28.06.2010 · Ein britisches Unternehmen hat ein großes Ölfeld in der Nordsee entdeckt. Das Feld vor der schottischen Küste sei eine der größten Entdeckungen der vergangenen Jahre in der Nordsee, sagt die Firma. Jetzt stehen weitere Untersuchungen an.
Von Tim HöfinghoffDas Unternehmen Encore Oil teilte mit, dass das Vorkommen 300 Millionen Barrel Öl (je 159 Liter) enthalten könne. Encore-Oil-Chef Alan Booth sagte, dass es möglicherweise einer der größten Ölfunde in der Nordsee der vergangenen Jahre sei. Weitere Untersuchungen stünden an, so dass die Zahlen zu dem Vorkommen eventuell noch erhöht werden - das hätten erste Analysen des Gebiets mit der Bezeichnung Block 28/9 ergeben. Encore Oil ist an dem Ölfeld zu 15 Prozent beteiligt, mit dabei sind auch Premier Oil und Wintershall. Die Aktienkurse der beteiligten Unternehmen legten am Montag deutlich zu.
Mitarbeiter der Firma waren 2001 auch für die Entdeckung des Reservoirs Buzzard mit Milliarden Barrel Öl vor der Küste Aberdeens verantwortlich. Experten hoffen, dass die Neuentdeckung der Nordsee-Ölindustrie einen neuen Schub geben könnte. Seit 1999 war sie geschrumpft.
Auch wenn es noch einige Jahre dauern wird, bis Öl aus der neuen Quelle gefördert wird: Für die Ölindustrie sind solche Funde in der Nordsee von großer Bedeutung. "Allerdings ist noch unklar, wie hoch der Anteil des förderbaren Öls sein wird", sagt Ölexperte Steffen Bukold von Energycomment. "Der Fund bremst aber den Rückgang der Ölfördermenge in der Nordsee."
Hinzu kommt, dass Öl in der Nordsee etwas einfacher zu fördern ist als etwa in der Tiefsee im Golf von Mexiko und der Westküste Afrikas. Denn die Ölförderung in solchen Tiefen ist mit sehr hohen Kosten und erheblichen Unwägbarkeiten verbunden, wie das BP-Unglück vor der amerikanischen Südküste gezeigt hat. Nach der Explosion der Bohrinsel Deepwater Horizon ist es zur größten Ölkatastrophe in der Geschichte der Vereinigten Staaten gekommen.
BP ist es immer noch nicht gelungen, das Leck zu schließen. Jeden Tag strömen Millionen Liter Rohöl ins Meer. BP gerät immer stärker unter Druck, auch der Aktienkurs ist dramatisch gesunken. Bisher musste BP wegen der Katastrophe 2,65 Milliarden Dollar zahlen, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Allein in den vergangenen drei Tagen musste BP 300 Millionen Dollar zahlen. Der Ölpreis hat sich zu Wochenbeginn etwas verbilligt. Für die amerikanische Öl-Sorte WTI mussten 78 Dollar je Barrel gezahlt werden.
300 Millionen Barrel?
Torlin Monger (TMonger)
- 28.06.2010, 21:14 Uhr
irgendwie is das komisch...
Hans Müller (bruder_janus)
- 28.06.2010, 21:37 Uhr
Wenn die Hurricans kommen, ...
Franz Müller (Franzy)
- 29.06.2010, 00:39 Uhr
schade..
Christian Brost (Zac12)
- 29.06.2010, 01:05 Uhr
Kosten und Mengen
Klaus Dieter (Leser2009)
- 29.06.2010, 09:35 Uhr
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06 % |
| Silber | 28,24 $ | +0,57 % |
| Platin | 1.430,00 $ | +0,92 % |
| Palladium | 592,00 $ | +0,34 % |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14 % |
| Gas | 0,53 £ | −0,56 % |
| Kaffee | 1,68 $ | +1,27 % |
| Zucker | 0,20 $ | +0,36 % |
| Orangensaft | 1,09 $ | +0,32 % |
| AMEX GOLD BUGS | 601,37 | -- % |
| AMEX OIL | 1.151,96 | -- % |
| Rogers International | 24,14 | +0,50 % |