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Donnerstag, 09. Februar 2012
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Energie- & Rohstoffmärkte IEA senkt Prognosen für Ölnachfrage 2007 und 2008

13.11.2007 ·  Der Ölpreis stieg bis vor wenigen Tagen beinahe unbeirrbar. Inzwischen scheint eine Korrektur zu laufen. Sie lässt sich unter anderem mit einer zögerlichen Nachfrage aufgrund hoher Preise begründen.

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Zeichneten sich die Energie und Rohstoffmärkte in den vergangenen Monaten durch deutlich steigende Preise aus, so kommt es inzwischen an den verschiedenen Märkten zu Konsolidierungstendenzen. Auch beim Öl.

Immerhin hat sich der Dezember-Future auf ein Barrel texanisches Leichtöl an der New York Mercantile Exchange inzwischen wieder etwas vom Rekordniveau der vergangenen Tage von 98,62 Dollar entfernt: Mit einem Preis von 93,71 Dollar je Barrel liegt er am Dienstag rund fünf Prozent darunter. Der kurzfristige Trend deutet auf eine weitere Konsolidierung hin.

IEA senkt Prognosen für Ölnachfrage 2007 und 2008

Das dürfte kaum verwundern. Denn da kurz- und mittelfristig niemand den Preiszuwachs aus fundamentalen Gründen ableiten konnte, so deutete in diesem Zeithorizont vieles auf Spekulationen hin, die sich unter anderem aus entsprechenden Positionen an den Terminmärkten ableiten ließen. Einige mögen geopolitische Risiken zum Anlass genommen haben, um Positionen aufzubauen.

Andere dürften auf die sich etablierenden Trends aufgesprungen sein. Immerhin gibt es eine wachsenden „Industrie“ der so genannten Hedge-Fonds-Community, die sich systematisch genau darauf spezialisiert hat. Aus diesem Grund können einmal etablierte Trends weit länger laufen, als man das gemeinhin erwarten würde. Im Falle einer Trendwende kann es allerdings auch zu entsprechend deutlichen Gegenbewegungen kommen.

Auch das dürfte zumindest kurz- und mittelfristig nicht ausgeschlossen sein. Immerhin ist der Markt relativ intransparent. Das zeigt sich unter anderem daran, dass selbst die Internationale Energieagentur (IEA) ihre Prognosen für die globale Ölnachfrage im laufenden und kommenden Jahr leicht gesenkt und dies unter anderem mit dem hohen Preisniveau begründet hat, nachdem sie noch vor wenigen Wochen mit Knappheitsprognosen bei manchen Medien für eine gewisse Panik gesorgt hatte.

Wie die IEA in ihrem am Dienstag veröffentlichten Monatsbericht für November mitteilte, sieht sie die durchschnittliche tägliche Ölnachfrage im Jahr 2007 bei 85,7 Millionen Barrel und im Jahr 2008 bei 87,7 Millionen Barrel. Damit korrigierte die IEA ihre bisherigen Prognosen um 160.000 beziehungsweise 300.000 Barrel nach unten.

Hohe Preise bremsen die Nachfrage

Die Abwärtsrevision um 500.000 Barrel für das vierte Quartal begründete die IEA unter anderem mit den hohen Ölpreisen und einer verzögerten Aufstockung der Heizöllagerbestände in Europa. Zusammen mit der erwarteten Wachstumsabschwächung in den Vereinigten Staaten sorge dies für eine niedrigere Nachfrageprognose im kommenden Jahr.

Die IEA verwies darauf, dass die industriellen Lagerbestände von Öl- und Ölprodukten in den Mitgliedsländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im dritten Quartal entgegen dem Saisonmuster um 29,5 Millionen Barrel gesunken sind. Allerdings befänden sie sich damit auf dem Durchschnittsniveau der vergangenen fünf Jahre.

Die IEA erklärt den Anstieg des Preises der Sorte West Texas Intermediate (WTI) auf ein Rekordhoch von 98 Dollar Anfang November mit einer Kombination aus niedrigen Lagerbeständen, eingeschränkten Lieferungen und neuen geopolitischen Spannungen. Ein weiterer Anstieg sei durch Anzeichen für eine preisbedingt sinkende Nachfrage sowie höhere Förderleistungen in Saudi-Arabien, im Irak und Nigeria verhindert worden. Mittelfristig sieht die Agentur allerdings weiterhin ein gewisses Risiko für das Zusammentreffen von stetig wachsender Nachfrage aus den Schwellenländern bei gleichzeitig auftretenden Lieferengpässen.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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