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Montag, 13. Februar 2012
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Rohstoffe Ölpreise steigen auf Drei-Wochen-Hoch

24.07.2009 ·  Die Ölpreise sind am Freitag auf den höchsten Stand seit 3 Wochen gestiegen. Ein Barrel der Sorte West Texas Intermediate stieg in der Spitze über 67 Dollar. Händler begründen die feste Tendenz am Ölmarkt mit den robusten Aktienmärkten und dem schwachen Dollar.

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Die Ölpreise sind am Freitag auf den höchsten Stand seit rund drei Wochen gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der amerikanischen Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) stieg in der Spitze auf 67,68 amerikanischen Dollar, ein Fass der Nordseesorte Brent kostete bis zu 69,96 Dollar.

Dies waren die höchsten Stände seit Anfang Juli. Am Nachmittag kostete ein Barrel WTI dann noch 66,95 Dollar und damit 27 Cent weniger als am Vortag. Der Brent-Preis lag bei 69,46 Dollar - das waren 21 Cent mehr als am Donnerstag.

Allgemeiner, aber vielfach schwach begründeter Wirtschaftsoptimismus treibt Preise und Kurse

Händler begründeten die feste Tendenz am Ölmarkt zum einen mit dem in den vergangen Tagen aufgekommenen Optimismus und dem Kursauftrieb an den Aktienmärkten. So ist der deutsche Aktienindex Dax am Freitag im Tagesverlauf auf ein neues Jahreshoch bei rund 5.300 Punkte gestiegen, bevor die Kurse wieder etwas abbröckelten. Tatsächlich jedoch sind die Kurse jedoch aufgrund von Wetten auf robuste Unternehmensergebnisse und eine wirtschafltiche Erholung seit zehn Tagen in Folge gestiegen.

Der Optimismus dieser Art wurde am Freitag zumindest kurzfristig noch einmal getrieben durch den Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe sowie vom ifo-Geschäftsklimaindex. Der PMI für das verarbeitende Gewerbe in Europa war im Juli mit 46,8 etwas besser ausgefallen als erwartet. Er liegt zwar immer noch deutlich unter der Marke von 50, über der erste eine Expansion angedeutet werden würde. Allerdings scheint sich die Geschwindigkeit der Kontraktion weiter zu vermindern.

Ähnliches gilt für den ifo-Geschäftsklimaindex. Auch er fiel mit 87,3 etwas besser aus als erwartet, allerdings liegt die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage immer noch um Meilen unter den Rekordwerten der vergangenen Jahre und deutlich unter dem langjährigen Mittelwert. Der Optimismus wird primär getragen von einer deutlichen Erholung der Erwartungen. Allerdings liegen sie im langjährigen Vergleich immer noch auf sehr tiefem Niveau. Das heißt, solche Daten sprechen grundsätzlich nur bedingt für eine wirtschaftliche Erholung und damit für eine zunehmende Nachfrage nach Energie und Rohstoffen.

In Japan gingen die Ölimporte im Juni um 20 Prozent zurück

So verweisen die „Experten“ gerne auch auf den anhaltend schwachen Dollar als Triebfeder des Ölpreises. Eine schwächere amerikanischen Währung verbillige Rohöl für Investoren außerhalb des Dollar-Raums und stütze mithin die Ölnachfrage, heißt es einerseits. Auf der anderen Seite wird gerne argumentiert, wer sich als Anleger vor schwachen Währungen, tiefen Zinsen, hohen Geldmengen und inflationären Risiken absichern wolle, müsse in „reale Werte“ investierene. Dazu zähle eben auch Öl.

„Aus fundamentaler Sicht gab es bislang kaum Nachrichten, die den jüngsten Ölpreisanstieg rechtfertigen könnten“, gibt die Commerzbank zu bedenken. Zwar sei das Ölangebot der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) zuletzt gesunken. Ein Teil des Rückgangs lasse sich aber auf eine schwächere Nachfrage zurückführen. Faktisch ist sie nicht nur in den Vereinigten Staaten und Europa vergleichsweise schwach, sondern in Japan gingen die Ölimporte in Juni um 20 Prozent zurück. Die Raffienerien des Landes haben ihre Anlagen gerade einmal zu 71 Prozent ausgelastet, heißt es.

Gestiegen ist auch der Preis für OPEC-Rohöl. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel am Donnerstag im Durchschnitt 66,46 amerikanischen Dollar. Das sind 1,78 Dollar mehr als am Mittwoch. Die OPEC berechnet ihren täglichen Korbpreis auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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