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Auf Talfahrt : Ölpreis unter der 45-Dollar-Marke

  • Aktualisiert am

Ölpumpen auf einem Feld bei Ponca City im amerikanischen Bundesstaat Oklahoma Bild: dpa

Die Ölpreise setzen ihre Talfahrt fort und sind damit auf den Stand vom vergangenen November zurückgefallen. Die Gründe sind in Amerika zu suchen.

          Die Ölpreise haben ihre Talfahrt am Freitagmorgen fortgesetzt. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank dabei erstmals seit November 2016 unter die Marke von 45 Dollar. Zuletzt kostete WTI-Öl mit 44,18 Dollar 1,34 Dollar oder knapp drei Prozent weniger als am Donnerstagabend. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 1,30 Dollar oder 2,69 Prozent auf 47,08 Dollar.

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          Der Brent-Preis ist seit Beginn der Woche um etwa neun Prozent und der amerikanische Ölpreis um mehr als zehn Prozent eingebrochen und damit wieder auf den Stand vom vergangenen November zurückgefallen. Damals hatten Berichte über eine geplante Kürzung der Fördermenge durch die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) die Ölpreise stark steigen lassen.

          Seit Januar ist die Produktionskürzung des Ölkartells in Kraft, an der sich auch das wichtige Förderland Russland beteiligt. Die Maßnahme dient zur Stützung der Ölpreise und hat eine Laufzeit von sechs Monaten, wobei zuletzt über eine Verlängerung diskutiert wurde. Die Chancen auf eine Verschärfung der Kürzungen beim kommenden Opec-Treffen am 25. Mai seien allerdings gering, betonte Analyst James Woods vom Brokerhaus Rivkin.

          Experten erklärten den aktuellen Preisrutsch am Ölmarkt mit der jüngsten Entwicklung in den Vereinigten Staaten. Während die Opec-Länder ihre Produktion gedrosselt haben, wird sie in Amerika immer weiter erhöht. Heimische Ölfirmen nutzen den zwischenzeitlichen Ölpreis-Anstieg, um zusätzliche Bohrungen in den Boden zu treiben und steigerten ihren Ausstoß seit November um knapp sieben Prozent.

          Am Mittwoch hatte die amerikanische Regierung mitgeteilt, dass die landesweite Produktion in der vergangenen Woche um 0,30 Prozent auf 9293 Millionen Barrel Rohöl pro Tag gestiegen war. Das ist der höchste Stand seit Mitte 2015.

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