http://www.faz.net/-gv6-912ax

Schutz von Kontodaten : Mehrheit der Deutschen würde Nicht-Banken Zugriff erlauben

  • Aktualisiert am

Die Datensicherheit treibt viele Kunden um. Bild: dpa

Zwei von drei Deutschen würden Nicht-Banken den Zugriff auf ihr Kontodaten gestatten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Beratungsgesellschaft PwC. Doch auch Sicherheitsbedenken werden offenbar.

          Die meisten Deutschen sind bereit, auch Drittanbietern, die keine Banken sind, den Zugriff auf ihre Kontodaten zu erlauben. Dies äußerten in einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC 68 Prozent der Befragten. Die Ergebnisse der Studie lagen AFP am Donnerstag vor. Bei jüngeren Bankkunden ist demnach die Bereitschaft mit 86 Prozent noch höher, Finanz-Apps einen Zugriff auf ihr Bankkonto einzurichten.

          Hintergrund der Umfrage ist die neue EU-Richtlinie PSD2, die Banken verpflichtet, eine digitale Schnittstelle für die Datenübermittlung an Drittanbieter einzurichten. Dies sind vor allem Finanz-Startups, sogenannte FinTechs, von denen viele nicht über eine Banklizenz verfügen. Diese bieten zum Beispiel Online-Zahlungsoptionen an, die vor allem für den Handel und indirekt damit auch für Verbraucher oft günstiger sind als Bankdienstleistungen.

          „Bankkunden wollen das Beste aus beiden Welten - die Sicherheit einer Bank und die Innovationskraft eines FinTechs“, erklärte dazu Peter Kleinschmidt von PwC Deutschland. Er äußerte die Erwartung, dass es Kreditinstitute, die nicht beides leisten können, künftig auf dem Markt schwer haben dürften. Würden die Verbraucher zunehmend auf die Dienste der Fintechs zurückgreifen, könnten die Banken bei lukrativen Dienstleistungen für ihre Kunden das Nachsehen haben.

          Schutz vor unbefugten Zugriffen essentiell

          In der Umfrage gab etwa jeder Dritte Befragte allerdings auch an, er würde es Drittanbietern nicht gestatten, ihre Dienstleistungen mit dem eigenen Bankkonto zu verknüpfen. 38 Prozent erklärten sich dazu zwar grundsätzlich bereit, aber nur, wenn es einen Schutz vor unbefugten Zugriffen gebe. 34 Prozent machten ihre Zustimmung, die für den Datenzugriff jeweils erforderlich ist, davon abhängig, dass ihre Daten sicher und der Datenschutz geklärt seien. 20 Prozent äußerten grundsätzliche Zweifel am Nutzen der FinTechs.

          Für die Studie wurden in einer repräsentativen Umfrage im Juni 1000 Bundesbürger ab 18 Jahren online befragt. Die Daten wurden durch das Marktforschungsinstitut Toluna im Auftrag von PwC erhoben. Die EU-Richtlinie PSD2 soll ab 2018 umgesetzt werden.

          Quelle: AFP

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          „Wir haben mit einem übersteigerten, ausgrenzenden Nationalismus, mit Europafeindlichkeit und Ausländerhass nichts zu tun“, sagt Edmund Stoiber

          Edmund Stoiber im Interview : „Gauland steht für völkisch-dumpfes Niveau“

          Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise kritisierte Edmund Stoiber die Kanzlerin scharf – jetzt findet er nur noch lobende Worte für Angela Merkel. Ein Gespräch über politische Konkurrenz rechts neben der CSU, das Klima in der Union und seine legendäre Transrapid-Rede.
          Hier steht er und kann wohl leider wirklich nicht anders: Frank-Walter Steinmeier eröffnet über ergraute Köpfe hinweg eine neue Veranstaltungsreihe zur Zukunft der Demokratie.

          Steinmeier hält eine Rede : Sie nennen es Debatte

          So so, Europa ist also in Gefahr? Reden können spannend sein wie Bingo, wenn jede politische Hohlformel zielsicher abgehakt wird. Ein Werteschaulaufen im Schloss Bellevue.
          Anklage: Eine Unterstützerin der pro-kurdischen HDP hält Fotos der Parteichefs Selahattin Demirtas und Figen Yuksekdag hoch, die in Haft sind.

          Brief aus Istanbul : Wir holen sie aus ihrem Grab

          In der Türkei bekennen sich mittlerweile selbst Wissenschaftler zu ihren Mordgelüsten. Unter kräftigem Zutun der Regierenden vergiftet und zerstört die Hasssprache den sozialen Frieden im Land.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.