http://www.faz.net/-gv6-763oo
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 28.01.2013, 10:46 Uhr

Todesstrafe für Geldfälscher Bundesbank-Seminare ohne Chinesen

Die Deutsche Bundesbank hat bis auf weiteres Vertreter der chinesischen Zentralbank von der Teilnahme an Seminaren zur Falschgeldbekämpfung ausgeschlossen. Als Grund nannte die Notenbank, dass Geldfälschern in China die Todesstrafe drohe.

© dpa Chinesische Zentralbanker müssen bei der Deutschen Bundesbank draußen bleiben.

Vertreter der chinesischen Zentralbank sind bei Falschgeld-Seminaren der Deutsche Bundesbank bis auf weiteres unerwünscht. Der Grund: Geldfälschern droht im Land der Mitte die Todesstrafe. „Die Deutsche Bundesbank wird in jedem Fall ausschließen, dass sie Zentralbanken von Ländern zu Themen der Falschgeldbekämpfung berät, in denen dieser Straftatbestand mit der Todesstrafe belegt ist“, teilte die Notenbank am Montag auf Anfrage in Frankfurt mit.

Das gelte künftig nicht nur wie bisher für gesonderte Beratungsprojekte, sondern nun auch für allgemeine Seminare zum Thema „Falschgeldbekämpfung“. Auch Vertreter der Zentralbank Vietnams dürfen nicht mehr an den Seminaren teilnehmen: Auch in Vietnam droht Geldfälschern die Todesstrafe.

Mehr zum Thema

Geldfälschung sei zwar ein ernstzunehmender Straftatbestand, sagte die Bundesbank. Sie halte aber die Androhung der Todesstrafe für unverhältnismäßig.

Quelle: FAZ.net mit dpa

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Chefvolkswirtin HSBC Jetzt müssen die Staaten mehr ausgeben

Der Brexit bedroht Europa, sagt die Chefvolkswirtin der Bank HSBC und fordert: Mehr Schulden fürs Wachstum! Mehr

28.06.2016, 08:39 Uhr | Finanzen
Cum-Ex-Geschäfte Der größte Steuerbluff aller Zeiten

Cum-Ex sind zwielichtige Aktiengeschäfte, mit denen Banken Milliarden Steuern gespart haben. Wie haben die das nur wieder geschafft? Mehr Von Corinna Budras

13.06.2016, 15:27 Uhr | Finanzen
BIZ-Jahresbericht Märkte in Gefahr

Der Brexit hat die Börsen in Aufruhr versetzt. Doch das ist längst nicht das einzige Problem, glaubt die Zentralbank der Zentralbanken: Sie sieht noch einige Risiken mehr. Mehr Von Markus Frühauf

27.06.2016, 06:22 Uhr | Finanzen
Europäische Zentralbank Die Aufsichtsräte der Banken sind zu lasch

Die Europäische Zentralbank ist mit der Arbeit der Führungsgremien in den Banken unzufrieden. Die Risikobereitschaft der Institute sei zu hoch. Die oberste Bankenaufseherin Danièle Nouy kündigt nun neue Maßnahmen an. Mehr Von Markus Frühauf

24.06.2016, 10:28 Uhr | Finanzen
Niedriger Ölpreis Vorerst kein Ende der Mini-Inflation in Sicht

Seit Monaten hält der niedrige Ölpreis die Inflation an der Nullmarke. Für Verbraucher ist die geringe Teuerungsrate eine gute Nachricht. Doch die Entwicklung hat auch Schattenseiten. Durch das Brexit-Votum entstehen zudem neue Risiken. Mehr

29.06.2016, 16:02 Uhr | Finanzen
Name Kurs %
EUR/USD -- --
EUR/CHF -- --
EUR/JPY -- --
EUR/GBP -- --
USD/JPY -- --
USD/GBP -- --
Name Kurs %
Gold -- --
Silber -- --
BRENT -- --
WTI Light Sweet Crude Öl -- --