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Falschmeldung Gerücht über Weidmann-Rücktritt lässt Eurokurs fallen

Spekulationen eines russischen Internetdienstes über den Rücktritt des Bundesbankpräsidenten Jens Weidmann haben den Kurs des Euro fallen lassen. Die Bafin prüft nun, ob die Falschmeldung absichtlich gestreut wurde, um die Kurse zu manipulieren.

© REUTERS Vergrößern Will gar nicht zurücktreten: Bundesbankpräsident Jens Weidmann.

An umsatzschwachen Tagen springen manche Händler gern auch auf obskure Gerüchte. So sorgte am Dienstag die Meldung eines russischen Internetdienstes, Bundesbankpräsident Jens Weidmann sei zurückgetreten für einige Aufregung. Der Euro sackte am Morgen gegen zehn Uhr für kurze Zeit um einen Cent auf 1,3250 Dollar je Euro ab. Besorgte Händler riefen bei der Bundesbank an – um sich aufklären zu lassen, es handele sich um eine Falschmeldung. Weidmann denke nicht einmal an Rücktritt. Derselbe russische Internetdienst übrigens, der die Meldung in Umlauf gebracht hatte, verbreitete wenige Minuten später auch das Dementi.

Die Bundesbank unterhält seit einigen Monaten eigene Auftritte in sozialen Medien wie Facebook und Twitter. Und so zählt zu den „Followern“ der Bundesbank, Internetnutzer, die Twittermeldungen lesen, auch Russian Market, der Dienst mit der Falschmeldung. Diesem folgen wiederum 37.000 andere Follower, was eine rasend schnelle Verbreitung ermöglichte. Die Bundesbank kennt die Unwägbarkeiten der Sozialen Medien und beschäftigt eigens Spezialisten. Einer dieser Fachleute mutmaßte, es könne bei den Russen eine Verwechslung mit dem Rücktrittsangebot des FDP-Politikers Philipp Röslers gegeben haben. Andererseits könne die Verwechslung aber auch absichtlich gewesen sein, um die Märkte mit der Falschmeldung zu manipulieren.

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Wie dem auch sei, die Geschichte beschäftigt inzwischen auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin). Die Bafin werde sich den Vorgang anschauen, sagte eine Sprecherin am Dienstag. Es werde eine Analyse im Rahmen einer routinemäßigen Prüfung geben. Das ist eine Standardantwort der Behörde, die in solchen Fällen stets prüfen muss, ob es sich um verbotene Handlungen handeln könnte. Die Verunsicherung der Märkte blieb allerdings im Rahmen. Am Nachmittag lag der Euro wieder auf dem alten Niveau.

Quelle: F.A.Z.

 
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Veröffentlicht: 22.01.2013, 16:55 Uhr


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