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Spekulation mit Nahrungsmitteln Interne Vorbehalte gegen Termingeschäfte

 ·  Bei der Deutschen Bank und dem Versicherungskonzern Allianz gibt es entgegen öffentlicher Äußerungen sehr wohl Vorbehalte gegen die Spekulation mit Nahrungsmitteln. Das zeigen neueste Veröffentlichungen von Dokumenten auf.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (15)
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Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 26.02.2013 09:29 Uhr

Angebot und Nachfrage

Die Weltbevölkerung wächst und die Anbaugebiete die man Nutzen müsste um der Wachsenden Nachfrage mitzuhalten werden immer schwieriger zu bewirtschaften. Wenn irgendwann die Sahara zum Ackerland kultiviert werden müsste um die ganzen Menschen Satt zu bekommen kann man sich denken was dann passiert. Bewässerungssysteme, Soilreforming Massnahmen gegen Verwüstung durch Sandstürme. Alles nicht günstig zu haben und auch nicht von Heute auf mörgen aufzubauen. Nicht zu vergessen die Massnahmen gegen Armutskriminalität die grade in diesen Gegenden vermutlich stark zunehmen wird.
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Der logische Schluss einer Einkindpolitik den China für sich gezogen hat ist konsequent. Dass dieser Schritt in Deutschland mit den Füssen von den Bürgern selbst durchgeführt wird ist angesichts der relativ geringen Probleme hierzulande etwas hysterisch aber so sind wir nun mal.
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Hier insbesondere auf deutschen Geldinstituten herumzuhacken ist meiner Ansicht nach ein suchen eines Sündenbockes den man Melken kann.

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Gerold Keefer

Welche Legitimation haben eigentlich Großbanken, die allesamt des Libor-Betrugs überführt sind?

Dass die Großbanken "besser durchblicken" sei ihnen unbenommen. Wenn die Politik wegblickt ist das auch nicht sonderlich schwer.

Vgl. "How Goldman Sachs created the food crisis", Frederick Kaufmann

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Klaus Michael Strauss

"Derivatgeschäfte in neuen Dimensionnen..."

Dank für diesen Hintergrundbericht mit Erläuterung der Kontroverse. Das Fazit im letzten Absatz weist auf die Gefahr hin. Von realwirtschaftlicher Basis zunehmend abgehobene Finanzgeschäfte mit zyklisch neuem Thema angesichts verdorbener Anlageklassiker.

Nicht das Anlagethema ist problematisch, sondern die dahinter stehende Geschäftsethik. Und die fähigeren Akteure inszenieren raffinierter als beim ENBW-Skandal.

Absehbar ein weiteres Kapitel in der Geschichte der Finanzkrisen.

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Carolus Doomdey
Carolus Doomdey (Domday) - 25.02.2013 21:44 Uhr

Es ist doch viel interessanter

auf fallende Preise zu spekulieren. Auf steigende Preise spekulieren doch hauptsächlich Amateure. Deshalb auch die hier geäußerten amateurhaften Meinungen und Vorurteile. Sind Nahrungsmittelanbieter und -händler Marktprofis? Wahrscheinlich nicht, denn ihr Tätigkeitsfeld ist ein anderes und sie neigen dazu die Entwicklungen der jeweils letzten Monate zu extrapolieren, was zu Blasen führt. Gottseidank werden die Preisblasen von Shorts abgefangen und korrigiert.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.02.2013 09:16 Uhr
Gerold Keefer

"die Preisblasen von Shorts abgefangen und korrigiert"

Ja, das funktioniert hervorragend. Wie seinerzeit 2008. Da bin ich doch dankbar, dass uns echte Profis in die Misere geritten haben und keine Amateure!

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Till Jenisch
Till Jenisch (budwow) - 25.02.2013 17:56 Uhr

Anleger spekulieren, nicht die Bank

die Deutsche Bank riskiert kein eigenes Kapital für die "Spekulation", sondern kreiert Produkte dafür, auch für deutsche Privatanleger ;-)

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Heinrich Kanther

Welche Legitimation hat eigentlich Foodwatch?

Während man Unternehmen stets nur das Schlimmste unterstellt (Lügen, Ausbeutung, gar Gewinnerzielungsabsicht) freut sich die Presse immer etwas von den uneigennützigen Streitern von Foodwatch und anderen NGOs zu drucken. Gibt ja wieder eine Schlagzeile.

Welche Qualifikation haben eigentlich diese Leute? Können jene das Thema besser durchblicken als eine Großbank? Oder handelt es sich hier vielleicht doch eher um blinde Ideologen, die sich die Welt machen wie sie ihnen gefällt? Oder gar um eine Spendenmaschine, die Skandale produzieren muss, wo keine sind, um sich zu finanzieren?

Die Wahrheit muss nicht unbedingt in der Mitte liegen.

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Walpurga Müller-Schmidt

Die Hauptverantwortlichen für den Hunger sind die Spekulationen sicher nicht!

Es mag sein, dass viele Menschen auf dem Planeten hungern, aber die Lebensmittelspekulationen sind sicherlich nicht mal im erweiterten Kreis der Hauptverdächtigen für dieses Problem: Neben Krieg, Korruption, Diktatoren und so weiter, sind mal ganz sicher die vor allem in Europa, China, USA und Japan verbreiteten, marktverzerrenden Landwirtschaftssubventionen ein riesen Treiber des Hungers in der Welt.

Beispiel: Es gibt einen Haufen afrikanische Länder, in denen die gesamte Produktion von Hühnern eingestellt wurde, weil man es sich in Europa leisten kann nur die Brust zu essen (weil es eben billig-subventioniert wurde) bzw. das makellose Ei und den ganzen Rest vom Huhn zu Spottpreisen in die 3. Welt zu exportieren. Gleichzeitig verhindern die EU Länder die Einführung von Importzöllen in Afrika (z.B. Ghana), um dann ungeniert Importzölle einzuführen, um die eigenen Bauern vor externer Konkurrenz zu schützen.

Diese Diskussion ist scheinheilig, aber die Termingeschäfte sind böse...

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mathias dumke

Spekulationen mit Lebensmitteln sind richtig!

Es ist der einzige erfolgversprechende Weg, der Bevölkerungsexplosion, dem damit einhergehendem Wanderungsdruck und dem Terror der islamischen Staaten ein Ende zu bereiten.
Um das Aggressionspotential zu eliminieren, müssen diese Völker schrumpfen auf das Niveau von Selbstversorgern (Nachhaltigkeitsfaktor würden die GrünInnen sagen); das sind ca. 10-15 % der jetzigen Bevölkerung und geht nur über die Lebensmittelpreise.
Berücksichtigt man die Kosten und die Erfolgschancen gegenüber einem konventionellen Krieg, so ist eindeutig der obige Weg vorzuziehen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.02.2013 19:47 Uhr
Andreas Meyer

Unglaublicher Unsinn

Die ein machen die Milliardengeschäfte und den anderen verhungern die Kinder.

Und das finden sie toll?

Sie haben einen ausgemachten Knall

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Sven Fürll
Sven Fürll (Lerge) - 25.02.2013 19:16 Uhr

Na ,dann gehen Sie doch am besten mit gutem Beispiel voran....

... und schrumpfen sich selbst weg.

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Rolf Horstig

Es mag ja PR-Gründe geben, die Termingeschäfte mit Nahrungsmitteln nicht weiterzuführen

Es mag PR-Gründe für die Deutsche Bank geben, die Termingeschäfte mit Nahrungsmitteln nicht weiterzuführen, für die Nahrungsmittelversorgung ist diese Entscheidung aber nicht hilfreich!

Auf den ersten Blick erscheint es vielen Lesern verwerflich, wenn Banken mit Lebensmitteln spekulieren und dadurch die Preise für Nahrungsmittel steigen.

Spekulation ist für den Spekulanten aber vor allem dann interessant und erfolgversprechend, wenn sich eine Verknappung abzeichnet. Sicher steigen dann die Preise, was für den armen Teil der Bevölkerung sehr schmerzhaft ist. Aber die Menge der verfügbaren Lebensmittel wird dadurch nicht verringert. Die steigenden Preise führen aber eventuell dazu, daß Produktion von diesen sich verknappenden Lebensmitteln wirtschaftlich interessanter wird. Damit wird durch die Spekulation die Steigerung der Lebensmittelproduktion schon früher angeregt als dies ohne Spekulation der Fall wäre. Damit kann manche Hungerkatastrophe vielleicht abgemildert werden.

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Guenter Monkowski

1 Milliarde Menschen hungern!

Schoen das mit deren Leben spekuliert wird!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.02.2013 19:45 Uhr
Siegfried  Weber

Veraltete Zahl

Gott sei Dank ist Ihre Zahl veraltet. Sie stammt aus den 1990er Jahren. Damals hungerten tatsächlich 1 Mrd Menschen bei einer Weltbevölkerung von 5 Mrd. Heute beträgt die Weltbevölkerung 7 Mrd und der Hunger betrifft zwar immer noch etwas über 800 Mio Menschen, aber weniger wie damals. Vor allem wenn man sich die Zunahme der Weltbevölkerung vor Augen führt. Vor diesem Hintergrund hat die Ernährungssituation sich eher noch verbessert. Trotz dieser Spekulationsprodukte, die es damals in dem Ausmaß nicht gegeben hatte.
Haben Sie sich damals auch schon über den Hunger auf der Welt aufgeregt?
Was haben Sie seitdem dagegen getan?

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Jan Meyer

Leider

sehr polemisch und wenig fundiert. Spekuliert wird ganz sicher mit Nahrungsmitteln und das schon jahrzehnte länger als diese Gutmenschenhysterie krassiert. Das es ,wie im Artikel leider nur marginal angerissen, sehr wichtige Aspekte bei diesem Thema gibt die faktisch Nahrungsmittelproduktion und -produzenten schützen und so der Versorgung mit Nahrungsmitteln förderlich sind wird fast nie erwähnt/berücksichtigt und vermutlich von den meisten Schreihälsen auch nicht gewußt. Man sollte sich dem Thema etwas unaufgeregter und fundierter nähern und auf einzelne Aspekte konzentrieren die einer kritischen Betrachtung bedürfen. Aber es ist ja deutlich einfacher beim groben Thema laut aufzuschreien und damit das eigene Gewissen zu beruhigen.

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25.02.2013, 08:42 Uhr

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