12.12.2006 · Mit dem Metall-Airbag-Zertifikat investieren Anleger zu gleichen Teilen in Aluminium, Kupfer, Nickel und Zink. Die Partizipationsrate verspricht ordentliche Gewinne, der Puffer ist großzügig. Doch Verluste sind keineswegs ausgeschlossen.
Wer weiter an steigende Metallpreise glaubt, sollte sich ein Zertifikat der Société Générale näher anschauen: Mit dem Metall-Airbag-Zertifikat (Isin DE000SG336Z8) investiert der Anleger währungsgesichert zu gleichen Teilen in Aluminium, Kupfer, Nickel und Zink. Die Partizipationsrate beträgt 200 Prozent, der Inhaber des Zertifikates nimmt an möglichen Kurssteigerungen also gleich zweifach teil.
Außerdem sichert ein Puffer von 50 Prozent das Investment gegen Verluste ab. Der Anleger verliert also nur Geld, wenn der Metallmix mehr als die Hälfte seines Wertes einbüßt. Auch dann jedoch partizipiert er zu 200 Prozent am Kurs: Wenn der Rohstoffkorb am Ende der vierjährigen Laufzeit nur noch 30 Prozent wert ist, erhält der Anleger immer noch 60 Prozent seines Einsatzes zurück. Zertifikate zu je 100 Euro können bis 2. Januar gezeichnet werden, der Ausgabeaufschlag beträgt ein Prozent.
Konstruktion gilt nur zum Laufzeitende
Die Streuung über vier Metalle und der großzügige Sicherheitspuffer reduzieren das Risiko, die Partizipationsrate läßt den Zertifikatinhaber ordentlich an den Gewinnen teilnehmen - eigentlich gibt es bei dieser Ausgestaltung keinen Grund zum Meckern. Trotzdem sollten sich Anleger überlegen, ob das Metall-Airbag-Zertifikat wirklich das Richtige für ihn ist.
Der beschriebene Mechanismus greift nämlich nur zum Ende der Laufzeit in vier Jahren. „Das Zertifikat unterliegt während der Laufzeit Kursschwankungen. Diese werden hauptsächlich von der Kursentwicklung, der Volatilität der Basiswerte sowie der Marktzinsentwicklung beeinflußt“; schreibt die Société Générale. „Der Kurs wird daher nur selten dem Auszahlungsprofil am Laufzeitende entsprechen.“ Wer sein Zertifikat in den kommenden vier Jahren an der Börse Frankfurt oder Stuttgart verkaufen muß, kann sich also weder auf den Sicherheitspuffer noch die 200prozentige Partizipationsrate berufen.
Preise sehr volatil - und auf hohem Niveau
Außerdem sollte der Anleger auch dann einen möglichen Verlust einkalkulieren, wenn er das Zertifikat bis zum Laufzeitende hält. Denn die Metallmärkte sind äußert volatil, was zum Beispiel die heftigen Kurseinbußen bei Aluminium und Kupfer im Mai zeigen (siehe Charts).
Dazu kommt, daß sich die Metallpreise auf einem sehr hohen Niveau bewegen. Die Kurse müssen keineswegs vier weitere Jahre nach oben weisen. Die Nachfrage wird zwar wohl weiter steigen, wenn es nicht zu einer ausgewachsenen Rezession kommt. Doch auch die Produktion wird kräftig zulegen, weil die hohen Preise den Metallherstellern Anreize zu entsprechenden Investitionen gegeben haben.
Trotzdem scheint das Zertifikat nicht die schlechteste Wahl für Anleger zu sein, die sich an den Metallmärkten engagieren wollen. Ein Rohstoffinvestment kann schließlich immer auch zum Ziel haben, die Risiken im Portfolio zu streuen und sich weniger abhängig von den Aktienmärkten zu machen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06 % |
| Silber | 28,24 $ | +0,57 % |
| Platin | 1.430,00 $ | +0,92 % |
| Palladium | 592,00 $ | +0,34 % |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14 % |
| Gas | 0,53 £ | −0,56 % |
| Kaffee | 1,68 $ | +1,27 % |
| Zucker | 0,20 $ | +0,36 % |
| Orangensaft | 1,09 $ | +0,32 % |
| AMEX GOLD BUGS | 601,37 | -- % |
| AMEX OIL | 1.151,96 | -- % |
| Rogers International | 24,14 | +0,50 % |