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Devisenmarkt : Die Einflussfaktoren auf die Währung

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Zahlreiche Faktoren beeinflussen die Devisenkurse. Hier sind die wichtigsten zusammen gestellt.

          Die Realwirtschaft

          Wichtig für Wechselkurse sind immer die realwirtschaftlichen Bedingungen. Allerdings kommt es dabei weniger auf den tatsächlichen Zustand der Volkswirtschaft an als vielmehr auf die Erwartungen, die die Marktteilnehmer hegen. Viele Devisenanalysten schauen bei ihren Analysen vor allem auf das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, die Leistungsbilanz und die Frühindikatoren. Je robuster die Wirtschaftsaussichten eines Landes, desto fester sollte sich theoretisch der Wechselkurs zeigen.

          Die Kaufkraftparität

          In der Theorie sollte das gleiche Produkt auf der ganzen Welt den gleichen Preis haben. Soll heißen, der Big Mac kostet in London genauso viel wie in New York und Moskau. Unterschiedliche Preise gleicht der Wechselkurs aus, zumindest theoretisch und langfristig. Allerdings ist die Kaufkraftparität für den Finanzmarkt kaum nutzbar. Sie ist wie eine Uhr, die stehen geblieben ist, heißt es bei Fachleuten: Zwei Mal am Tag zeigt sie die richtige Zeit an, aber den Großteil des Tages ist sie unbrauchbar.

          Die Zinsdifferenz

          Eine zweite Theorie besagt, dass der Wechselkurs die Zinsdifferenz zwischen Ländern ausgleicht. Wenn die Rendite im Ausland höher ist, dann fließt das Kapital dorthin und die höhere Nachfrage nach der ausländischen Währung treibt den Wechselkurs hoch. So gleicht die Wechselkursdifferenz den Renditevorteil aus. Aber dies ist auch immer nur zeitweise der Fall.

          Die Kapitalströme

          Lediglich einem Anteil von 5 bis 10 Prozent der internationalen Kapitalströme liegen noch realwirtschaftliche Transaktionen zu Grunde. Der Großteil beruht also auf spekulativen Anlagen. Daher spielen zu Beispiel die Investitionen an der Wall Street eine große Rolle. So verloren etwa die Rohstoffpreise als Prognoseinstrument für den Kurs des australischen Dollar während des Technologiebooms an der Nasdaq zwischenzeitlich ihre Bedeutung.

          Die Intermarkt-Bewegungen

          Devisenmärkte agieren nicht im luftleeren Raum, sondern reagieren auf die Entwicklungen an den Renten-, Aktien, und Rohstoffmärkten. Beispielsweise ist ein schwacher Aktienmarkt gemeinhin gut für festverzinsliche Anlagen. Diese stützen wieder den Devisenmarkt.

          Die Stimmungsindikatoren

          Wichtig für die Prognosen sind auch die Positionen der Marktteilnehmer. An den Terminmärkten in Chicago werden beispielsweise die eingegangenen Future-Kontrakte für Währungen nach kommerziellen und nicht-kommerziellen Investoren ausgewiesen.

          Aber auch die Prognosen der großen Investmenthäuser sind ein Indikator. Wenn alle Häuser optimistisch sind, funktioniert der Aufschwung meistens nicht. Für eine Trendwende muss die Stimmung pessimistisch sein.

          Quelle: @ank

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