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Edelmetall als Referenzpunkt Der Dollar verliert an „Reservestatus“

 ·  Der Dollar hat in den vergangenen Monaten gegen einige Währungen aufgewertet. Gegen den Yen und Rohstoffwährungen dagegen wertete er deutlich ab. Ihr Anteil an den Weltwährungsreserven nimmt im Trend deutlich und dynamisch zu.

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Angesichts der verheerenden geld- und fiskalpolitischen Reaktion der amerikanischern Regierung und der Zentralbank auf die Wirtschafts- und Finanzkrise wird der Wert der amerikanischen Währung von kritischen Anlegern in Frage gestellt.

Die Tatsache, dass sich das Land über alle Maßen verschulde, die Geldmengen hoch und die Zinsen tief halte, und dass die Zentralbank Zinspapiere zweifelhafter Qualität in großem Stile aufkaufe, lasse zusammen mit dem notorischen Leistungsbilanzdefizit des Landes Abwertungserwartungen aufkommen, erklären sie.

Dollar wertete in den vergangenen Monaten gegen einige Währungen auf...

Dieser Erwartung steht die Beobachtung gegenüber, dass in den vergangenen eineinhalb Jahren mehr Währungen gegen den Dollar ab- als aufgewertet haben. So hat der Euro in dieser Zeit knapp 15 Prozent seines Wertes gegen den Dollar verloren, während Währungen wie der Yen, der Schweizer Franken, der chilenische Peso, der australische, der Singapur- und der Neuseeland-Dollar um bis zu 32 Prozent gegen die amerikanische Währung aufwerteten.

Allerdings lassen sich solche Kursentwicklungen auf Sonderfaktoren zurückführen. So war der Euro vor der Abwertungsphase deutlich überbewertet, während bei Yen und Dollar der Abbau von Yen-Carrytrades als auch andere Kapitalströme Bewertungsgesichtspunkte vorübergehend in der Hintergrund drängen mögen. Zyklisch hängt die Entwicklung des Wechselkurses der amerikanischen Währung stark vom Risikoappetit amerikanischer Anleger und deren Drang zu Auslandsanlagen ab.

Grundsätzlich jedoch verliert der Dollar an Status. Denn erstens ist die Gewichtung des Dollars in den Sonderziehungsrechten des Internationalen Währungsfonds von 44 Prozent vor fünf Jahren auf nun 41,9 Prozent reduziert worden. Dagegen stieg das Gewicht des Euro von 34 auf 37,4 Prozent und das des Pfunds von elf auf 11,3 Prozent, während die Gewichtung des Yen von elf auf 9,4 Prozent abnahm.

Die Analyse der Allokation der internationalen Währungsreserven zeigt zudem, dass der Dollaranteil Ende des dritten Quartals des vergangenen Jahres 2010 bei 61,3 Prozent lag. Das war der geringste Anteil, der jemals erreicht wurde. Der Anteil des Euro nahm leicht zu, während andere Währungen - exklusive Dollar, Euro, Yen, Pfund und Franken - in den Währungskörben der Devisenreservemanager deutlich mehr Raum einnahmen. Sie erreichten zusammen einen Anteil an der Gesamtheit von vier Prozent und wogen damit so „schwer“ wie das britische Pfund alleine.

... gegen den Yen und Rohstoffwährungen dagegen deutlich ab

Nach Vermutungen der Devisenanalysten der UBS dürften Währungen wie der australische und der kanadische Dollar einen wesentlichen Teil dieses größer werdenden Währungsblocks ausmachen. Sie weisen darauf hin, dass sich die Diversifikationsdynamik in den vergangenen Monaten beschleunigt habe. Sie sei unter anderem auf die Zinsphantasie und auf die Zinsvorteile zurückzuführen, die die australische Währung biete. Grundsätzlich sei eine Neuausrichtung der Währungsreserven auf Währungen der rohstoffreichen Staaten zu beobachten, erklären sie.

Trotz aller Wirren um die europäische Schuldenkrise laufe der Euro dem Dollar langsam aber sicher den Rang als Reservewährung ab. Allerdings gehe dieser Prozess nur schleichend und langfristig von statten. So kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Dollar im Rahmen der zweifelhaften, aber trotzdem gerade aufkommenden Wachstumseuphorie in Bezug auf die Vereinigten Staaten zyklisch aufwertet, bevor die langfristigen Trends wieder durchschlagen.

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03.01.2011, 15:32 Uhr

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