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Reisekasse Klassische Wintersportländer sind für deutsche Skifahrer teuer

18.12.2009 ·  In den klassischen Skigebieten bekommen deutsche Urlauber weniger für ihren Euro als daheim. Das bestätigen Berechnungen des Bundesverbands deutscher Banken. Außerdem hat der Verband Tipps zum Thema Geldeinsatz im Urlaub zusammengestellt.

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Weihnachten steht vor der Tür und damit beginnt auch so richtig die Winterurlaubszeit. Wen es dabei in die Skigebiete zieht und sein Urlaubsziel auch unter ökonomischen Gesichtspunkten auswählt, der sollte beachten, dass der deutsche Winterurlauber im Ausland oft tiefer in die Tasche greifen als daheim.

So ist laut Berechnungen des Bundesverbandes deutscher Banken die Kaufkraft des Euro in Österreich, Italien, Frankreich und der Schweiz niedriger als in Deutschland. In Frankreich zum Beispiel kosten Waren und Dienstleistungen einen Euro, für die in Deutschland im Schnitt nur etwa 87 Cent zu zahlen sind. Bei den Eidgenossen beträgt der Gegenwert des Euro in diesem Winter sogar nur etwa 84 Cent (siehe Grafik).

Doch es gibt auch Länder, in denen sich günstiger Urlaub machen lässt. Beispielsweise Tschechien, wo für einen Euro Waren und Dienstleistungen erhältlich sind, für die in Deutschland etwa 1,12 Euro bezahlt werden müssen. Auch Slowenien bietet einen Kaufkraftvorteil. Und sehr günstig ist der Winterurlaub auch in Bulgarien, das allerdings nicht in der Studie einbezogen wurde.

Außerdem hat der Verband in einem Reise-Spezial Tipps zum Thema Geld und Urlaub. Bei der Zusammenstellung der Reisekasse wird Urlaubern unter anderem dazu geraten, sich nie nur auf ein Zahlungsmittel zu verlassen. Weitaus besser sei vielmehr die richtige Mischung, die je nach Urlaubsland oder auch eigenen Zahlungsvorlieben variieren kann.

Nur Bares ist im Urlaub nicht das Wahre

Der Spruch nur Bahres ist Wahres trifft demnach laut Bundesverband deutscher Banken nicht auf die Reisekasse zu. Vielmehr gelte als Faustregel: Je weniger Bargeld man bei sich trägt, desto besser. Deshalb sollte nicht mehr als ein Drittel des Reisebudgets in bar mitgenommen werden. Schließlich ist Bargeld im Fall eines Diebstahls endgültig verloren. Dennoch sei es häufig sinnvoll, zumindest für den Ankunftstag am Reiseort eine kleinere Summe in der Landeswährung bei sich zu haben oder direkt am Flughafen zu tauschen, um die Fahrt ins Hotel und vielleicht ein erstes Abendessen bezahlen zu können. Wobei der Tausch am Flughafen allerdings wegen ungünstiger Wechselkurse oft eine relativ teure Sache ist.

Auch kann das Abheben am Geldautomaten mittels Bankkunden-Karte oder Kreditkarte vor Ort günstiger sein als der Bargeldumtausch. Für Reisende mit Bankkunden- oder Kreditkarte, die in touristisch erschlossene Gebiete mit einer guten Infrastruktur fahren, empfiehlt es sich gemäß Verband daher, nur einen kleinen Vorrat an Fremdwährung mitzunehmen und sich später am Geldautomaten mit der Landeswährung zu versorgen. Zur Sicherheit sollte man sich aber vorher über das Angebot informieren, insbesondere, wenn es sich um ein exotisches Reiseziel handelt.

Wer seine Bankkunden-Karte verloren hat, der sollte sich an die zentrale Sperrnummer der Kreditwirtschaft unter 01805 - 021021 wenden, die rund um die Uhr zu erreichen ist. Aus dem Ausland ist mit der Ländervorwahl 0049 / 1805 - 021 021 zu wählen. Die Verbandsexperten raten außerdem dazu, sich diese Telefonnummer, die Nummer des Girokontos sowie die Kartennummer vor dem Urlaub zu notieren und getrennt von der Karte aufzubewahren. Sehr wichtig ist es in diesem Zusammenhang, die persönliche Geheimzahl niemandem mitzuteilen und nirgendwo zu notieren, weder auf einem Merkzettel noch im Adressbuch und schon gar nicht auf der Karte. Bei Verdacht auf Diebstahl sollte zudem die Polizei vor Ort eingeschaltet werden.

Über Abhebungskosten vorab informieren

Zu beachten ist auch, dass der Preis für Abhebungen am Geldautomaten je nach Kreditinstitut und Reiseland variiert. Auskunft gibt die eigene Bank. Nach einer EU-Verordnung gilt aber generell: Für Euro-Auszahlungen innerhalb der Europäischen Währungsunion darf kein höherer Preis berechnet werden als für eine vergleichbare Verfügung im Inland. Der Verfügungsbetrag wird zum aktuellen Kurs der jeweiligen Währung in Euro umgerechnet und vom Konto abgebucht.

Außerhalb der Euro-Zone kommt zum Preis für die Geldautomatennutzung häufig ein prozentualer Anteil des Umsatzes als Preis für den Auslandseinsatz hinzu. Einige Kreditinstitute haben sich mit Kooperationspartnern zusammengeschlossen, so dass ihre Kunden bei diesen auch im Ausland kostenlos am Geldautomaten abheben können. Kunden sollten sich vor Antritt der Reise bei ihrer Bank erkundigen, ob es solche Angebote gibt. Und die zuvor erwähnten Tipps gelten natürlich alle auch für den Einsatz einer Kreditkarte im Ausland.

Reiseschecks werden weltweit akzeptiert

Alternativ bietet sich auch der Einsatz von Reiseschecks an. Diese können bei Banken, Wechselstuben und teilweise auch bei Reisebüros in wichtigen Währungen wie Dollar, Euro, Britisches Pfund, Australischer oder Kanadischer Dollar, Südafrikanischer Rand und Schweizer Franken gekauft werden. Angeboten werden die Reiseschecks in unterschiedlichen Stückelungen. Am Urlaubsort können die Reiseschecks nicht nur bei vielen Banken, Wechselstuben und Hotels in Bargeld eingetauscht, sondern auch direkt zum Bezahlen eingesetzt werden. Besonderheit: Für verloren gegangene oder gestohlene Reiseschecks bieten die Aussteller Ersatz am Reiseort.

Aus Sicherheitsgründen müssen die Reiseschecks gleich beim Kauf in der dafür vorgesehen Zeile unterschrieben werden, ansonsten sind sie nicht gegen Diebstahl oder Verlust versichert. Eingelöst werden können die Schecks dann gegen eine zweite Unterschrift und der Vorlage des Reisepasses. Bitte beachten: Die Schecks erst bei der Einlösung vor den Augen des Akzeptierenden unterschreiben!

Die Kaufquittung zusammen mit dem Verzeichnis der Seriennummern von den Reiseschecks unbedingt getrennt aufbewahren. Denn nur mit der Quittung und den Seriennummern ist der Ersatz am Reiseort möglich, falls die Reiseschecks gestohlen wurden oder verloren gegangen sind. Bei Diebstahl oder Verlust sofort die auf den Unterlagen angegebene Hotline anrufen - dann verspricht der Scheckaussteller innerhalb von 24 Stunden Ersatz.

Die Schecks sind unbegrenzt gültig, können aber auch nach der Reise bei den Verkaufsstellen zum aktuellen Tageskurs der jeweiligen Währung eingelöst werden. Da beim Kauf eine Provision anfällt, ist es in der Regel sinnvoll, die nicht eingelösten Reiseschecks für den nächsten Urlaub aufzubewahren. Handelt es sich allerdings um eine stark schwankende Währung, sollte der Wechselkurs im Auge behalten werden.

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