15.04.2010 · Glaubt man einer Studie des Joint Forces Command des amerikanischen Militärs, so wird Öl bald knapp. Die bisher ungenutzten Ölförderkapazitäten der Welt seien bis im Jahr 2012 voll ausgelastet und ab 2015 könne es zur Verknappung kommen.
Glaubt man einer Studie des Joint Forces Command des amerikanischen Militärs, wird Öl bald knapp. Die bisher ungenutzten Förderkapazitäten der Welt seien bis 2012 voll ausgelastet. Ab 2015 könne eine effektive Verknappung des Angebots sogar zu beachtlichen wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen führen.
Sie kommt zu einem Zeitpunkt auf den Markt, zu dem der Ölpreis nach seinem Einbruch während der Finanzkrise um rund 150 Prozent zugelegt hat und dem Analysten kurzfristig einen weiteren Anstieg von zuletzt 86 bis auf 100 Dollar zutrauen.
Öl ist in den vergangenen Monaten teuer geworden
Selbst unter konservativen Wachstumserwartungen müsse die globale Energieproduktion jährlich um durchschnittlich 1,3 Prozent gesteigert werden, heißt es in der Studie. Im Jahr 2030 werde die Nachfrage voraussichtlich 50 Prozent über dem heutigen Stand liegen. Um diese decken zu können, müsste selbst bei effizienterem Verbrauch die Energieproduktion alle sieben Jahre um eine Menge steigen, die heute derjenigen entspricht, die aus der Ölproduktion Saudi-Arabiens gewonnen wird.
Unter Nichtberücksichtigung der kapitalintensiven Erschließung alternativer Energiequellen werde die Welt auch im Jahr 2030 noch maßgeblich von der energetischen Verwertung von Öl und Kohle abhängen. Die Ölnachfrage könne von 86 auf 118 Millionen Fass täglich zunehmen. Die Energieversorgung werde in diesem Szenario immer noch zu 80 Prozent von fossilen Ressourcen abhängen, davon zu mehr als 60 Prozent von Öl und Kohle.
Verknappung wegen zu geringer Investitionen
Knapp seien bis auf weiteres nicht etwa die erschließbaren Vorkommen, sondern die dafür notwendigen Plattformen, Ingenieure und Raffineriekapazitäten. Selbst bei einem raschen, konzentrierten Vorgehen gegen diese Knappheiten werde es mindestens zehn Jahre dauern, bis die Produktion die erwartete Nachfrage werde befriedigen können.
Eine Prognose der wirtschaftlichen, politischen und strategischen Effekte einer möglichen Verknappung der Ölversorgung sei nicht einfach. Sicher werde sie aber die Wachstumsmöglichkeiten der Industrie- und Schwellenländer dämpfen. Ungelöste politische Konflikte könnten sich durch den Streit um Energie verstärken, fragile Staaten näher an den Abgrund geführt und Staaten wie Indien und China ökonomisch beeinträchtigt werden.
Das Joint Forces Command spielt eine tragende Rolle als Denkfabrik der amerikanischen Streitkräfte. Es nähert sich mit dieser Studie den Thesen des 1989 verstorbenen bekannten Geologen Marion King Hubbert, der schon vor Jahren die Überschreitung des Ölfördermaximums prognostizierte. Danach wäre der stetige Rückgang der Förderung nicht mehr aufzuhalten. Allerdings scheint man sich vor allem Gedanken darüber zu machen, wie man den eigenen Bedarf sichern kann. Das Militär ist einer der größten Verbraucher weltweit.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| Gold | 1.711,50 $ | −2,09 % |
| Silber | 33,55 $ | −0,74 % |
| Platin | 1.648,00 $ | −1,02 % |
| Palladium | 702,00 $ | −1,68 % |
| Rohöl Brent Crude | 117,61 $ | −0,91 % |
| Gas | 0,59 £ | −1,60 % |
| Kaffee | 2,17 $ | +0,72 % |
| Zucker | 0,25 $ | +0,90 % |
| Orangensaft | 1,86 $ | −0,98 % |
| AMEX GOLD BUGS | 601,37 | -- % |
| AMEX OIL | 1.151,96 | -- % |
| Rogers International | 24,14 | +0,50 % |
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.692,96 | −1,41% |
| FAZ-INDEX | 1.495,13 | −1,32% |
| TecDAX | 769,89 | −0,43% |
| MDAX | 10.249,10 | −1,04% |
| SDAX | 4.985,13 | −0,71% |
| REX | 421,06 | −0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.480,76 | −1,65% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 80,01 | −1,60% |
| Dow Jones | 12.801,20 | −0,69% |
| Nasdaq 100 | 2.547,32 | −0,65% |
| S&P500 | 1.342,64 | −0,69% |
| Nikkei225 | 8.947,17 | −0,61% |
| EUR/USD | 1,3195 | −0,67% |
| Rohöl Brent Crude | 117,61 $ | −0,91% |
| Gold | 1.711,50 $ | −2,09% |
| Bund Future | 138,62 € | +1,01% |