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Fragen zum Geld : Ist es klug, Bitcoin zu kaufen?

Zwischenzeitlich war ein Bitcoin im vergangenen Jahr 20.000 Dollar wert. Bild: STEINBA/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Im vergangenen Jahr ging es steil hinauf mit dem Bitcoinkurs. Ob die Digitalwährung 2018 weiter an Wert gewinnt, steht in den Sternen. Der schon hohe Kurs, die große Volatilität und die Abhängigkeit von politischen Entscheidungen machen die Anlage sehr riskant.

          Bitcoin ist ein aufregendes Spekulationsobjekt. Wie aufregend, das hat das zurückliegende Jahr gezeigt. War der Wert der Digitalwährung jahrelang äußerst schwankend, so kannte der Kurs 2017 vorwiegend eine Richtung: nach oben. Weil immer mehr Anleger dem Reiz von Bitcoin als einer von Staat und Notenbanken unabhängigen Währung erlagen, war ein Bitcoin zwischenzeitlich 20.000 Dollar wert. Zu Jahresbeginn waren es noch rund 1000 Dollar.

          Thomas Klemm

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          So eine Rendite verleitet zu gewagten Träumereien. Vor allem unter Anlegern, die Bitcoin als „digitales Gold“ preisen, weil die Menge technisch auf 21 Millionen limitiert ist. Wer Geld zum Zocken übrig hat und sich von dem inzwischen hohen Kurs und den weiterhin starken Schwankungen von 12 Prozent binnen eines Tages nicht schrecken lässt, der kann es mit Bitcoin versuchen.

          Banken, Notenbanken und Regierungen warnen vor Kryptowährungen

          Verfechter der Digitalwährung halten es sogar für sinnvoll, einen kleinen Teil eines Portfolios in Bitcoin anzulegen, gewissermaßen als Absicherung. Denn ähnlich wie Gold steht auch Bitcoin in keiner wechselseitigen Beziehung zu anderen Anlageklassen wie Aktien, Anleihen oder Rohstoffen. Wenn also andere Märkte abstürzen sollten, bleiben die Auswirkungen auf die Digitalwährung überschaubar, so die Verheißung. Allerdings sollte sich jeder Anleger bewusst sein, dass Bitcoin von heute auf morgen extrem an Wert verlieren kann - entweder, weil Regierungen die Digitalwährung strenger als bisher regulieren oder gar verbieten, oder weil es zu Hackerattacken auf Bitcoin-Börsen kommt.

          Warnungen vor den vielen sogenannten Kryptowährungen gibt es zuhauf, von Banken, Notenbanken und Regierungen. Wer trotzdem auf eine weitere Wertsteigerung von Bitcoin spekulieren will, sollte dies über eine regulierte Börse tun, wie in Deutschland bitcoin.de. Wer dagegen darauf setzen will, dass es sich bei dem Bitcoin-Boom um eine Blase handelt, kann über Short-Futures auf den Wertverfall setzen. Das eine oder das andere sollten aber nur Anleger tun, die das digitale Währungssystem zumindest in Grundzügen durchschauen und sich des extremen Verlustrisikos bewusst sind.

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