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Rohstoffgeschäft des Quartals Strom gegen Bauholz

30.06.2010 ·  Mit dem Kauf und Verkauf von Terminkontrakten auf Elektrizität und Bauholz ließ sich im vergangenen Quartal eine Dollarrendite von etwa 55 Prozent erzielen. Auch Kaffee bleibt teuer, während die Preise für Industriemetalle korrigieren.

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Der Kauf von Terminkontrakten auf Elektrizität und der gleichzeitige Verkauf von Terminkontrakten auf Bauholz - das war die Handelsposition der vergangenen drei Monate, die im Rohstoffbereich bei begrenztem Risiko mit einer Dollarrendite von etwa 55 Prozent den höchsten Ertrag erbracht hat.

Während die massive Korrektur des amerikanischen Terminmarkts für Bauholz im Rahmen der auslaufenden Subventionen und Sonderanreize am amerikanischen Immobilienmarkt nach der schwach fundierten Euphorie der zweiten Hälfte des vergangenen und der ersten vier Monate des laufenden Jahres schon lange absehbar, gehorchen die Elektrizitätsmärkte zumindest in Teilbereichen im Grunde zyklischen Trends. Darauf können disziplinierte Anleger immer wieder setzen.

Preisentwicklung für Spitzenstrom hat zyklischen Charakter

Der an der New York Mercantile Exchange gehandelte PJM Interconnection Monthly Peak Electricity Futures zum Beispiel verzeichnet regelmäßig zur Jahresmitte und zum Jahresende Kursgewinne, während in den Zwischenphase immer wieder deutliche Preisrückschläge zu verzeichnen sind. Ähnliche Preismuster lassen sich im Handel mit Spitzenlasten auch an anderen Eletrizitäts-Märkten beobachten. Sie sind unter anderem auf das Wetter zurückzuführen, das zu intensiverem Betrieb von Klimaanlagen im Sommer oder Heizungen im Winter und entsprechender Nachfrage nach Elektrizität beitragen kann.

Angesichts der schwachen Daten vom amerikanischen Immobilienmarkt, der hohen Arbeitslosigkeit und der anhaltend schwachen Stimmung unter den amerikanischen Konsumenten dürfte die Korrekturbewegung des Bauholzfutures noch nicht abgeschlossen sein. Dagegen sind Wetten auf den Preis von Spitzenstrom nur noch dann ratsam, wenn man von einem langen, heißen Sommer ausgeht.

Der Preis von Kaffee dagegen ist in den vergangenen Tagen an den Terminbörsen förmlich nach oben geschossen. An der Londoner Liffe stieg er alleine seit Ende April um 25 Prozent auf bis zu 1.680 Dollar je Tonne der Sorte Robusta, während die Sorte Arabica in New York mit einem Plus von bis zu 26 Prozent alleine seit Anfang Juni so teuer wurde wie seit zwei Jahren nicht mehr. Diese Preisentwicklung hatte nichts mit der grundlegenden Angebots- und Nachfragesituation zu tun.

Industriemetalle befinden sich in einer Korrekturphase

Sondern Hedge-Fonds, die auf fallende Preise gesetzt hatten, wurden zum Eindecken ihrer Positionen gezwungen, heißt es aus dem Markt. Während der Preis von Robusta in London aus einem leichten Abwärtstrend nach oben ausgebrochen ist, hat der von Arabica seinen mittelfristigen Aufwärtstrend fortgesetzt.

Zu deutlichen Preiseinbußen kam es im vergangenen Quartal neben dem Bauholz bei den Industriemetallen. Zink, Nickel, Blei und Kupfer und Nickel wurden zwischen knapp 30 und 16 Prozent günstiger als zuvor. Spekulative Marktteilnehmer, die die Preise im vergangenen Jahr ohne Rücksicht auf Verluste nach oben getrieben hatten, scheinen Angesichts der sich abschwächenden Wachstumsdynamik Gewinne mitzunehmen. Das dürfte die Preise nin diesem Bereich noch weiter nach unten bringen lassen können. Während die Edelmetallpreise von Anlegern gestützt oder immer weiter nach oben getrieben werden, zeigen hohe Lagerbestände und eine Produktion auf Rekordniveau bei abnehmenden Importen die wahre Lage bei Industriemetallen.

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