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Rohstoffe Palladiumpreis kurz vor Rekord

26.08.2009 ·  Der Preis für eine Feinunze Palladium hat sein Zwölfmonatshoch bei 307 Dollar nur knapp verfehlt. Am Mittwoch kostete das Edelmetall, das vor allem in der Produktion von Automobil-Katalysatoren eingesetzt wird, etwa 285 Dollar je Feinunze. Damit hat sich der Preis seit Jahresanfang mehr als verdoppelt.

Von Judith Lembke
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Der Preis für eine Feinunze Palladium hat sein Zwölfmonatshoch bei 307 Dollar nur knapp verfehlt. Am Mittwoch kostete das Edelmetall, das vor allem in der Produktion von Automobil-Katalysatoren eingesetzt wird, etwa 285 Dollar je Feinunze nach zeitweise mehr als 290 Dollar am Vortag. Damit hat sich der Preis seit Jahresanfang mehr als verdoppelt. Im Juli hat sich Palladium von allen Edelmetallen am besten entwickelt.

Am Dienstag profitierte der Palladiumpreis Händlern zufolge vor allem von den überraschend positiven Daten zum amerikanischen Verbrauchervertrauen, die Hoffnungen auf eine anziehende Automobilnachfrage entfachten. Vor allem Investmentfonds hätten sich mit dem Edelmetall eingedeckt, hieß es. Nach Ansicht der Rohstoffanalysten der Credit Suisse sind spekulative Kapitalströme für die Preisentwicklung von Palladium von entscheidender Bedeutung. "Angesichts der positiven Risikoneigung besteht eine starke Investment-Nachfrage nach Palladium", schreiben die Analysten in einem Marktkommentar.

Allerdings sei der Markt wegen des schwachen fundamentalen Umfelds auch besonders anfällig für eine Änderung der Risikoneigung. Denn auf dem Palladium-Markt herrscht noch immer ein umfangreiches Überangebot. Dementsprechend müsste der Automobilabsatz schon ziemlich stark anziehen, um den Angebotsüberschuss zu kompensieren.

Wolfgang Wrzesniok-Roßbach vom Edelmetallhändler Heraeus in Hanau weist jedoch darauf hin, dass sich der abnehmende Anteil von Dieselmotoren bei der Neuzulassung von Fahrzeugen mittel-bis langfristig positiv auf die Palladiumnachfrage auswirken dürfte. Momentan liegt der Dieselanteil wegen der erhöhten Nachfrage nach Kleinwagen nur noch bei 30 Prozent, gegenüber 44 Prozent im vergangenen Jahr. Palladium wird vor allem bei Autos mit Benzinmotoren eingesetzt.

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Jahrgang 1978, Redakteurin in der Wirtschaft.

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