06.11.2007 · Der Dollar scheint auf dem Weg nach unten keine Grenzen zu kennen. Mit 1,3424 Mark je Dollar oder umgerechnet 1,4570 Dollar je Euro waren noch nie so wenige Einheiten europäischer Währungen nötig, um einen Greenback zu erwerben.
Der Dollar scheint auf dem Weg nach unten gegenwärtig keine Grenzen zu kennen. Mit 1,3424 Mark je Dollar oder umgerechnet 1,4570 Dollar je Euro waren noch nie so wenige Einheiten europäischer Währungen nötig, um einen amerikanischen Dollar zu erwerben.
Der Abwertungstrend der amerikanischen Währung hält an, obwohl die europäische Einheitswährung gemessen an theoretischen Bewertungsmodellen selbst gegen sie inzwischen deutlich überbewertet ist.
Euro - überbewertet gegen den Dollar und vor allem gegenüber den asiatischen Währungen
Von der Überbewertung gegenüber asiatischen Währungen wie dem japanischen Yen oder auch dem chinesischen Yuan erst gar nicht zu reden. Denn gerade sie dürfte in Verbindung mit der relativen Bindung des chinesischen Wechselkurses an den Dollar und die künstliche Verbilligung der japanischen Währung durch extrem tiefe Zinsen mit dafür verantwortlich sein, dass der Euro immer weiter nach oben läuft. Denn welche Alternative haben die Marktteilnehmer sonst schon noch zum Dollar, wenn sie die Liquidität berücksichtigen? Solche Trends können entgegen jeder Logik länger und weiter laufen, als vielfach gedacht.
So dürfte es kaum verwundern, dass bei kritischen Nachrichten von den amerikanischen Finanzmärkten der Euro immer wieder gefragt ist. Gegenwärtig scheint die amerikanische Kreditkrise - sie dürfte angesichts der Exzesse, die die verschiedenen Finanzunternehmen in diesem Bereich auf sich genommen haben, ohne sie zumindest bisher in vollem Ausmaß in ihren Bilanzen zu zeigen, noch lange nicht ausgestanden sein - immer wieder für einen gewissen Druck auf die amerikanische Währung auszuüben.
Auf der anderen Seite dürfte die schwache amerikanische Währung langsam aber sicher dafür sorgen, dass das Handels- und Leistungsbilanzdefizit langsam zurückgeht. Immerhin macht sie Importe immer teurer und Exporte immer günstiger. Diese Konstellation führte in der Vergangenheit immer wieder zu einer gewissen zyklischen Erholung der amerikanischen Währung. Sollten sich die Folgen der amerikanischen Wachstumsschwäche in den Schwellenländern bremsend bemerkbar machen und zu entsprechenden Korrekturen an den zum Teil stark überhitzten Finanzmärkten führen, dürften Repatriierungsströme in die Vereinigten Staaten kaum überraschen und den Dollar beflügeln. Immerhin haben die amerikanischen Anleger ihre Gelder in den vergangenen Jahren verstärkt im Ausland investiert und auf diese Weise gute Gewinne erzielt.
Gegenbewegung nur einer Frage der Zeit
Noch ist es nicht so weit. Es dürfte jedoch nur eine Frage der Zeit sein, bis es zu einer deutlichen Gegenbewegung kommen wird. Immerhin kommt es inzwischen immer wieder zu zumindest rhetorischen Interventionen. So hält der Vorsitzende der Euro-Gruppe, Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker, wieder einmal ein Ende des Euro-Höhenflugs für absehbar. „Nun kann der Euro nicht unendlich noch stärker werden als er es bislang ist“, sagte Juncker am Dienstag in Berlin. Mit Alan Greenspan meldete sich der ehemalige Chef der amerikanischen Zentralbank in Tokio zu Wort und erklärte, die Dollar-Abwertung zum Euro sei beendet. Das Defizit in der amerikanischen Leistungsbilanz sei mittlerweile eingepreist.
Auf der anderen Seite dürfte der Dollar jedoch gegenüber den Währungen ostasiatischer Länder langfristig nachgeben. Die Wirtschaftskraft steige dort schneller als in den Vereinigten Staaten und der Lebensstandard verbessere sich. Dazu müssten sich die asiatischen Staaten allerdings in der Währungsfrage - viele Wechselkurse und Kapitalkonten sind nicht fre - bewegen. Früher oder später werden sie dazu bereit sein. Nicht unbedingt aufgrund des zunehmenden Drucks von außen, sondern um die inflationären Probleme in den Binnenmärkten in den Griff zu bekommen. Diese zeigen sich nicht nur in steigenden Inflationsraten, sondern in Form von Preis- und Kursblasen an Börsen und Immobilienmärkten.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06 % |
| Silber | 28,24 $ | +0,57 % |
| Platin | 1.430,00 $ | +0,92 % |
| Palladium | 592,00 $ | +0,34 % |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14 % |
| Gas | 0,53 £ | −0,56 % |
| Kaffee | 1,68 $ | +1,27 % |
| Zucker | 0,20 $ | +0,36 % |
| Orangensaft | 1,09 $ | +0,32 % |
| AMEX GOLD BUGS | 601,37 | -- % |
| AMEX OIL | 1.151,96 | -- % |
| Rogers International | 24,14 | +0,50 % |