http://www.faz.net/-gv6-8yl4g

Zinsspekulationen : Eurokurs unter Druck

  • Aktualisiert am

Bild: reuters

Die Europäische Zentralbank wird angeblich am Donnerstag ihre Inflationsprognosen senken. Aufgrund der erwarteten weiter lockeren Geldpolitik wertet der Euro daher deutlich ab.

          Nachlassende Erwartungen einer nahenden Zinswende lassen am Mittwoch den Kurs des Euro fallen. Gegenüber dem Dollar wertet die Gemeinschaftswährung um 0,6 Cents 1,1211 Dollar ab. Auslöser waren Bericht, wonach die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag ihre Inflationsprognosen senken wird.

          Aufgrund der stabilen bis rückläufigen Energiepreise sollen die Preissteigerungsraten bis 2019 nur noch 1,5 Prozent betragen. Die bislang offiziellen Prognosen liegen 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte darüber. Die Zentralbank wollte sich dazu nicht äußern.

          EUR/USD

          -- -- (--)
          • 1T
          • 1W
          • 3M
          • 1J
          • 3J
          • 5J
          Zur Detailansicht

          Am Donnerstag berät der EZB-Rat über die Geldpolitik. Anleger gingen bislang davon aus, dass die Währungshüter dabei einen vorsichtigen Schritt in Richtung geldpolitischer Wende wagen, weil die Konjunktur langsam anzieht.

          Für die derzeit laufende Ratssitzung des im estnischen Tallinn rechnen Fachleute nicht mit konkreten geldpolitischen Maßnahmen. Vielmehr werde EZB-Präsident Mario Draghi versuchen, die Erwartungen an eine baldige und rasche Straffung zu dämpfen. Mit einer Verringerung der Anleihekäufe wird erst ab Anfang 2018 und mit einer ersten Zinsanhebung Ende 2018 gerechnet. Die Meldungen über eine niedrigere Inflationsprognose bestätigen diese Erwartungshaltung.

          EURO-BUND-FUTURE

          -- -- (--)
          • 3M
          • 1J
          • 3J
          • 5J
          Zur Detailansicht

          Auch die Kurse deutscher Staatsanleihen reagierten auf die Spekulationen. Der richtungweisende Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, steigt um 33 Basispunkte auf 162,82 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fällt um 20 Basispunkte auf 0,25 Prozent. Ihr Trend bleibt aber wie schon seit Monaten seitwärts gerichtet.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.