehlen
Gerold Keefer

Wer Herrn Seitz noch belächelt und das alles nicht so schlimm findet ...

... der sollte sich einmal über die Faktenlage informieren, was mittels Wikipedia oder Google ja einfach zu vollbringen ist. Beispielsweise, was mit dem ESM auf uns zukommen wird: Unbegrenzte Haftung, keinerlei parlamentarische, ja nicht einmal eine juristische Kontrolle (Immunität für aller ESM Mitarbeiter). Oder, dass wir über die Bundesbank schon über eine halbe Billion Euro ins Ausland überwiesen haben (Target2).
Es handelt sich um nichts anderes als eine systematische, von den eigenen Politikern beförderte Plünderung unseres Landes, die uns bald teuer zu stehen kommen wird.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.12.2011 15:08 Uhr
Rudi Meergans

Ganz sicher wird uns diese "Pluenderung" teuer zu stehen kommen!

Im Angesicht der weltweiten Sachlage glauben Sie doch selber nicht, dass eine gut aufgestellte europaeische Zukunft billig zu haben ist.

Empfehlen
Franz Maier

Danke FAZ für diesen Artikel!

Auch wenn ich dem Herrn Seitz nur begrenzt zustimme (zB bin ich nicht für dir. Demokratie, kann aber spät. seit der Abstimmung zum ESFS nicht mehr sagen, daß die ind. besser sei).

Fakt ist, daß die Politik für ihr Volk fürsorgepflichtig ist. Ob sie sich dessen erinnert, darf in letzter Zeit angezweifelt werden. Die Geschichte lehrt uns, daß die Selbstgefälligkeit immer in die Katastrophe führt. Auch in Weimar gab es viele kleine Parteien, die nicht lange koalieren konnten und was danach kam, ist bekannt.
Aber politisches Engagement in einer politikverdrossenen Gesellschaft ist begrüßenswert. Eine Vorbereitung auf eine Krise ist angebracht. Den Schnabel auch mal aufzumachen, ist mutig.
Ich zolle Herrn Seitz somit Respekt.
Auf der anderen Seite staune ich, daß die LV erst dieses Jahr gekündigt wurde - ist der Untergangsgedanke so neu?
Auch wenn ich den Euro nicht mag: Der Grund der Krise sind die Schulden. Das wußte schon der alte Nicolai Kondratieff.

Empfehlen
bernd ullrich

Wer gut wirtschaftet hat das alles schon.

Denn , wenn der Butterpreis unter einen Euro fällt, werden heute schon Mengen eingekauft wie bei anderen Lebensmitteln auch. Wenn man sinnvoll damit umgeht, reicht das für eine Krise. Es kommt auch darauf an, wann es uns treffen sollte. Im Sommer ist es kein Problem. Da werden alle, die einen Garten haben, wieder zu Selbstversorgern. Wir kehren zur gesunderen Ernährung zurück, ohne dass uns Nestle auf einen falschen Pfad führen könnte. Allein dieser Gedanke macht uns deutlich, warum es keinen Mangel geben wird. Denn Nestle und alle anderen Produzenten werden mit allen Mitteln auf dem Markt bleiben wollen. Die Pessimisten, die ernsthaft mit solchen Gedanken spielen, sollte man leiden lassen. Es trifft nur die, die viel Kohle haben. Die nichts besitzen können nichts verlieren und verhungern läßt man sie auch nicht. Angst ist kein guter Ratgeber. Nur mit Optimismus vermeidet man die Krise.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.12.2011 12:38 Uhr
Werner Mueller

Die Philosophie des Vogel Strauß

"Nur mit Optimismus vermeidet man die Krise." Ja, wenn es so einfach ist, dann hat Herr Schäuble mit seinem Optimismus ja schon viel zur Krisenvermeidung beigetragen. Wofür braucht es dann noch der Rettungsschirme?
Oder mit Nina Ruge: "Alles wird gut!"
Schauen Sie sich lieber mal den Vortrag von Herrn Prof. Sinn an auf der Homepage des IFO-Instituts.

Empfehlen
René Janssens
René Janssens (Fealcon) - 28.12.2011 04:08 Uhr

von einem Euro-Fan

1) So schnell wird der Euro nicht zusammenbrechen. Die "Fakten", die dafür sprechen, sind lediglich die "enormen" Staatsschulden. Dabei wird nur leider gerne vergessen, dass die Staaten seid Jahrzehnten ähnlich hoch verschuldet waren zur Wachstumsförderung. Das war auch schon vor der "Eurokrise" so. Es wurde lediglich nie so breitgetreten. Zudem bessert sich ja bereits die Politik unserer "Problemländer".
2) Es hat durchaus seine Gründe, dass es keine Volksentscheide auf Bundesebene gibt. Der durchschnittliche Bürger versteht nunmal wenig von Politik. Wenn der Euro der Mehrheit misfällt, dann sollten diese eben eurofeindliche Parteien wählen (Piraten, Freie Wähler).
3) Die Regierungsform der EU (ungewählte Vertreter) könnte sich jedoch als sehr problematisch erweisen. Ich hoffe hier, dass die Staaten weiterhin ein massives Mitbestimmungsrecht haben, sonst rutschen wir direkt in eine Diktatur. Solange sich das aber nicht ändert, bestimmen die Europäer die Politik trotzdem indirekt.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.12.2011 18:27 Uhr
Peter Henning

Etwas ist doch heute wesentlich anders

Natürlich haben Sie Recht, wenn Sie auf die bisherigen Staatssschulden verweisen. Neu ist jedoch, dass diese niemand mehr finanzieren will. All die Investoren, die insbesondere aus den USA und Asien in den letzten Jahrzehnten Staatsschulden finanziert haben, ziehen ihr Geld in großem Stil aus den Euro-Ländern ab. Und sie kommen leider auch nicht kurzfristig wieder. Ebenso sind die Banken zurückhaltend, nachdem sie erfahren durften, das Staatsanleihen keine risikolose Anlage mehr sind. Die Ursache hierfür ist im wesentlichen, dass die Regierungen seit 2007 nur Zeit gekauft haben, die sie nicht genutzt haben, und gleichzeitig bewiesen haben, dasss sie weiterhin nur auf die nächsten Wahlen schielen. Wir werden leider auch keine Vereinigten Staaten von Europa erleben, was noch die beste Problem-Lösung wäre; aber die Wanderungsbewegungen der Menschen zeigen auf, dasss die wesentlichen wirtschaftlichen Unterschiede nicht ausgeglichen werden. Das ist in den USA ganz anders.

Empfehlen
Werner Mueller

Rudimentäre Faktenlage

Oder selektive Betrachtungen eines Euro-Ideologen.
1) die gemeinsame Währung führt zu Ungleichgewichten in der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und damit der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Die Staatsschulden haben sich in den letzten vier Jahren fast verdoppelt: Grund: die Rettung der Banken.
2) die derzeitige Politik versteht wirklich keiner mehr; es ist eine Politik für die Banken und Anleihenbesitzer und eine gegen die Steuerzahler, Arbeiter und Rentner in ganz Europa; es ist eine Politik der Umschuldung - private Schulden der Banken und Anleihenbesitzer werden sozialisiert.
Sehr empfehlenswert: der Vortrag von Prof. Sinn.

Empfehlen
Heino Molzahn

Gut gedacht und schlecht gemacht

Das mit dem Häuschen hätte er lassen sollen, der Rest ist schon "Otto Kruse". Erst einmal sollte er den "Bürger" ablegen. So wird er nämlich mit seinem Häuschen auch für eine zukünftige Oligarchendiktatur bürgen dürfen wie das Substantiv schon sagt. Zudem darf er auf keinen Fall seine Stimme bei der Wahl abgeben, denn wie die Sprache genau beschreibt, hat er hinterher keine eigene Stimme mehr, denn er hat sie ja bezeichnenderweise in eine Urne gesteckt und damit offiziell beerdigt.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.12.2011 23:09 Uhr
Eva Maria Palmer

Lieber Edelmetalle als ein Häuschen

Its nice to have a house, but it is higher to have GOLD.
Gold kann man eingraben, dann findet es keiner. Ein Goldbarren 1kg, z.Zt.40 000 € wert, kann man in der Brusttasche oder Handyfach transportieren.
Vor 2000 Jahren konnte man für eine Unze Gold eine schöne Tunika in Rom kaufen,
heute bekommt man dafür ein Designer-Kleid oder einen 1500 Dollar-Massanzug.
Historisch gesehen sind alle deckungslosen Fiat-Papier-Währungen auf Null gegangen, während Gold seine Kaufkraft erhalten hat.
Der Dollar hat seit 1930 95% an Kaufkraft verloren. Der Euro immerhin schon 40%.
Immobilien können besteuert, beschlagnahmt oder per Lasten-Ausgleich entwertet werden.
Wer auswandern kann, sollte es tun, denn schon 2040 werden die Pensionen für Beamte und öffentliche Angestellte 1,4 Billionen € betragen (Berechnung von Prof.Raffelhüschen), als fast das Fünffache des jetzigen Bundeshaushaltes.
Astrologisch gesehen steht die nächste Währungsreform (die dritte innerhalb 100 Jahren) schon bald in den Sternen.

Empfehlen
Closed via SSO

Naja, ich will ja nicht angeben,

aber wir haben den Bankencrash und den Staatsbankrott 2001 in Argentinien live miterlebt:
Erstes Phänomen: Die Bankautomaten waren leer. Kein Dollar, kein Peso (damals 1:1) mehr rauszuholen.
Zweites Phänomen: Die Leute schreiben sich kleine Zettelchen, auf denen sie bescheinigen, wieviel sie wem zurückzahlen, wenn sie wieder flüssig sind. Der Staat machte das genau so - druckt Notgeld und bezahlt seine öffentlichen Bediensteten damit.
Drittes Phänomen: Die Leute hamstern das Übliche: Haferflocken, Fette, Konserven, kennen wir ja aus dem Artikel.
Viertes Phänomen: Cash is King. Alle die vorher ihre Antennen gestellt hatten, schliefen seit Monaten auf Kopfkissen voller Bargeld oder hatten Geldköfferchen nach Uruguay geschafft, Kolonnen von Geldtransportern waren vorher unterwegs. Die ganz Schlauen hatten bei den Bankenvorher noch Kredite aufgenommen und schleunigst abgehoben..

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.12.2011 19:35 Uhr
Closed via SSO

Doch, doch!

Phänomen NUmmer 4 läuft auf Hochtouren: Geldköfferchen hier, prallgefüllte Golddepots da, Bankeinlagen werden auf einem Minimum gehalten. Wenn die Dinge tatsächlich passieren, ist eine Reaktion nicht mehr möglich.

Empfehlen
René Janssens
René Janssens (Fealcon) - 28.12.2011 03:52 Uhr

da bin ich ja erleichtert

denn keines dieser Phänomene ist eingetreten. Somit sind wir wohl noch weit weg von einem Staatsbankrott.

Empfehlen
Edgar Timm
Edgar Timm (duet) - 27.12.2011 20:01 Uhr

Es braucht keinen Euro-Crash ...

um ein paar Konserven (Eintopf, Würstchen, Fleisch und Brot) im Keller als nützlich zu finden.
.
Sinnvollerweise bunkert man für sein Fonduegerät auch genug Brennpaste für ein Dutzend warme Mahlzeiten sowie ausreichend Kerzen und Mineralwasser. Und wenn der Strom ausfällt, sollte man erstmal die Kühltruhe leerfuttern, bevor es "an´s Eingemachte" geht ;-)))
.
Nein - ganz ehrlich: Stromausfall gibt´s nicht nur bei Schneesturm in den Unbeleuchteten Staaten von Amerika sondern auch schon mal in Schweden oder bei uns im Münsterland. Und dann geben auch die Geldautomaten keine Scheine mehr aus. Und weil man bei Aldi (sofern man im Schneetreiben überhaupt hinkommt) auch nicht anschreiben lassen kann, ist ein Bündel 5-Euro-Scheine ganz praktisch. Im Notfall kann man ja auf´s Wechselgeld verzichten ...

Empfehlen
Gilbert Oltmanns

Gute Gedanken

Hallo Herr Seitz und alle anderen Leser!
Ob es so kommt oder nicht,... das weiß kein Mensch.
Nur möglich ist dieses Szenario auf jeden Fall.
Nach der Lehmann Brother Pleite wären die Bankautomaten schon einmal in ganz Europa ausgegangen, wenn nicht die Regierung an einem Sonntag nachmittag ein Milliardenpaket für die Banken geschnürt hätte.
Das gesamte Bankensystem beruht auf Vertrauen. Und dieses Vertrauen ist schwer beschädigt. Es braucht nur noch eine Kleinigkeit und unser Euro fliegt uns um die Ohren.
Ich habe mich auch vorbereitet.
Finanziell und politisch.
Nach 49 Jahren bin ich der Piratenpartei beigetreten und aktiv. Ich lege meine Hände nicht mehr in den Schöß und nehme alles als gegeben hin.
Gehirn an und Hintern hoch. Nicht nur schreiben sondern auch machen!
Ahoi

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.12.2011 12:11 Uhr
Ulrich Mayer
Ulrich Mayer (Bayer01) - 28.12.2011 12:11 Uhr

Piratenpartei?

Schön, dass Sie aktiv sein wollen.
Doch warum die Piratenpartei? Betrachten Sie doch den Kurs, den diese Partei auf dem Parteitag genommen hat. Es ist ein stramm sozialistischer Kurs a la Linke, Bedingungsloses Grundeinkommen, Drogen für alle usw. Sind Sie sicher, dass sie das wollen?
In meinen Augen sind die Piraten eine Pseudo-Protestpartei. Sie wurde für die computergestützte Jugend erfunden, der die Grünen zu etabliert sind, soll aber im Grunde das linke Medien- und Parteienkartell verfestigen (die FDP wird ja nun herausgenommen).

Empfehlen
Thomas Kobler

Thunfisch und Apfelmus...

..., der Mann kann nicht mal einen brauchbaren Speisezettel für Krisenzeiten zusammenstellen und traut sich ein Urteil über die Zukunft einer der Leitwährungen zu? Das ist ja, wie wenn man Saab-Fahrer über die Zukunft des Automobils fabulieren liesse.

Empfehlen
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Jahrgang 1973, freie Autorin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Jüngste Beiträge

Finanzmärkte aktuell
Name Wert Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  F.A.Z.-Anleih… --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
  Bund Future --  --
Wertpapiersuche