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Kryptowährungen : Der Bitcoin-Kurs nähert sich 10.000 Dollar

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Der Hype um die Bitcoins geht weiter. Bild: AFP

Ein Bitcoin kostet beinahe 10.000 Dollar - der Kursanstieg ist rasant. Doch das Schicksal der Kryptowährungen scheint ungewisser denn je.

          Der Kursanstieg der Digitalwährung Bitcoin geht bei hohen Schwankungen weiter. Am Montagmorgen stieg der Kurs der umstrittenen Digitalwährung um bis zu 18 Prozent auf mehr als  9700 Dollar. Damit summieren sich die Gewinne seit Ende 2016 auf knapp 900 Prozent. Während der Bitcoin von einem Rekordhoch zum nächsten springt, sehen Experten eine gefährliche Marktübertreibung und warnen vor den Folgen einer platzenden Preisblase.

          Bitcoin ist der bekannteste Vertreter von Digitalwährungen, oder auch Kryptowährungen genannt. Anders als herkömmliche Währungen werden sie nicht von Zentralbanken und Regierungen kontrolliert. Befürworter schätzen die Freiheit und Anonymität, Kritiker warnen vor Missbrauch etwa zur Finanzierung krimineller Handlungen. Wegen extrem starken Kursschwankungen sehen Skeptiker Bitcoins nicht als Währung an, sondern sprechen von einem reinen Spekulationsobjekt.

          Jedoch könnte sie Opfer ihres Erfolges werden, nachdem sich immer mehr neue Krypto-Währungen abspalten. Der größte ist Bitcoin Cash, das im August nach Meinungsverschiedenheiten über die technische Weiterentwicklung von Bitcoin entstand. Im Oktober folgte mit geringem Erfolg Bitcoin Gold, jetzt hätte eigentlich SegWit2x folgen sollen, wurde aber verschoben. Doch mit Bitcoin Diamond, Bitcoin Silver und Super Bitcoin sind weitere Abspaltungen in der Diskussion, ebenso wie Bitcoin Platinum und Bitcoin Uranium.

          Die Möglichkeit jederzeit eine neue Kryptowährung ins Leben zu rufen, macht deren Nutzung schwierig und damit ihren Nutzen unsicher. Für die Schöpfer bietet sich dagegen ein Vorteil: Profite daraus, die ersten Hersteller der neuen Währung zu sein. Abspaltungen sollen vor allem technische und Vermachtungsprobleme lösen, die dadurch entstehen, dass die Schöpfung der Währungseinheiten zunehmend höhere Rechnerkapazitäten erfordert.

          Die Abspaltungen treiben aber auch den Bitcoin-Kurs. Denn diese lebten von der Nutzerbasis von Bitcoin und seiner Bekanntheit, schreibt die Nachrichtenagentur Bloomberg. Vor allem aber erhielten Bitcoin-Besitzer den Gegenwert ihrer Bitcoins in der neuen Währung, praktisch damit Geld umsonst.

          Bbitcoin bleibt bislang mit einer Marktkapitalisierung von 124 Milliarden Dollar die führende Kryptowährung und ist damit mehr als viermal so groß  wie andere Währungen, darunter auch etablierte wie Ethereum oder Monero, schriebt Bloomberg.

          Nach einer Studie der City University of London, aber weist  keine Kryptowährung einen starken selektiven Vorteil gegenüber einer anderen auf. Vielmehr wählten Anleger die Währung wohl nach dem Marktanteil. Bitcoin habe stetig an Bedeutung verloren und sei nicht allein oder unbesiegbar. Alle Kryptowährungen hätten ein ungewisses Schicksal.

          Quelle: FAZ.NET

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