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Wasser Ein kostbares (Anlage-)Gut

 ·  Der Nahrungsmittel-Gigant Nestle hat im ersten Halbjahr 2012 die Analystenschätzungen übertroffen. Dank eines guten Geschäfts in den Schwellenländern und seiner Wasser-Sparte. Das kühle Nass dürfte aber künftig nicht nur die Kassen des Schweizer Weltkonzerns klingeln lassen.

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Für den Nahrungsmittelkonzern Nestle werden die Märkte in den Schwellenländern angesichts der europäischen Schuldenkrise immer wichtiger. Man sieht es ganz deutlich an der aktuellen Bilanz des ersten Halbjahres 2012. In diesem wuchsen die Erlöse des Weltmarktführers in Märkten in Asien, Ozeanien und Afrika fast fünf Mal so schnell wie in den Industrieländern. Insgesamt stieg der Umsatz um 7,5 Prozent auf 44,1 Milliarden Franken (36,75 Milliarden Euro), wie der Hersteller von Nescafe, KitKat-Schokoladeriegeln und Maggi-Suppen mitteilte. Der Nettogewinn erhöhte sich um 8,9 Prozent auf 5,1 Milliarden Franken. Sowohl der Umsatz als auch der Gewinn lagen über den Erwartungen der Analysten.

Wichtiges Schwellenländer-Geschäft

In den Schwellenländern legte der Konzern um 12,9 Prozent zu, während der organische Umsatzanstieg in den Industrieländern nur 2,6 Prozent betrug. Diese beiden Zahlen sind für die Zukunft richtungsweisend. Dementsprechend reagiert Nestle auch. „Wir eröffnen kontinuierlich neue Vertriebskanäle um Verbraucher in den aufstrebenden Ländern zu erreichen“, sagte Konzernchef Paul Bulcke. Das für das ganze Jahr angepeilte organische Wachstum von fünf bis sechs Prozent und eine Margenverbesserung werde das Unternehmen erreichen können.

Der Konzern scheint also auf dem richtigen Weg zu sein. Vor allem, wenn man Nestle im Branchenvergleich sieht. Der Konzern schnitt im ersten Halbjahr besser ab als die europäischen Konkurrenten. Der französische Rivale Danone, der stark unter der Euro-Schuldenkrise leidet, steigerte beispielsweise seinen Halbjahresgewinn nur um 1,4 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Unilever schaffte im zweiten Quartal bei einem um knapp 5,8 Prozent erhöhten Umsatz eine Gewinnsteigerung.

Nestle hat seit Jahren einen großen Trumpf in der Hand. Sein Wasser-Geschäft. Die Sparte Nestle Waters ist sehr ertragreich und wächst stetig. Allein im ersten Halbjahr 2012 erzielte man hier mit bekannten Marken wie Perrier, San Pellegrino oder der Serie Nestle Pure Life ein organisches Wachstum von 5,6%. Diese Sparte dürfte in der Zukunft dem Konzern noch mehr Gewinn einbringen - womit man als Weltkonzern eine der wichtigsten Rohstoffe der Zukunft im (Konsumenten-)Portfolio hat. Wasser.

Begrenzte Ressourcen

Das kühle Nass dürfte wohl eine der wichtigsten Anlageformen des 21. Jahrhunderts werden. Zwar besteht die Erde zu zwei Dritteln aus Wasser, davon ist jedoch nur ein Prozent als Trinkwasser verfügbar. Dieses ist zudem sehr ungleich verteilt und die vorausgesagte Bevölkerungsentwicklung zeigt, dass vor allem in Asien die Lage dramatisch werden könnte. Hinzu kommt, dass Europa zwar acht Prozent der weltweiten Wasserreserven besitzt, aber in Zukunft 13 Prozent brauchen dürfte. Die Ressourcen sind zudem weltweit nicht für jeden zugänglich. Das sechste Weltwasserforum im März dieses Jahres hat es aufgezeigt.

Zwar verfügen heute laut UN zwei Milliarden mehr Menschen über einen Zugang zu sauberem Trinkwasser als im Jahr 1990, das entspricht 89 Prozent der Weltbevölkerung, doch haben nach wie vor knapp 800 Millionen Menschen kein sauberes Trinkwasser. Wer aber denkt, dass die Wasser-Problematik nur ein Problem der „Dritten Welt“ ist, der liegt falsch. Auch im Nahen Osten und Amerika verursachen beispielsweise eine schlechte Wasserverfügbarkeit und -qualität Kosten in Höhe von 0,5 bis 2,5 Prozent der jeweiligen Wirtschaftsleistung. Und auch im Süden Europas sorgt ein schlechtes Wassermanagement nicht selten für Trinkwasserrationierungen.

Ein Wachstumsmarkt

Das kostbare Gut ist also begrenzt da, wird immer knapper und damit auch als Anlageobjekt zunehmend interessant. Stellt sich als Anleger die Frage, in wie weit es moralisch und ethisch vertretbar ist, mit Wasser zu spekulieren. Die Antwort darauf könnte folgenden Aspekt beinhalten:

Seit einigen Jahren ist ein regelrechter Trend zu Wasserinvestments festzustellen. Da man bei Wasser nicht wie bei anderen Rohstoffen direkt auf Preisveränderungen spekulieren kann, können Anleger aber dennoch in Unternehmen seriös investieren, die im Wasserbereich arbeiten. Beispielsweise in Nestle oder einen anderen Konsumgüterkonzern wie Danone. Oder in Unternehmen, die sich im Bereich der teuren Aufbereitungstechnologien etabliert haben, wie beispielsweise der französische Umwelt-Konzern Veolia. Wer als Anleger gleich die breite Palette des Themas auf einmal abdecken möchte, sollte sich im Fondsbereich umschauen. Hier gibt es schon seit Jahren passende Produkte. Eines davon ist der PF(LUX)-Water-P Cap-Fond von Pictets Funds.

Für einen Anleger mit einem langfristigen Fokus dürfte das Thema „Wasser“ mehr als interessant sein. Wasser ist ein „Wachstumsmarkt“, welcher derzeit mit allen seinen reichhaltigen Facetten immer noch unterschätzt wird.

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