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Montag, 13. Februar 2012
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Edelmetalle Goldpreis bricht gegen den Dollar aus

16.04.2007 ·  Nach einer Konsolidierungsphase scheint der Goldpreis im Rahmen der allgemeinen Dollarschwäche daraus nach oben ausgebrochen zu sein. Es gibt einige Gründe, die gegen den Dollar und für knappe Güter sprechen.

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Der amerikanische Dollar befindet sich schon seit Wochen beinahe gegen alle Währungen weltweit in der Defensive. Nach einer Zwischenerholung im Jahr 2005 hat er schon im vergangenen Jahr den Abwertungstrend gegen den Euro wieder aufgenommen.

Seit einem Zwischentief bei 1,1686 Dollar im November des Jahres 2005 zeigt der Kurstrend wieder nach oben und mit 1,3556 Dollar je Euro sind am Montag nicht nur 16 Prozent mehr Einheiten der amerikanischen Währung notwendig als Ende des Jahres 2005, um einen Euro zu erwerben, sondern die amerikanische Währung nähert sich mit Riesenschritten dem Allzeittief von1,3637 vom Dezember des Jahres 2004.

Schwacher Dollar läßt „Dollarpreise“ anziehen

Diese Entwicklung dürfte kaum verwundern. Denn erstens schwächelt die amerikanische Wirtschaft bedenklich und lässt die Vermutung aufkommen, die amerikanische Zentralbank könnte trotz der störrisch robusten Inflationsentwicklung im Lande zu Zinssenkungen gezwungen werden. Gleichzeitig nimmt die Produktivität der Unternehmen ab und ihre Investitionstätigkeit geht zumindest im amerikanischen Binnenmarkt dramatisch zurück. Aus diesem Grund scheint die Gewinnentwicklung der amerikanischen Unternehmen ihren Höhepunkt längst überschritten zu haben. Auf diese Weise verliert die amerikanische Währung nicht nur über die Zinsseite an Reiz, sondern auch über die Gewinnerwartung.

Gleichzeitig geraten auch die Defizite des Landes in den Blick, die sich einerseits an der zunehmenden Verschuldung der Konsumenten, dem Staatsdefizit und vor allem auch am Leistungsbilanzdefizit ablesen lassen. Vor allem das hohe Handelsbilanzdefizit macht deutlich, dass das Dollarangebot groß ist. Darauf weist der dramatische Anstieg der Dollarreserven in den Überschussländern ebenso hin, wie die rasant steigende Geldmenge der Vereinigten Staaten. Das Land selbst hat die Veröffentlichung der Wachstumsrate der Geldmenge aus unerfindlichen Gründen eingestellt. Kritische Statistiker zeigen jedoch, dass das amerikanische M3-Aggregat in den vergangenen Monaten deutlich gewachsen ist, dass die Inflationsrate auf Basis vergleichbarer Erhebungsverfahren der Vergangenheit höher und das Wachstum deutlich tiefer als ausgewiesen ist.

Auf Basis des weltweit aufgelaufenen Dollarreserven - man könnte auch von Dollarschwemme reden - und der strukturellen Problem des Landes dürfte kaum verwundern, dass sich der Dollar einerseits in der Defensive befindet und dass die Preise der in Dollar gehandelten Güter nach oben laufen. Das gilt insbesondere für Energie und Rohstoffe, aber auch für „inflationierbare Vermögenswerte“ wie Aktien und Anleihen. Nirgends zeigt sich die Dollarinflation deutlicher als an den tiefen Renditen der Rentenmärkte und den hohen Preisen bei verschiedenen Rohstoffen.

Steigende Nachfrage nach knappen Gütern aus Diversifikationsüberlegegungen

Da die Geldmengen nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern beinahe weltweit deutlich wachsen, dürfte mittel- und langfristig die Nachfrage nach wirklich knappen Gütern als Anlagealternative alleine schon aus Diversifikationsüberlegungen zunehmen. Dazu kommt eine vergleichsweise robuste Schmucknachfrage und der zumindest kurzfristig verhaltene Ausstoß von Goldminen. Auf dieser Basis dürfte der Goldpreis nicht nur gut fundiert sein, sondern sogar Spielraum nach oben bieten.

Anleger können auf diese Phantasie setzen, indem sie sich Gold physisch ins Depot legen oder indem sie auf Minenaktien oder verschiedene Fonds und Zertifikate setzen. Bei Fonds und Zertifikaten ist auf die Gebühren und vor allem auch auf die Konstruktion zu achten: Orientieren sie sich am Goldpreis selbst oder setzen sie auf Minenaktien? Immerhin legt sich der Anleger mit Minenwerten beachtliche operative Chancen, aber auch Risiken ins Depot. Hier dürften sich nur Fonds empfehlen, die in der Vergangenheit gut abgeschnitten haben. Wer dagegen direkt auf den Goldpreis selbst setzt, dürfte an indexähnlichen Konstruktionen nicht vorbei kommen. Denn sie sind in der Regel unter Kostenaspekten nicht zu schlagen.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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