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Rangliste der Währungsreserven : Chinas Renminbi tut sich schwer

Der chinesische Renminbi (Yuan) spielt noch nicht so eine wichtige Rolle in den Währungsreserven von Zentralbanken wie vom IWF erwartet. Bild: Reuters

Die chinesische Währung wird kaum als internationale Währungsreserve nachgefragt. Auch eine andere Währung hat Probleme.

          Aller Anfang ist schwer. Das gilt auch für die internationale Verbreitung von Währungen großer Länder. Als der Internationale Währungsfonds (IWF) im vergangenen Jahr mitteilte, er werde künftig in seiner vierteljährlichen Auflistung der internationalen Währungsreserven auch den Renminbi (Yuan) gesondert ausweisen, fand dies große Aufmerksamkeit.

          Gerald Braunberger

          Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

          Denn an den Finanzmärkten kursieren Erwartungen, wonach der Renminbi eine wichtige Rolle in den Währungsreserven von Zentralbanken und Finanzministerien spielen könne – wenn auch nicht gleich als Konkurrent für den Dollar, so aber doch vielleicht als Rivale des Euros oder anderer international verbreiteter Währungen wie dem Pfund oder dem Yen. Derzeit erhält der IWF Daten aus 146 Ländern.

          Bild: F.A.Z.

          Das Ergebnis dürfte aus chinesischer Sicht ernüchternd sein. Aus den 146 Ländern wurden zum Jahresende 2016 Währungsreserven im Wert von 10,8 Billionen Dollar gemeldet, von denen Reserven über 7,9 Billionen einzelnen Währungen zugeordnet werden können. Davon entfielen lediglich Reserven im Wert von 84,5 Milliarden Dollar, also gut ein Prozent, auf den Renminbi.

          Der Dollar führt die Rangliste an

          Die Rangliste der führenden Reservewährungen führt mit einem Anteil von 64 Prozent der Dollar an vor dem Euro, auf den nur noch 19,7 Prozent der zuordenbaren Reserven entfallen. Dem Euro macht einerseits das niedrige Zinsniveau zu schaffen, das im Verein mit dem Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB) ausländischen Großanlegern die Möglichkeit gibt, auch größere Positionen Euroanleihen zu verkaufen.

          Daneben haben in den vergangenen Jahren Zentralbanken aus mehreren Ländern ihre gesamten auf Euro lautenden Währungsreserven abgebaut, weil sie am Bestand der Währungsunion Zweifel hegten. Die Bedeutung des Pfunds und des Yens als Währungsreserve ist noch einmal deutlich geringer als die Bedeutung des Euros.

          Dem Renminbi hat bisher offenbar kaum geholfen, dass er seit Oktober 2016 neben dem Dollar, dem Euro, dem Yen und dem Pfund zur fünften Währung ernannt wurde, aus der sich der Wert des Sonderziehungsrechts, des Kunstgeldes des IWF, errechnet.

          Der Renminbi leidet unter anderem unter den Beschränkungen, denen der internationale Kapitalverkehr mit China immer noch unterliegt. Außerdem hegen manche Investoren Zweifel an der Fähigkeit Pekings, eine Abwertung seiner Währung gegenüber dem Dollar zu verhindern, da sich die Währungsreserven von 4 auf knapp 3 Billionen Dollar reduziert haben.

          Quelle: F.A.Z.

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