25.06.2010 · Ferien mit Schäppchen-Charakter zu finden ist in diesem Jahr schwieriger geworden. Denn der schwächere Euro und hohe Preissteigerungen im Ausland belasten die Urlaubskasse. In fast keinem Land notiert der „UrlaubsEuro“ höher als 2009.
In den ersten Bundesländern haben die Sommerferien bereits begonnen. Höchste Zeit also für budgetbewusste Urlauber, sich Gedanken zu machen, wo es am günstigsten ist, die Ferien zu verbringen. Die Suche nach Zielregionen mit Schäppchencharakter ist in diesem Jahr aber schwieriger geworden. Die Gründe dafür sind der gegenüber fast allen Währungen der Welt schwächere Euro und die hohen Preissteigerungen im Ausland.
„Im diesjährigen Sommer ist der UrlaubsEuro im Ausland für deutsche Urlauber besonders tief,“ fasst Stefan Bruckbauer, Chefvolkswirt der Bank Austria, seine aktuellste Berechnung zum UrlaubsEuro zusammen. Im Durchschnitt ist der UrlaubsEuro heuer im Sommer 3% weniger wert als noch im Sommer 2009.
Verteuerung vor allem bei Überseeurlaub, etwa auch Südafrika
Vor allem bei Überseedestinationen macht sich im Vergleich zum Vorjahr der schwächere Euro bemerkbar. „Im Durchschnitt ist der UrlaubsEuro in diesem Jahr in Übersee 16 Prozent weniger wert als vor einem Jahr“ meint Bruckbauer und ergänzt: „Besonders deutlich fiel der Rückgang in Südamerika aus, etwas weniger stark in Asien und Afrika.“ In Südafrika fielen jedoch Aufwertung und höhere Preissteigerungen zusammen, so dass der UrlaubsEuro 2010 im Land der Fußballweltmeisterschaft im Vergleich zum Vorjahr fast 25 Prozent weniger wert ist. Allerdings ist der Wert des UrlaubsEuro im Durchschnitt in den meisten Überseedestinationen weiterhin höher als in Europa oder in Deutschland. Dies gilt auch weiterhin für Südafrika.
Ferien in der Türkei sind deutlich teurer geworden
Innerhalb der wichtigsten Urlaubsdestinationen der Deutschen fiel der Rückgang besonders bei der Türkei mit rund 20 Prozent gegenüber dem Sommer 2009 stark aus. Hier machte sich nicht nur die Aufwertung gegenüber dem Euro bemerkbar, sondern auch ein deutlich stärkerer Preisanstieg als in Deutschland, die Inflationsrate lag in der Türkei bei fast 10 Prozent.
Am meisten wert ist der UrlaubsEuro im Sommer 2010, innerhalb der beliebtesten Ferienländer der Deutschen, in Ungarn, gefolgt von Kroatien. Die Türkei liegt an dritter Stelle. Spürbar weniger wert ist der UrlaubsEuro im Sommer auch in Amerika, allerdings ist er trotz eines Rückgangs um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr mit 106 Euro noch immer etwas mehr wert als in Deutschland. Dies gilt auch für das Vereinigte Königreich.
Unter den beliebtesten Urlaubsländern stieg der Wert des UrlaubsEuro im Sommer 2010 lediglich in Kroatien, allerdings fiel der Anstieg mit rund einem Prozent sehr bescheiden aus und war auf die etwas geringere Inflation zurückzuführen.
Urlaube in Rumänien, Bulgarien und Polen schonen die Haushaltskasse
Unter den weniger stark besuchten Urlaubsdestinationen in Europa ist weiterhin der UrlaubsEuro in Rumänien, Bulgarien und Polen spürbar mehr als zuhause wert. Auch in Tschechien und der Slowakei ist der UrlaubsEuro mehr als in Deutschland wert, auch wenn es zu einer leichten Reduktion des Wertes im Vergleich zum Vorjahr kam. Den stärksten Rückgang des Wertes des UrlaubsEuros innerhalb der beobachteten Länder gab es in Brasilien.
Abschließend weisen die Ökonomen der Bank Austria darauf hin, dass es sich um Durchschnittswerte handelt, einzelne Regionen (wie etwa London als Zentralregion) können davon abweichen. Das Preisniveau bezieht sich auf den Durchschnitt der Güter und Dienstleistungen in den einzelnen Ländern, einzelne Produkte (speziell für Touristen) können davon deutlich abweichen. Daher wurde auch für die Ferndestinationen kein Wert, sondern nur dessen Veränderung angegeben.
Zudem ist die Tatsache, dass das Preisniveau in einigen Urlaubsländern soviel günstiger als in Deutschland ist, vor allem auf das hohe Einkommensniveau in Deutschland zurückzuführen. Würde Deutschlands Preisniveau niedriger liegen, wäre auch das Einkommensniveau geringer - man könnte sich den Urlaub oft gar nicht leisten.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| Gold | 1.711,50 $ | −2,09 % |
| Silber | 33,55 $ | −0,74 % |
| Platin | 1.648,00 $ | −1,02 % |
| Palladium | 702,00 $ | −1,68 % |
| Rohöl Brent Crude | 118,04 $ | +0,12 % |
| Gas | 0,59 £ | −1,60 % |
| Kaffee | 2,17 $ | +0,72 % |
| Zucker | 0,25 $ | +0,90 % |
| Orangensaft | 1,86 $ | −0,98 % |
| AMEX GOLD BUGS | 601,37 | -- % |
| AMEX OIL | 1.151,96 | -- % |
| Rogers International | 24,14 | +0,50 % |
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.692,96 | −1,41% |
| FAZ-INDEX | 1.495,13 | −1,32% |
| TecDAX | 769,89 | −0,43% |
| MDAX | 10.249,10 | −1,04% |
| SDAX | 4.985,13 | −0,71% |
| REX | 421,06 | −0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.480,76 | −1,65% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 80,01 | −1,60% |
| Dow Jones | 12.801,20 | −0,69% |
| Nasdaq 100 | 2.547,32 | −0,65% |
| S&P500 | 1.342,64 | −0,69% |
| Nikkei225 | 8.947,17 | −0,61% |
| EUR/USD | 1,3219 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 118,04 $ | +0,12% |
| Gold | 1.711,50 $ | −2,09% |
| Bund Future | 138,62 € | +1,01% |