Die größte Goldmine der Welt heißt Grasberg und befindet sich im indonesischen Teil der Insel Neuguinea. Hier werden jährlich rund 2 Millionen Unzen Gold gefördert. Kaum geringer ist die Förderung der zweitgrößten Mine der Welt. Sie liegt in Usbekistan und lautet auf den Namen Muruntau.
Für Edelmetalle gilt, was für viele andere Rohstoffe ebenfalls zutrifft: Neue große Förderstätten sind nicht leicht zu entdecken. Und wenn sie entdeckt werden, liegen sie häufig geografisch ungünstig. Dies gilt auch für das größte bislang identifizierte und noch nicht ausgebeutete Goldlager.
Stattliche 39 Millionen Unzen werden unter einem Flecken im Westen Alaskas vermutet, der den Namen Donlin Creek trägt. Hierhin führt keine Straße, die das ganze Jahr über befahrbar wäre, so wie es dort auch keine Energieversorgung für den Betrieb einer großen Mine gibt. Stattdessen müsste zunächst eine rund 500 Kilometer lange Gas-Pipeline von der Küste nach Donlin verlegt werden, um dort ein eigenes Kraftwerk betreiben zu können.
Realisierung ungewiss
Donlin gehört zu jeweils 50 Prozent dem weltgrößten Goldförderer, der kanadischen Barrick Gold, und dem ebenfalls kanadischen Explorationsunternehmen Novagold. Die Planungen sehen vor, die Mine 27 Jahre lang auszubeuten, wobei für die ersten Jahre eine jährliche Förderung von 1,5 Millionen Unzen zu Kosten von 409 Dollar je Unze angenommen wird. Die Kapitalkosten des Projekts werden wegen der Abgeschiedenheit der Förderstätte auf 6,7 Milliarden Dollar geschätzt. Ob der Tagebau in Donlin jemals realisiert wird, ist derzeit noch nicht gewiss. Das Projekt befindet sich noch in der Planung; an eine Aufnahme der Förderung ist vor dem Jahr 2017 kaum zu denken.
Dagegen soll in Pueblo Viejo schon Mitte 2012 die Goldproduktion beginnen. Die in der Dominikanischen Republik gelegene Mine gehört zu 60 Prozent Barrick und zu 40 Prozent dem kanadischen Förderer Goldcorp. Bisher wurden 13 Millionen Tonnen Gestein gefördert, in denen sich nach Schätzungen der Betreiber etwa 1,4 Millionen Unzen Gold befinden dürften. Die Kapitalkosten der Mine belaufen sich auf annähernd 4 Milliarden Dollar. In den ersten fünf Jahren sollen in der Mine rund eine Million Unzen im Jahr zu Kosten zwischen 300 und 350 Dollar je Unze gefördert werden. Mit geschätzten Ressourcen von gut 30 Millionen Unzen gehört Pueblo Viejo zu den größten bekannten Goldlagern.
Ökologisch umstrittene Projekte
Zu den aus ökologischer Sicht umstrittensten Projekten gehört das an der argentinisch-chilenischen Grenze im Hochgebirge gelegene Vorkommen von Pascua-Lama. Es gehört Barrick und wurde Ende der siebziger Jahre entdeckt. Die Förderung soll im kommenden Jahr aufgenommen werden und sich über einen Zeitraum von rund 25 Jahren erstrecken. Die Kapitalkosten dürften rund 5 Milliarden Dollar betragen. Projektiert wird eine jährliche Förderung von 800 000 bis 850 000 Unzen Gold in den ersten fünf Jahren. In Pascua-Lama befindet sich auch ein bedeutendes Silbervorkommen. Gold und Silber werden oft zusammen gefunden und ausgebeutet, manchmal auch zusammen mit Kupfer. Grasberg beispielsweise ist eine kombinierte Gold- und Kupfermine.
Ein bedeutendes Goldlager befindet sich auch in Venezuela. Es trägt den Namen Las Cristinas und gehörte früher der kanadischen Gesellschaft Crystallex International. Allerdings entzog das Regime unter Präsident Hugo Chávez Crystallex im vergangenen Jahr die Abbausgenehmigung. Vor wenigen Wochen kündigte die Regierung in Caracas an, sie wolle Las Cristinas zusammen mit Partnern aus China verwirklichen. Ob Donklin, Pueblo Viejo oder eines der anderen Projekte: sie werden alle bedeutend sein, an die Mächtigkeit einer Mine wie Grasberg aber nicht heranreichen.
manipulierters Papíergeld oder echte Werte
Bernhard Russ (speedykluge)
- 17.04.2012, 10:48 Uhr
Es ist tatsächlich Wahnsinn!
Thomas Borgsmidt (ThomasBorgs)
- 16.04.2012, 05:16 Uhr
Da lohnt sich in Alaska ja fast ein kleines Kernkraftwerk
klaus keller (klkeller)
- 15.04.2012, 21:05 Uhr
Eigentlich ist es ja völliger Schwachsinn
Theodor Wedel (TheodorWedel)
- 15.04.2012, 18:24 Uhr