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Dienstag, 18. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER
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Rohstoffe als Wirtschaftsindikator

Nötig für den Katalysator
© F.A.Z.
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18.09.2012

Nötig für den Katalysator

Platin und Palladium werden in der Schmuckindustrie sowie im Automobilbau zur Herstellung von Katalysatoren sowie für Brennstoffzellen benötigt. Rund die Hälfte der Nachfrage für Palladium kommt aus der Automobilindustrie. Gibt es Konjunkturoptimismus und wächst die Zahl der hergestellten Fahrzeuge, steigen auch die Preise für diese Industrierohstoffe. Die Edelmetalle sind also auch Konjunkturindikatoren. Doch es ist nicht nur die Situation der Automobilbranche, die die Preise bewegt: In der vergangenen Woche stieg der Platinpreis auf ein Fünf-Monats-Hoch, nachdem sich die Lage in Südafrika, dem größten Anbieter des Metalls, nicht beruhigt hat. Schon länger gibt es Angebotsengpässe im Platingeschäft wegen Streiks, Minenschließungen und höheren Stromkosten in dem Land. Zudem ziehen die Preise für Platin und Palladium wegen des Anlegerinteresses an. So erhöhen Investoren die Preise, weil sie Fonds kaufen, die in Platin und Palladium anlegen. Die Fondsanbieter kaufen die Rohstoffe physisch, um ihre Wertpapierprodukte mit den Rohstoffen zu hinterlegen. Mit Blick auf die Produktionausfälle in Südafrika urteilen die Rohstoffanalysten der Commerzbank: „Die Proteste weiten sich immer mehr aus. Möglicherweise haben auch die Gewerkschaften die Kontrolle über die Arbeiter verloren. Der Platinpreis sollte daher weiter zulegen können.“