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Währungen Yen wertet weiter auf

16.06.2009 ·  Die japanische Währung legt deutlich an Wert zu. Zwar steckt das Land in einer tiefen Rezession. Doch die Zentralbank verkündet, dass das Schlimmste wohl überstanden sei. Derweil verbucht der Aktienmarkt den größten Tagesverlust seit zwei Monaten.

Von Tim Höfinghoff
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Die Aussagen der japanischen Notenbanker klingen ermutigend: „Nach einer deutlichen Verschlechterung haben sich die Bedingungen nicht weiter eingetrübt“, hieß es am Dienstag zur ökonomischen Lage des Landes.

Zwar steckt Japan in der tiefsten Rezession seit dem Ende des zweiten Weltkriegs. Doch die Bank of Japan meldet, dass das Schlimmste wohl überstanden sei. Die Notenbank hat damit zum zweiten Mal in Folge ihre Einschätzung zur ökonomischen Situation des Landes angehoben. Auch die Renditen bei langlaufenden japanischen Staatsanleihen stiegen wegen der verbesserten Konjunkturerwartungen.

Als Grund für die ökonomische Verbesserung werden nicht nur mehr Exporte, sondern auch eine steigende Produktion genannt. Doch die Zentralbanker schränken auch ein: Mit einer wirklichen Verbesserung der Lage sei erst im Jahr 2010 zu rechnen. Derweil hat die Zentralbank ihren Leitzins unverändert bei 0,1 Prozent belassen.

Yen wertet auf

Dem Yen haben die Nachrichten vom Dienstag geholfen. Im Verhältnis zu 16 wichtigen Währungen wertete der Yen auf. So wertete der Yen gegenüber dem Dollar so stark auf wie seit zwei Wochen nicht mehr - ein Plus von 1,8 Prozent. Im Verhältnis zu Währungen wie dem australischen und dem neuseeländischen Dollar ist die Aufwertung sogar noch größer, hier waren es jeweils mehr als 2 Prozent.

Nach Einschätzung von Devisenhändlern sind Anleger nun zunehmend sicherheitsorientierter. „Die jüngsten Marktbewegungen lassen vermuten, dass die Erholungsrally der vergangenen drei Monate in eine Korrekturphase übergeht“, sagte etwa der Währungsstratege Tohru Sasaki von JPMorgan Chase in Tokio.

Aktienmarkt in Tokio belastet

Die Aufwertung des Yen drückte am Dienstag auf die Aktienkurse in Tokio. Börsianer sind besorgt, dass sich die Wirtschaft wegen des starke Yen evetuell doch nicht so schnell erholen kann, wie ursprünglich gedacht.

So schloss der japanische Leitindex am Dienstag sehr schwach: Der Nikkei-225-Index verlor 2,8 Prozent und beendete den Handel mit 9752 Zähler. Das entspricht dem größten Tagesverlust seit zwei Monaten. Der breitere Topix-Index verlor sogar 3,4 Prozent und notierte mit 914 Punkten.

Nun fürchten Anleger, dass durch den Yen-Anstieg besonders die Aktienurse von Export-Unternehmen unter Druck geraten werden. Deshalb standen diese Titel am Dienstag besonders auf den Verkaufslisten der Börsianer, es galt Gewinne mitzunehmen.

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Jahrgang 1975, Redakteur in der Wirtschaft.

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