Home
http://www.faz.net/-gvz-75qz9
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
Zertifikate und ETFs

Goldreserven Bundesbank will mehr Gold in Frankfurt lagern

Die deutsche Bundesbank plant, die Goldreserven in Deutschland zu erhöhen. In Frankreich soll hingegen gar kein Gold mehr gelagert werden, da die Bundesbank im Falle einer Weltwährungskrise keine Devisen bekäme.

© dapd Vergrößern Die Bundesbank hat ein neues Konzept erstellt, das die Lagerung der Goldreserven festlegt.

Die Bundesbank hat ein neues Konzept ausgearbeitet, das die Lagerung von Goldreserven neu bestimmt. Nach Informationen des Handelsblatts sieht dieses Konzept vor, den heimischen Standort aufzuwerten, in New York dafür weniger Gold zu lagern und überhaupt kein Gold mehr in Paris zu horten. Es soll am kommenden Dienstag vorgestellt werden. Damit reagiert die Notenbank auch auf einen Bericht des Bundesrechnungshofes, der die Jahresabschlüsse der Bundesbank prüft und ihr empfohlen hatte, ein aktuelles Lagerstellenkonzept zu erstellen und zu dokumentieren.

Derzeit lagert das Gold der Bundesbank ihren Angaben zufolge in New York, London, Paris und Frankfurt. Bei der amerikanischen Notenbank Fed lagern 45 Prozent der insgesamt 3396 Tonnen Gold, in den Tresoren der Bank of England in London 13 Prozent, bei der Banque de France in Paris 11 Prozent und im Hauptsitz in Frankfurt 31 Prozent. Diese Verteilung soll sich nun ändern.

Mehr zum Thema

Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele hatte bereits vergangenen Herbst gesagt, es gebe keinen zwingenden Grund mehr für eine Lagerung in Frankreichs Hauptstadt. Ursprünglich hatte die Bundesrepublik zur Zeit des Kalten Krieges und der deutschen Teilung aus Sicherheitsgründen ihr Gold auf verschiedene Partnerländer, so auch Frankreich, verteilt. Dieses Argument gilt nicht mehr. Gegen Paris spricht noch ein weiteres Argument: Anders als in London oder New York bekäme die Bundesbank im Falle einer Weltwährungskrise keine Devisen.

Quelle: FAZ.net mit Dow Jones

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Euro verliert an Devisenmärkten Die umstrittene Abwertung

An den Devisenmärkten verliert der Euro an Wert. Während Frankreich und andere Länder begeistert sind, befürchten Ökonomen Schlimmes. Mehr Von Gerald Braunberger

19.09.2014, 21:13 Uhr | Finanzen
Pariser Charme und Arroganz

Ausländische Touristen in Paris können ein Lied davon singen: Der Kellner bringt Kaffee statt Wasser und der Hotelier versteht angeblich kein Englisch. Der Service in Frankreich ist stark verbesserungswürdig. Mehr

14.08.2014, 08:30 Uhr | Reise
Neue Optik für Scheine Jetzt kommen die neuen Zehner

Am Dienstag kommen die neuen Zehn-Euro-Scheine. Die Fehler der Fünfer-Umstellung sollen sich nicht wiederholen. Fahrkartenautomaten sollen alle, Zigarettenautomaten fast alle reibungslos funktionieren. Mehr Von Tim Kanning, Wiesbaden

23.09.2014, 06:25 Uhr | Rhein-Main
Paris stoppt Wahlrecht für Nicht-EU-Bürger

Nachdem Triumph des Front National bei der Europawahl will Frankreichs Regierung vom geplanten Wahlrecht für Nicht-EU-Bürger abrücken. Mehr

30.05.2014, 11:14 Uhr | Politik
Steuerpolitik Die Bundesbank nimmt die Länder in die Pflicht

Wer großzügig Geld ausgibt, soll seine Bürger auch mit höheren Steuern belasten. Die Bundesbank schlägt daher vor, den Ländern mehr Freiheit - und mehr Eigenverantwortlichkeit - zu geben. Mehr Von Johannes Pennekamp

22.09.2014, 17:39 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 15.01.2013, 09:58 Uhr


Wichtige Wechselkurse
Name Kurs Änderung
  Dollar --  --
  Franken --  --
  Yen --  --
  Pfund --  --
  Dollar in Yen --  --
  Dollar in Pfund --  --
Wertpapiersuche
EUR USD JPY
EUR 1 -- -- --
USD -- 1 -- --
JPY -- -- 1 --
-- -- -- --
=

Wichtige Rohstoffe
Name Kurs Änderung
  Gold --  --
  Silber --  --
  Rohöl Brent --  --
  Rohöl WTI --  --