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Edelmetalle Deutsche horten 8000 Tonnen Gold

Gold ist bei Anlegern sehr begehrt. Der Wert des Goldvermögens der Deutschen beträgt 393 Milliarden Euro. Die Hälfte der Anleger hortet das Metall zuhause.

© Zimmermann, Julia Vergrößern Goldbarren

Das Edelmetall Gold ist bei Anlegern hierzulande als langfristige Kapitalanlage und Absicherung gegen Krisen begehrt. Der Goldbesitz deutscher Privatpersonen beträgt 393 Milliarden Euro. Die Zahl bezieht sich auf Gold in Form von physischen Anlagen, goldbezogene Wertpapiere sowie Schmuck und entspricht fast 8000 Tonnen Gold - also knapp 5 Prozent der weltweit geförderten Goldmenge.

Dies ist das Ergebnis einer Umfrage, die die Steinbeis-Hochschule in Berlin in Zusammenarbeit mit dem Edelmetallanbieter Heraeus durchgeführt hat. Im Jahr 2009 betrug der Wert der Goldbestände 279 Milliarden Euro, der Anstieg erklärt sich auch mit den gestiegenen Goldpreisen. Gold verteuert sich bereits das zwölfte Jahr in Folge und hat seit Anfang des Jahres um knapp 10 Prozent zugelegt. Als ein wichtiges Argument gilt vielen Käufern die lockere Geldpolitik der Notenbanken und die damit verbundene Furcht vor Geldentwertung.

Mehr Gold als Aktien

„Nahezu jeder Dritte, der Gold als langfristiges Investitionsobjekt erachtet, sieht den Krisenschutz als Hauptargument für den Kauf von Gold“, heißt es in dem Bericht. Für die repräsentative Studie wurden 2000 Bürger im vergangenen Sommer befragt.

Ein weiteres Ergebnisse ist, dass die Deutschen über mehr Kapital in Gold verfügen als in anderen Anlageformen wie Aktien und Anleihen: Durchschnittlich machten Aktien 2,1 Prozent und Anleihen 2,5 Prozent des Gesamtvermögens der privaten Haushalte aus. Gold habe hingegen einen Anteil in Höhe von 3,9 Prozent.

Infografik Gesamtvermögen der Deutschen 111212 © FAZ.NET Bilderstrecke 

Mit Blick auf Barren und Münzen zeigt sich der Studie zufolge eine Vorliebe für Barren: Knapp über die Hälfte der Befragten kauften Barren. Goldmünzen halten hingegen nur ein Drittel der Befragten für geeignet. 15 Prozent entschieden sich für goldbasierte Wertpapiere an der Börse. Die Hälfte der Befragten bewahrt das Edelmetall zu Hause auf. Die anderen 50 Prozent der Studienteilnehmer nutzt hingegen ein Schließfach.

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Quelle: F.A.Z.

 
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