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Mittwoch, 15. Februar 2012
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Edelmetalle Gold in Dollar auf 28-Jahreshoch

15.10.2007 ·  Der Kauf von Gold, Silber und anderen Edelmetallen mag manchem Anleger nutzlos erscheinen, da diese weder Kupons noch Dividenden abwerfen. Auf der anderen Seite haben die Preise trotzdem Dynamik nach oben.

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Der Kauf von Gold, Silber und anderen Edelmetallen mag manchem Anleger nutzlos erscheinen, da diese weder Kupons noch Dividenden abwerfen. Auf der anderen Seite können sie dafür jedoch entschädigt werden, wenn der Preis entsprechend nach oben läuft.

Und genau das ist gegenwärtig beim Gold der Fall. Das gilt zumindest dann, wenn man den Goldpreis in Dollar betrachtet. Nach einem Preisanstieg um 180 Prozent auf knapp 715 Dollar je Feinunze Gold vom August des Jahres 1999 bis in den Dezember des Jahres 2005 ist der Kurs in den vergangenen Tagen aus der darauf zunächst folgenden Konsolidierungszone nach oben ausgebrochen und hat am Montag mit 759,2 Dollar den höchsten Stand seit 28 Jahren erreicht.

Platinpreis befindet auch auf Allzeithoch

Noch extremer ist die Entwicklung beim „weißen“ Edelmetall Platin. Denn mit einem Plus von 1,26 Prozent auf 1.423 Dollar je Feinunze setzt es nicht nur den Aufwärtstrend der vergangenen Jahre fort, sonder erreicht auch ein neues Allzeithoch. Auch die anderen Edelmetalle wie Silber und Palladium verbuchen am Montag steigende Preise. Charttechnisch jedoch ist der Silberpreis in Dollar bisher noch nicht nach oben ausgebrochen und hinkt etwas hinter dem Gold her.

Es scheint genug Gründe für steigende Preise bei Edelmetallen zu geben. Einmal dürfte sicherlich die anhaltende Schwäche des amerikanischen Dollars eine Rolle spielen. Sie führte schon in der Vergangenheit immer wieder dazu, dass Rohstoffe und Edelmetalle, die in der Währung gehandelt werden, sich verteuern. Das Argument gilt unter anderem auch für das Öl. Die Dollarschwäche leitet sich gegenwärtig aus der amerikanischen Zinspolitik einerseits und den Wechselkursregimes in Asien andererseits ab.

Da der Markt davon ausgeht, dass die amerikanische Zentralbank an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten wird, während die europäische Zentralbank sich weiterhin restriktiv gibt. Da viele asiatische Staaten ihre Währungen mehr oder weniger fest an den schwachen Dollar gekoppelt haben und mit den aus den Interventionen resultierenden Währungsreserven auf Einkaufstour gehen, erfahren Eurokurs und die Preise von Rohstoffen und verschiedensten Wertpapieren und Vermögenswerten inflationäre Effekte.

Da die Vermutung besteht, dass sich steigende Energie- und Rohstoffpreise auch in den Konsumentenpreisen bemerkbar machen werden, nimmt die Suche nach Anlagemöglichkeiten zum Inflationsschutz zu. Edelmetalle gelten gemeinhin als solche, auch wenn sich die Korrelation zwischen Inflationsraten und der Preisentwicklung bei Edelmetallen statistisch nur bedingt herstellen lässt. Sicher ist nur, dass die Importpreise in den Vereinigten Staaten aus Europa, Südamerika und auch aus Asien in den vergangenen Monaten deutlich angezogen haben.

Inflations- und geopolitische Sorgen führen zum Auftrieb

Kurzfristig dürften jedoch auch geopolitische Überlegungen eine Rolle spielen können. Immerhin verdichten sich wieder einmal die Anzeichen dafür, dass es zu einem militärischen Vorgehen gegen den Iran kommen könnte. In diesem Fall würde der Ölpreis noch viel weiter als bisher nach oben laufen können. Und auch von dieser Entwicklung würden entsprechende Preisimpulse ausgehen.

Auf der anderen Seite zeigt ein Blick auf die Lage am Gold-Terminmarkt, dass sie sehr stark spekulativ geprägt ist. Aus diesem Grund dürften kurz- und mittelfristige Konsolidierungsansätze bei dieser Konstellation kaum überraschen. Grundsätzlich bietet die Geldanlage in Gold Anlegern, die in Euro rechnen, deutlich weniger Reize als Dollar-Anlegern.

Wer stattdessen zum Kauf von Goldminenaktien neigen sollte, steht vor einer noch schwierigeren Wahl. Denn interessant sind nur Unternehmen, die mit einiger Wahrscheinlichkeit wertvolle Bodenschätze entdecken können oder über sie verfügen. Das erste kann der Laie kaum beurteilen.

Zudem stellt sich die Frage, wie sich die Kosten einer Mine entwickeln. Denn steigen sie zum Beispiel wegen hoher Energiepreise rascher als die Erlöse, so wird das den Aktienkurs kaum beflügeln. Aus diesem Grund sehen die Charts mancher Minenunternehmen - zum Beispiel der von Newmont Mining - zumindest gegenwärtig nicht sonderlich eindrucksvoll aus.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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