27.01.2009 · Die Anleger suchen Zuflucht in Gold und treiben den Preis auf 916 Dollar pro Feinunze - damit erreicht das Edelmetall den höchsten Preis seit drei Monaten. Mit einem Überspringen der 1000-Dollar-Marke wird noch bis Mitte des Jahres gerechnet.
Von Claudia Bröll, JohannesburgDer Goldpreis hat am Montag den höchsten Stand seit mehr als drei Monaten erreicht. Im Tagesverlauf erreichte das gelbe Edelmetall, das als sicherer Hafen für Anleger in turbulenten Zeiten gilt, in der Spitze einen Preis von 916,30 Dollar je Feinunze nach einem Schlussstand von 898,10 Dollar in New York am Freitag. Gleichzeitig verfestigte sich der Dollar gegenüber dem Euro. Traditionell entwickelt sich der Goldpreis in entgegen gesetzter Richtung zum Dollar.
Analysten sprachen von einem derzeit „unstillbaren Durst nach Gold“. Fallende Zinsen und die Milliardenhilfspakete von Regierungen und Zentralbanken schürten Inflationssorgen. Zusätzlich treibe die Erwartung eines schwächeren Dollar die Nachfrage. Zudem rechneten viele damit, dass das Goldangebot am Markt sinkt, sowohl von Seiten der Zentralbanken als auch von Seiten der Produzenten. Nach Angaben des in London ansässigen Edelmetallexperten GFMS wurde 2008 in Südafrika, Indonesien und Australien weniger Gold geschürft. In China und Russland stieg zwar die Produktion, allerdings wird Gold aus China nicht exportiert.
Überspringen der 1000-Dollar-Marke erwartet
Marktbeobachter sagen, vor allem Goldbarren und Münzen seien gefragt, nachdem diese Ende vergangenen Jahres bei vielen Banken sogar ausverkauft waren. Auch Exchange-Traded-Funds (ETFs) erleben einen Ansturm. ETFs ermöglichen eine Anlage in Gold, ohne dass Anleger das Edelmetall physisch lagern müssen.
Gold ist im vergangenen Jahr eines der wenigen Metalle gewesen, das einen - wenn auch kleinen - Preisanstieg verzeichnete. Die Feinunze kostete nach einer Berg-und-Tal-Fahrt am Jahresende in London 865 Dollar je Feinunze, 3 Prozent mehr als zu Jahresbeginn. Im März war der Goldpreis zwischenzeitlich auf 1032 Dollar je Feinunze gestiegen. In diesem Jahr attestieren die meisten Analysten dem Goldpreis Aufwärtspotential.
GFMS erwartet ein Überspringen der 1000-Dollar-Marke in den ersten sechs Monaten dieses Jahres. Die Citigroup hält sogar einen Anstieg auf bis zu 2000 Dollar bis Jahresende für möglich. Etwas zurückhaltender fällt die Prognose der HSBC-Bank aus, die 825 Dollar vorhersagt. „Die wirtschaftliche Lage wird in diesem Jahr unsicher bleiben“, heißt es bei GFMS, „risikoscheue Investoren werden daher weiter Gold kaufen.“
Helau und Alaaf: "ETFs ermöglichen eine Anlage in Gold, ohne dass ....
Reinhard Wolf (Pumuckel42)
- 27.01.2009, 12:20 Uhr
GOLD die Rettungsinsel!
Ralf Koklar (ralpento)
- 27.01.2009, 14:37 Uhr
ETFs oder Bad Gold...
Marco Vogt (VogtNbg)
- 27.01.2009, 17:44 Uhr
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06 % |
| Silber | 28,24 $ | +0,57 % |
| Platin | 1.430,00 $ | +0,92 % |
| Palladium | 592,00 $ | +0,34 % |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14 % |
| Gas | 0,53 £ | −0,56 % |
| Kaffee | 1,68 $ | +1,27 % |
| Zucker | 0,20 $ | +0,36 % |
| Orangensaft | 1,09 $ | +0,32 % |
| AMEX GOLD BUGS | 601,37 | -- % |
| AMEX OIL | 1.151,96 | -- % |
| Rogers International | 24,14 | +0,50 % |