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Euro Schwächste Währung der vergangenen Wochen

03.02.2010 ·  Die vergangenen Wochen brachten am Devisenmarkt verschiedene bemerkenswerte Entwicklungen mit sich. Die erste ist die relative Schwäche der meisten europäischen Währungen. Die zweite ist die relative Kursstabilität innerhalb des „Dollarblocks“.

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Die vergangenen Wochen brachten am Devisenmarkt verschiedene bemerkenswerte Entwicklungen mit sich.

Die erste ist die relative Schwäche der meisten europäischen Währungen gegen den Dollar und den Dollarblock. So hat der Euro gegen den Dollar inzwischen etwas mehr als sieben Prozent seines Wertes verloren.

Relative Schwäche europäischer Währungen

Ähnlich starke Gegenbewegungen zu vorhergehenden Kurztendenzen mussten auch die tschechische und die slowakische Krone, der ungarische Forint, der brasilianische Real und der chilenische Peso hinnehmen. Dagegen gaben Yen, britisches Pfund, Schweizer Franken, der polnische Zloty, der südafrikanische Rand, der russische Rubel und der australische Dollar nur unterdurchschnittlich nach. Die türkische Lira konnte gegen den Dollar sogar leicht und gegen den Euro mehr als neun Prozent zulegen.

Die zweite Entwicklung ist die Beobachtung, dass sich die Währungsrelationen in Asien untereinander und im Verhältnis zum Dollar kaum bewegt haben. Das heißt, die vergangenen Wochen haben so etwas wie einen Dollarblock etabliert, der neben dem amerikanischen Dollar und seinen festen Satelliten des Nahen Ostens den kanadischen Dollar, die asiatischen Währungen, die türkische Lira und - mit Ausnahmen des Real und des chilenischen Peso - auch die mittel- und südamerikanischen Währungen umfasst.

Kaum Bewegung bei asiatischen Währungen

Die vergangenen Wochen zeichneten sich generell durch eine Abwendung vom Euroblock ab, die ausgelöst wurde durch die zunehmende Diskussion über die volkswirtschaftlichen Divergenzen innerhalb Europas, die kompetitive, finanz- und vor allen auch strukturpolitische Schwäche mancher Staaten und die harten Schnitte, die notwendig wären, um sie zu korrigieren. Diese Diskussion lässt sich im Kern nicht nur auf die so genannten PIGS-Staaten (Portugal, Irland, Griechenland, Italien, Spanien) beschränken, sondern muss sich unter anderem auch auf Deutschland beziehen.

Denn auch Deutschland lebt schon seit Jahrzehnten über seine Verhältnisse. Das zeigt sich sowohl an der zunehmenden Verschuldung als auch an den verschwenderischen Ausgaben im Öffentlichen Sektor für konsumtive Zwecke und der gleichzeitig verrottenden Infrastruktur bei chronisch unterfinanzierten Kranken- und Rentenversicherungssystemen. In diesem Sinne kann die Korrektur des Euro gegen den strukturell schwachen Dollar kaum verwundern. Sie hat sogar ihr Gutes. Immerhin nimmt mit schwächerem Wechselkurs de massive Anpassungsdruck auf die europäischen Unternehmen, der von der Aufwertung des Euro ausging, ab.

In den vergangenen Wochen war nur der venezolanische Bolivar deutlich schwächer als der Euro. Das kann kaum verwundern. Denn in Venezuela zeigen sich die Folgen der desaströsen Wirtschaftspolitik eines Quasi-Dikators, der die hohen Einnahmen aus dem Energie- und Rohstoffverkauf verschleudert.

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