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Europa in der Rezession Warum die Krise so lange dauert

 ·  Die Herabstufung des Ratings für Großbritannien erinnert daran, dass die europäische Krise verschiedene Gesichter besitzt. Auch in Irland und in Spanien droht eine lange Stagnation.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (19)

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Andreas Gehrmann

@Thomas Gerlach

Ich meine damit auch nicht, dass NUR höhere Löhne in Deutschland die Lösung für die Eurozone sind. Und natürlich haben die Südländer gemessen an ihrer Produktivität seit der Einführung des Euro ÜBER ihre Verhältnisse gelebt. Dass eine Anpassung erfolgen muss ist unstrittig. Diese in 12 Jahren kumulierten Ungleichgewichte können aber nicht quasi über Nacht korrigiert werden. Die Binnenmärkte brechen zusammen, etc. bevor diese Länder zu Deutschland aufschließen können. Aber auch Deutschland muss sich ändern. Wir haben genau so gegen das vereinbarte Inflationsziel von knapp 2% verstossen. Wir müssen auch endlich anfangen, die Handelsüberschüsse zurück zu fahren zugunsten eines stärkeren Binnenmarktes. Aber auch das ist nicht über Nacht möglich. Nur, wenn unsere "Exportweltmeister-Euphoriker" und "schwäbische Hausfrauen" dieses Thema nicht einmal diskutieren, wird mit absoluter Sicherheit der Euro zerbrechen. Es ist insbesondere eine soziale Katastrophe! Die wird auch uns treffen!

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Thomas Gerlach
Thomas Gerlach (sogehts) - 27.02.2013 07:03 Uhr

Bitte keine Simplifizierungen

Die Forderung nach höheren Löhnen ist durchaus nachvollziehbar - eine Lösung für die Eurozone ist sie nicht.

Wettbewerbsfähigkeit hat ihre Begründung im Preis-Leistungsverhältnis. Fragt man sich, weshalb die BRD so erfolgreich Waren und Dienste in Euroländer liefert (das ist kein Export im Sinne von Devisenaustausch) und in Nichteuroländer soviel exportiert, so ist der Preis nur eine Komponente (wir sind nicht billig) - es ist eben auch die Qualität.

Unsere Lohnkosten pro Stunde 2011 sind auf Rang 5 in der EU und liegen 17 % über dem Mittel der Eurozone (Quelle Destatis, verarbeitendes Gewerbe). Die Gewerkschaftsleier vom Lohndumping ist nur ein Märchen.

Die BRD produziert allerdings mit sehr guter Effizienz; die hohe Produktivität führt zu relativ niedrigen Lohnstückkosten. Das führt bei hoher Qualität - also werthaltigen Produkten - zu relativ günstigen Kostenpreisen.

Und genau deswegen funktioniert auch nicht eine gemeinsame Währung wie der Euro, es gibt ja keine Aufwertung.

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Andreas Gehrmann

Jau!

Einige Foristen haben es schon angesprochen: Die Fehlalloaktion von Kapital überall!
Ich weiß, die Fetischisten des "freien Marktes" (der keiner ist) werden wieder schreien, aber:
Offensichtlich sind die so genannten Märkte nicht in der Lage, Gleichgewichte herzustellen. Was ist die Konsequenz daraus? M.E. muss die Kreditvergabe selbst reguliert werden. Wir haben eine enorme Ausweitung der Kreditvergabe für unproduktive Investitionen, die überall nur Blasen produziert hat. Das ist noch lange nicht ausgestanden. Alle die Blasen, die jetzt immer noch erzeugt werden, müssen zwangsläufig platzen.
Aber auch so droht der Zerfall der Währungsunion. Die Handelsungleichgewichte werden das erzwingen. Die Kehrseite der deutschen Exportüberschüsse können wir gerade in ganz Europa besichtigen. Wenn wir unser Wirtschaftsmodell nicht korrigieren, besteht keine Chance für unsere Nachbarn wieder auf die Füße zu kommen. Wir brauchen höherer Löhne in Deutschland.
Heute, 21.45 Uhr auf Arte ... LG

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Klaus Wege
Klaus Wege (covenants) - 26.02.2013 17:28 Uhr

"Eurorettung" bedeutet, genau die Strukturen zu retten, die ganze Staaten zugrunde gerichtet haben

Kennzeichnend für diese Form der "Anti-Marktwirtschaft" ist die Lenkung aller Ressourcen hin zu Marktversagern.
So feiert man es in der "Anti-Marktwirtschaft" als Erfolg, wenn schlechte Schuldner (wieder) leichten Zugang zu Krediten erhalten.
Die "Eurorettung" steigert damit die fatalen Fehlanreize, die mit der Bankenrettung im Rahmen der "Subprimekrise" etabliert wurden.
Die Schutzgeldforderungen der fehlgesteuerten Staaten nehmen immer dreistere Formen an. Selbst die Geldwäscherinsel Zypern ( EU-BIP-Beitrag 0,15%) nutzt das Instrumentarium der "Eurorettung", um 25.550 € pro Einwohner für seine Betrugsdienstleister abzuzweigen.

Bundeskanzlerin Merkel reiste im Januar sogar eigens nach Zypern, um den Parasiten politisch aufzuwerten, Zugleich verweigert Finanzminister Schäuble den Abgeordneten Einsicht in den entlarvenden BND-Bericht zur Geldwäschepraxis .
Warum also dauert die Krise so lange ?
Weil "Eurorettung" die Krankheit mästet und den Patienten verhungern lässt.

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Gerold Keefer

Der klassischr Bank Run führt zur schnellsten Bereinigung der wirtschaftlichen Verhältnisse.

So viel wirtschaftliche Ehrlichkeit will sich aber heute keine Politker mehr leisten. Deshalb muss so getan werden, als ob Pleite-Banken gar nicht pleite wären. Das kostet natürlich enorem Ressourcen, da die manifestierte Fehlallokation noch Jahre oder gar Jahrzehnte fortgesetzt werden muss ... Vielleicht verhilft uns ja der Euro zu einer Verkürzung dieses Siechtums. Italien hat da jetzt ein Zeichen gesetzt ...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.02.2013 19:09 Uhr
Frank Gerlach

Vorsicht

Mit der Vorstellung "kranke Unternehmen müssen halt liquidiert werden", hat sich die Weimarer Republik schon in den eigenen Tod manövriert.

Das Problem einer offensichtlich korrupten Finanzaufsicht/Regierung, die die Bänker sich selbst bedienen lässt bis die Banken kaputt sind, muss zu einem früheren Zeitpunkt gelöst werden. Wenn eine Rettung ansteht, ist diese in der Regel "alternativlos".
Es gäbe aber durchaus die Möglichkeit, dies von vorneherein zu verhindern und auch danach die Beteiligten ins Gefängnis zu werfen. Hier wurde ganz offen Bilanzbetrug ("Schulden für drei Tage nach Dublin verkauft umd währenddessen die Bilanz zu erstellen") gemacht und kein einziger ist dafür in den Knast gegangen.
Proaktiv könnte man jedem Bänker mit dem Komplett-Einzug des Vermögens drohen, wenn sein Institut gerettet werden muss. Zudem könnten die Vergütungsstrukturen detailliert reguliert werden. Es handelt sich NICHT um normale "Unternehmen". Warum passiert nichts ???

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Klaus Wege
Klaus Wege (covenants) - 26.02.2013 15:34 Uhr

Irland: 85 Mrd. "Eurorettung", um das reinigende Gewitter der Marktwirtschaft zu verhindern

Irlands Kerngeschäft ist Steuerschiebung ( s. Double Irish / Dutch Sandwich). Steuernomaden brachten der Insel einen Ansiedlungsboom mit Immobilienblase. Als diese in den Bilanzen der Banken detonierte, wälzte die Regierung diese Lasten kurzerhand auf die Bevölkerung ab.
Der Raubzug wurde als "Verstaatlichung" verbrämt + ver4fachte die Staatsverschuldung. In einem 2ten Schritt wurden die irisch-nationalisierten Spielschulden "europäisiert".
Unter dem Vorwand einer "Eurorettung" wurden die Schieflagen des Bankensektors so auf die Bürger Europas abgewälzt.
85 Mrd.Euro wanderten daraufhin nach Irland. In ein Land, dessen Bevölkerung zahlenmäßig gerade einmal einem Viertel (!) des dt.Bundeslandes NRW entspricht.
Um die Bürger der Zahlstaaten bei Laune zu halten, wird eine irische Erholungs-Fata-Morgana beschworen.
Diese Rückzahlungslüge gerät akt. ins Wanken: Der "Musterschuler Irland" schiebt seine Zahlungsziele gerade um weitere 25 Jahre nach hinten.

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Klaus Wege
Klaus Wege (covenants) - 26.02.2013 15:08 Uhr

Spanien: Verdreifachung der Immobilienpreise (1997-2006): "Euroretter" ersetzen den Spieleinsatz

Kern der span. Finanzkrise ist nicht "Wohlfahrtsluxus", sondern eine pol. flankierte Sause am Immobilienmarkt. Im Bausektor wurde ein Blase aufgepumpt, die durch Fehlanreize nutzbringende Wirtschaftsaktivitäten verdrängte.
So ließen Provinzfürsten im Nirgendwo Großprojekte wie nutzlose Flughäfen errichten - einzig um Projektgelder abzuzweigen.
Unverantwortliche Kreditaufnahme und unverantwortliche Kreditvergabe gingen Hand in Hand.
Warnsignale wie die grotesk ansteigende Jugenarbeitslosigkeit wurden von der gekauften politischen Führung beiseitgewischt.
Jetzt nennt man es "Eurorettung", wenn Spaniens Immobiliengaukler ihren Spieleinsatz durch EU-Hilfen ersetzten.
"Re-Kaptalisierung" nennt man es, wenn Marktversager und Blasenfinanzierer schon im ersten Anlauf rund 40 Mrd. Euro einstreichen - ohne jede Rückzahlungsverpflichtung.
EU-Milliarden sichern so den Machterhalt korrupter Eliten, die von den marktwirtschaftlichen und politischen Konsequenzen ihres Versagens freigekauft werden.

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Paul Hansen

Warum? Weil die niedrigen Zinsen ein notwendiges Korrektiv verhindern!

Ohne relative Abwertung und gleichzeitig Zinsen, die kein Korrektiv darstellen - wird es in Europa laenger dauern als von Rogoff/Reinhard vorhergesagt.

Und auch in D, NL, und vor allem Frankreich sind die Immomaerkte ueberhitzt, und die Sicherheitsanforderungen an Hypotheken sind stark zurueckgegangen. Wir sind nur ein bisschen hinter GB, Irl und Spaninen.

Kein Anlass zur Freude.

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Thomas Gerlach
Thomas Gerlach (sogehts) - 26.02.2013 10:41 Uhr

Die Party ist vorbei

Jetzt kommt die Generalreinigung und fegt aus allen Ecken den Müll und die Scherben zusammen - die Trunkenen leiden an Übelkeit und Schmerzen, manche sind ein Fall für eine fiktive Klinik oder sogar für den Leichenbestatter.

Früher sagte man:" Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis tanzen".

Die Finanzwelt und mit ihr die lustig mitfeiernde Politik ist offensichtlich tief im Eis eingebrochen. Und dann gibt es noch die Rettungsfreaks, die gerade dabei sind, sich ebenfalls ein nasses Grab zu schaufeln. Sie verkennen, daß auch für sie das Eis dünn ist - aber Einbildung ist auch eine Art Bildung.

So reißen sie denn die anderen und zusätzlöich selbst ins Verderben.

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Gottfried Lobeck
Gottfried Lobeck (golo7) - 26.02.2013 10:41 Uhr

Das Platzen eines kreditfinanzierten Booms

Die im Neoliberalismus forcierten Möglichkeiten über Zins und spekulative Hebelungen Geld zu mehren haben weniger eine unmittelbare Anhäufung von priv. Reichtum als vor allem eine Explosion des priv. Reichtums als nominales fiktives Geld-Kapital bewirkt, das "über-flüssig" und profitsuchend vagabundiert. Dieses priv. Kapital, unfähig aus sich heraus zuvörderst Projekten einer Rendite des Gemeinwohles zu dienen, nutzte (als scheues Reh!!) stattdessen erpresserisch seine Macht, sich Politik neofeudal dienstbar zu formen. Da muss die "Krisenbewältigung" (gärtnernde GoSa-Böcke) scheitern - auch nach 2009 ist das fikt. Kapital weiter gewachsen und lässt die Profitrate kleiner werden als die Profitrate im traditionellen produzierenden Kapitalismus. Das alles heizt verschärfte Umverteilungsanstrengungen bzw. Rückverwandlungsbemühungen in Reales (Luxuskonsum, Rohstoffe..) an. Nur gesteuerte Abwicklung, steuerl. Abschöpfung, Soz. Marktwirtschaft und machtvolle BÜRGERL. DEMOKRATIE können helfen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.02.2013 19:23 Uhr
Frank Gerlach

Kein Kapitalismus

Das Finanzwesen war bis vor kurzem eher mit dem Begriff "Kleptomanismus" korrekt beschrieben. Jeder wirkliche Kapitalist muss die Hochfinanz als existenzielle Bedrohung wahrnehmen, da sie nicht auch win-win, sondern auf win-lose gespielt haben. Die Bänker gewinnen ein vergoldetes Mächenschloss und die Realwirtschaft wird bedenkenlos zerstört.

So wars auch 1929 und der eigentliche "Reset" hat bis 1945 gedauert, mit all den ekelhaften Aspekten davon. Ganz offenbar sind wir regiert von Cretins und Gekauften, sonst wäre diese Bedrohung schon längst erkannt worden.
Der Staat kann eine Menge deregulieren, aber ganz sicher nicht das Finanzwesen. Es hat absolut nichts mit Marktwirtschaft zu tun, mit dem Geld anderer Leute ins Casino zu gehen !

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Wolfgang Müller

Die Krise wird noch länger dauern, ...

... und, wenn's SO weiter geht, möglicherweise zum Crash führen.

Solange die Politik vorwiegend für 'Die Märkte' und gegen den Bürger agiert, geht's bergab.

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Rolf Huchthausen

Warum die Krise so lange dauert?

Weil sie nicht mehr regional oder länderweise eingegrenzt werden kann. Um zu vermeiden, dass es einen Domino-Effekt gegen den €URO gibt, jagt man nun mehrere Domino-Effekte durch die €URO-Staaten und die EU.

Das wird dazu führen, dass durch die sukzessive Erhöhung der Lasten für die Bevölkerung der Konsum einbricht und auch in DE zunehmend mehr Immobilienkredite platzen.

Der €URO hat den in ihm versammelten Ländern einen Bärendienst erwiesen. Viele Staaten des Verbundes kümmert die Weltwirtschaft schon garnicht mehr, sie leben mit EU-Subventionen, als verlängerte Werkbank der Weltwettbewerber DE, NL, I, FRA, CH, S, UK und im €URO mit T2, ELA, usw..

Die gigantischen Transfers kann sich keiner leisten, um keine Begehrlichkeiten zu wecken (Roma-Flucht nach DE), werden die Sozialleistungen hier gekürzt oder die Steuern auf Vermögen heraufgesetzt, was zur Flucht der Reichen führt. Unter dem Strich ein Drama wg. einer Ideologie.

Danke €URO und allen Beteiligten!

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Klaus Letis

Und das haben die Rating-Agenturen nicht früher gesehen?

Moodys und Co bleiben Instrumente in den Händen bestimmter Großbanken und der Politik.

Was ist zum Beispiel mit Deutschland?

Haben die Ratings die einfachsten Prinzipien des Föderalismus nicht verstanden? Mit Bundesratsmehrheit und Vermitlungsausschuß? Wie sieht es denn aus nach der Niedersachsenwahl? Wer hält denn jetzt den Daumen auf jedes Gesetz?

Haben diese Rating-Leute nicht gelesen, was sich Rot/Grün auf die Fahnen schreiben.
Was sollen das für Perspektiven sein?

Wie Deutschland seit langem mit AAA durchkommt, mit den T2-Salden und den Verpflichtungen und den politischen Perspektiven ist mir schleierhaft.

Es sei denn, man möchte warten bis Rot/Grün gewählt worden ist.

Bloß nicht früher, man könnte ja meinen, uns gehe es so blendend geht, dass man sich Sperenzchen, wie "kein Sitzenbleibern für alle" leisten könnte.

Die Ratings verfolgen zu 100% politische Ziele und sind etwa so vertrauensvoll, wie der Drogendealer an der Ecke.

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Reinhard Wolf

Die Krise MUSS lange dauern! So lanlge wie nur irgend möglich!

Stellt Euch vor den Menschen gehen die Augen auf und sie bemerken plötzlich, dass alles dermaßen im Überfluss da ist, dass sie es zu Hauf wegwerfen. Nein, nicht nur Modediktate oder vermeintlch veraltete Technik, Abwrackprämien und 30-40% weggeworfene Lebensmittel, sondern auch die begehrten bunten Papierschnipsel, die desto mehr sie werden immer weniger Tauschwert haben (man kann nur das kaufen was da ist; egal wieviel Geld im Umlauf ist)
Wenn das in den Köpfen der Menschen ankommt, wer quält sich denn dann noch morgens um 6.30 Uhr aus dem Bett? Nein Leute: Die Krise besteht im resourcenvernichtenden und klimaverändernden Wegwerfüberfluss und nicht im Mangel, der Euch vorgegaukelt wird, indem man das Geld in Euren Portemonaies künstlich knapp hält und Euch nur über versklavende Kredite an die Leckerlis kommen läßt! Ihr macht Schulden für das von Euch Erarbitete! Merkt Ihr nicht wie sich Goldman Sachs & Co. einen Ast lachen?
Die Schulden des Einen sind immer die Guthaben des Anderen!

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Till Schilling

Danke für diesen Artikel

Sehr geehrter Herr Braunberger,

vielen Dank für diesen Artikel. Kurz und prägnant aber mit genau den Informationen, die man braucht um zu verstehen.

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Frank Linnhoff
Frank Linnhoff (wulewuu) - 26.02.2013 09:15 Uhr

Einfache Wahrheiten

Es ist lobenswert, dass Gerald Braunberger an die einfachen Wahrheiten erinnert, welche die wahren Gründe der andauernden Finanzkrise und Rezession sind. Wie kommt es dazu, dass immer wieder dieselben Gründe zu denselben Resultaten führen? Ist dies ein unabänderliches Gesetz unserer Marktwirtschaft? Alternativlos?

Nein, das ist es nicht. Unsere Politiker wollen derzeit die Finanzkrise kurieren, wie Ärzte ihre Patienten es im Mittelalter taten, durch Blutablass. Am Ende der Kur wir der Patient so geschwächt sein, dass er verstirbt.

Reformieren wir endlich unser Geld- und Banksystems und schaffen ein Vollgeldsystem, mit gesetzlich vollgültigem Giralgeld. Die chaotische Giralgeldschöpfung und -zerstörung durch die Geschäftsbanken muss ein Ende haben, ganz genauso, als Mitte des 19. Jahrhunderts die Banknoten der einzelnen Banken durch Banknoten der Nationalbanken ersetzt wurden. Ein guter Arzt, das wissen wir, behandelt den Grund einer Krankheit, nicht die Symptome.

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Closed via SSO

Das ist erst der Anfang, nach dem wir uns noch zurücksehnen werden.

...

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Jahrgang 1960, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

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