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Veröffentlicht: 15.05.2017, 10:00 Uhr

Ölpreise steigen Opec und Russland wollen Förderkürzung verlängern

Hohes Angebot, volle Lager - um den Ölpreis wieder nach oben zu treiben, wollen die Opec und Russland weniger fördern. Das lässt den Ölpreis steigen.

© Reuters Ein einig Volk von Förderkürzern: Die Energieminister Saudi-Arabiens und Russlands Khalid al-Falih und Alexander Novak

Die wichtigen Ölstaaten Saudi-Arabien und Russland wollen eine seit Beginn des Jahres gültige Kürzung der Fördermenge zur Stabilisierung der Ölpreise zeitlich deutlich ausweiten. Beide Länder streben an, die ursprünglich bis Juni begrenzte Produktionskürzung bis zum Ende des ersten Quartals 2018 auszudehnen. Das machten der saudische Ölminister Khalid Al-Falih und sein russischer Amtskollege Alexander Nowak am Montag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Peking deutlich.

Diese Äußerungen lassen die Ölpreise am Montag deutlich um etwa einen Dollar steigen. Ein Barrel (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent wird damit um rund zwei prozent teurer und kostet aktuell 51,90 Dollar. Ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostet 48,90 Dollar.

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Es sei notwendig geworden, die vereinbarte Kürzung der Fördermenge zu verlängern, so der saudische Ölminister. Die angestrebte Höhe der Ölreserven sei bis Ende Juni nicht mehr zu erreichen. „Deshalb sind wir zu der Überzeugung gekommen, dass es möglicherweise besser ist, das Ende der Förderkürzung auf das Ende des ersten Quartals 2018 zu verschieben“, sagte Khalid Al-Falih. Am 25. Mai treffen sich die Vertreter des Opec-Ölkartells mit weiteren Förderländern. Auf dieser Konferenz in Wien wollen Saudi-Arabien und Russland ihre Vorschläge zur Debatte stellen.

Ende des vergangenen Jahres hatten sich Mitgliedsstaaten des Opec-Ölkartells mit anderen wichtigen Förderländern wie Russland auf eine Kürzung der Produktionsmengen geeinigt. Die Vereinbarung ist auf sechs Monate begrenzt und trat Anfang des Jahres in Kraft. Nach Einschätzung von Experten wird die Kürzung weitgehend umgesetzt. Sie hatte zeitweise einen starken Anstieg der Ölpreise zur Folge. Verbraucher mussten mehr an der Tankstelle oder fürs Heizen bezahlen.

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Während die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und Russland ihre Produktion kürzten, legte die Fördermenge in den Vereinigten Staaten hingegen zu. Laut jüngsten Daten der amerikanischen Regierung vom vergangenen Mittwoch hat die landesweite Ölproduktion den höchsten Stand seit Mitte 2015 erreicht. Diese höhere Fördermenge hatte die Ölpreise dann wieder sinken lassen.

Diese Konstellation auf dem Ölmarkt lässt viele Experten davon ausgehen, dass sich der Ölpreis langfristig in der Spanne zwischen etwa 40 und 60 Dollar bewegen wird.

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