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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Nach dem Libor-Skandal Amerikanische Aufsicht prüft Goldpreis-Manipulation

 ·  Die amerikanischen Regulierungsbehörden prüfen laut Medienberichten, ob beim Londoner Goldfixing der Preis des Edelmetalls manipuliert wurde. Fünf Banken sind an der Goldpreisbildung maßgeblich beteiligt.

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Die Finanzmarktaufseher der Vereinigten Staaten prüfen laut einem Zeitungsbericht, ob Banken den größten Goldmarkt der Welt manipuliert haben. Das berichtet das „Wall Street Journal“ (WSJ) am Donnerstag mit Bezug auf Insider. Im Fokus soll das Londoner Goldfixing stehen. Zweimal täglich wird der Preis pro Unze (etwa 31 Gramm) des gelben Edelmetalls dort durch eine Handvoll großer Banken festgesetzt. Da es sich um einen Kurs für physisches Gold (“Spotpreis“) handelt und nicht um die an den Finanzmärkten in großem Stil gehandelten Futures, sind die Erträge von Minenbetreibern, Raffinerien und der Schmuckindustrie betroffen. Allerdings sind auch viele Finanzprodukte an diesen Wert gekoppelt.

Dem Bericht nach wollen die Aufseher der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) genau prüfen, ob die Preise am Goldmarkt - und am kleineren Silbermarkt - in einem transparenten Prozess entstehen. Eine formale Untersuchung sei jedoch noch nicht eingeleitet worden. Vor allem die Banken Barclays, Deutsche Bank, HSBC, Bank of Nova Scotia und Société Générale sind maßgeblich am Fixing des Goldpreises in London beteiligt.

Mögliche Manipulationen beim Londoner Goldfixing sind unter Händlern und Anlegern schon lange ein Thema. Die CFTC wurde nun aber offenbar vor allem durch den Libor-Skandal aufgeschreckt, bei dem führende Banken gemeinsam Geldmarktsätze manipuliert haben sollen. Drei große Geldhäuser haben schon Strafen in Höhe von insgesamt 2,5 Milliarden Dollar akzeptiert. Gegen mehr als ein Dutzend Institute wird noch ermittelt.

Quelle: FAZ.net mit dpa-AFX, wallstreetjournal.de
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