16.11.2009 · Gold wird immer teurer. Der Preis läuft weiter nach oben. Am Montag erreicht der Preis an der Terminbörse mit 1133,20 Dollar je Feinunze nominal wieder einen neuen Rekord.
Der Goldpreis läuft weiter nach oben. Am Montag erreicht der Preis an der Terminbörse mit 1133,20 Dollar je Feinunze nominal wieder einen neuen Rekord. Nach einer Zwischenkonsolidierung Mitte der Jahres nahm die Dynamik nach oben danach wieder Fahrt auf und verstärkte sich in den vergangenen Wochen selbst immer mehr.
Anleger schützten sich mit dem Kauf von Gold und anderen Kontrakten auf physische Vermögenswerte gegen den Verfall des Dollars, der wiederum von der extrem lockeren Geldpolitik der amerikanischen Zentralbank und der zunehmenden Verschuldung Amerikas ausgelöst wird, heißt es. Tatsächlich befindet sich der Dollar am Montag sowohl gegen den Euro als auch gegen den Yen wieder in der Defensive, nachdem er sich zum Ende der vergangenen Woche hatte leicht erholen können.
Etablierter Trend bei Gold verstärkt sich selbst
Der einmal etablierte Trend bei Gold verstärkt sich selbst, da sich Anleger, Anlagestrategen und Medien das einmal etablierte Mantra immer wieder selbst eintrichtern. Dazu kommen jedoch auch Äußerungen von außen, die entsprechende Erwartungen zusätzlich schüren. So hatte Chinas Bankenregulierung dam Wochenende argumentiert, die andauernde Abwertung der amerikanischen Währung beeinflusse die Preisentwicklung der globalen Vermögenspreise in deutlicher Weise. Das lässt die Vermutung aufkommen, China werde einen zunehmenden Anteil der aufgrund der Devisenmarktinterventionen ständig steigenden Dollar-Währungsreserven in Rohstoffe oder Aktien investieren.
Zudem hatte die Asia Pacific Economic Cooperation Group (APEC), eine Internationale Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, im pazifischen Raum eine Freihandelszone einzurichten, erklärt, die geldpolitischen und fiskalischen Stimulationsprogramme beibehalten zu wollen. Das fördert den Risikoappetit, aber auch die Sorge vor einer inflationären Entwicklung - und sei es „nur“ auf Seiten der Vermögenspreise. Die APEC, ein breites Geflecht von Staaten, das von Australien, über China, Russland, Japan, Taiwan, Hongkong über die Vereinigten Staaten bis hin zu Kanada reicht, erklärte bei ihrem Treffen in den vergangenen Tagen, die Erholung der Wirtschaft sei noch nicht nachhaltig.
Währungsprobleme werden nicht angegangen
Währungsprobleme wurden dagegen nicht angesprochen. Dabei machen Experten die Bindung der chinesischen an die schwache amerikanische Währung mit dafür verantwortlich, dass auch andere Staaten in Asien geldpolitisch expansiv sind und gar am Währungsmarkt intervenieren, um über die Währung nicht an Wettbewerbsfähigkeit gegen China zu verlieren. Auf diese Weise schlägt die lockere Geldpolitik der Vereinigten Staaten einerseits direkt auf den asiatischen Wirtschaftsraum durch. Auf der anderen verstärkt sie die zunehmenden Ungleichgewichte im internationalen Handel.
Nicht umsonst hat das amerikanische Handelsbilanzdefizit zuletzt wieder zugenommen. Und nicht zuletzt werden die Devisenreserven Chinas immer größer. Genau sie tragen bei diversifizierender Anlagestrateige dazu bei, dass die Vermögenspreise teurer werden. Das gilt nicht nur Aktien und Gold, sondern auch für Öl, Palladium, Platin, Silber und nicht zuletzt auch Industriemetalle wie Kupfer, Zinn, Zink und Blei.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06 % |
| Silber | 28,24 $ | +0,57 % |
| Platin | 1.430,00 $ | +0,92 % |
| Palladium | 592,00 $ | +0,34 % |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14 % |
| Gas | 0,53 £ | −0,56 % |
| Kaffee | 1,68 $ | +1,27 % |
| Zucker | 0,20 $ | +0,36 % |
| Orangensaft | 1,09 $ | +0,32 % |
| AMEX GOLD BUGS | 601,37 | -- % |
| AMEX OIL | 1.151,96 | -- % |
| Rogers International | 24,14 | +0,50 % |