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Heizöl kostet 50 Prozent mehr Vor einer teuren Heizperiode

Vielen Haushalten steht eine teure Heizperiode bevor. Die Gaspreise ziehen seit einigen Wochen an. Und die Heizölpreise haben sich wieder dem Rekordniveau von 2008 genähert.

© dapd Vergrößern Viele Haushalte müssen ihre Tanks noch füllen

Vielen Haushalten steht eine teure Heizperiode bevor. Die lange stabilen Gaspreise ziehen seit einigen Wochen stärker an. Und die Heizölpreise haben sich im September wieder dem Rekordniveau von 2008 genähert. Mit dem vorgeschriebenen sechswöchigen Vorlauf hat schon jeder dritte Gasversorger seinen Kunden für Oktober oder November eine Preiserhöhung angekündigt. Die Aufschläge lägen bei durchschnittlich 10 bis 11 Prozent, berichten die Verbraucherportale Check24 und Verivox.

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In Deutschland gibt es mehr als 20 Millionen Häuser und Wohnungen mit Gasheizung. Eine Teuerung um rund 10 Prozent bedeutet für einen Haushalt mit vier Personen bei einem Jahresverbrauch von 20 000 Kilowattstunden im Durchschnitt eine Mehrbelastung von 126 Euro.

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Keine Zeichen für großen Rückgang der Heizölpreise

Die Gaspreise für Haushaltskunden sind gegenüber dem im Januar 2009 erreichten historischen Spitzenwert von rund 8 Cent je Kilowattstunde noch im Krisenjahr um bis zu 25 Prozent gesunken und danach lange stabil geblieben. Seit Anfang 2011 haben inzwischen mehr als 500 Grundversorger ihre Preise wieder angehoben. Bis zur Jahresmitte ergab sich so eine noch mäßige Verteuerung um durchschnittlich knapp 5 Prozent. Seit Juli allerdings geht der Trend schneller nach oben. Das spiegelt in etwa die Entwicklungen an den Spotmärkten.

In der Kalkulation der kommunalen und regionalen Grundversorger spielt jedoch bei der Kalkulation der Verbraucherpreise weniger der günstigere Spotmarktpreis eine Rolle als der in langfristigen Lieferverträgen an den Ölpreisen gekoppelte Gaspreis. Und der liegt seit etwa zwei Jahren deutlich über den Notierungen an den Spotmärkten.

Davon können nicht nur die Autofahrer, sondern auch die Haushalte mit Ölheizung ein Lied singen. Die Preise für leichtes Heizöl bewegen sich weit über dem Vorjahresniveau. Wie der Tecson-Statistik zu entnehmen ist, war Heizöl in der ersten September-Hälfte mit etwa 85 Cent je Liter um gut 50 Prozent teurer als im September 2010. Bisher war Heizöl nur zweimal noch teurer: in diesem Frühjahr sowie von Mai bis August 2008. Damals brachen die Erdölpreise in der sich verschärfenden Finanzmarktkrise in zweiten Jahreshälfte 2008 ein. Das kam im Winter den Haushalten mit Ölheizungen zugute, nicht aber den mit Zeitverzug angepassten Gaspreisen. In diesem Jahr gibt es keine Zeichen für einen vergleichbaren Rückgang der Heizölpreise. Für Haushalte, die ihre Tanks noch füllen müssen, wird dies also ein teuerer Winter.

Dagegen sieht die Situation für Verbraucher mit Gasheizung trotz der vollzogenen und angekündigten Preiserhöhungen vergleichsweise günstig aus. In der Grundversorgung bleiben die Preise mindestens sechs Monate stabil. Außerdem haben die beiden großen Versorgungskonzerne RWE und Eon gerade angekündigt, dass sie ihre Strom- und Gaspreise zumindest bis in das Jahr 2012 hinein stabil halten wollen.

Quelle: F.A.Z.

 
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Veröffentlicht: 26.09.2011, 07:14 Uhr


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