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Digitale Währung : Bitcoin erstmals teurer als Gold

Bitcoin oder Gold? Beide Währungen gelten als Alternative zum Papiergeld. Bild: Reuters

Gold und Bitcoins gelten als Alternativen zum Papiergeld. Doch nun hat die digitale Währung erstmals das Edelmetall an Wert überholt. Bricht damit eine neue Wende an?

          Es ist ein historischer Moment: Erstmals kostet die digitale Währung Bitcoin mehr als 1242 Dollar – den alten Rekordwert aus dem November 2013. Noch bemerkenswerter ist etwas anderes: Dank eines kleinen Preisrutsches von Gold ist die digitale Währung auch erstmals mehr wert als das Edelmetall: Konkret kostete am Freitagnachmittag eine Feinunze (etwa 31 Gramm) Gold rund 1227 Dollar, während ein Bitcoin bei 1283 Dollar notierte.

          Franz Nestler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Sowohl Gold als auch Bitcoin gelten als Alternativen zum herkömmlichen Papiergeld. Beide können nicht beliebig vermehrt werden: Im einen Fall sorgt eine digitale Beschränkung dafür, bei Gold liegt eben nur eine beschränkte Menge in der Erde und muss erst gefördert werden. Hier hören die Gemeinsamkeiten aber auf: Während man beim Gold schon von einer gewissen Preisbeständigkeit sprechen kann – auch wenn es immer wieder Ausreißer nach unten gab –, sollte die Kursentwicklung eines Bitcoins eher mit einer Achterbahnfahrt verglichen werden. Kurseinbrüche von mehr als 50 Prozent und ebenso rasche Steigerungen sind vorgekommen. Wie kann es also sein, dass etwas, was nur aus Bits und Bytes besteht, erstmals mehr wert ist als Gold, was für Jahrhunderte das Maß aller Dinge war?

          Zum einen liegt es an der Schwäche von Gold. Die wichtigste Ursache ist aber wohl, dass zumindest einer von drei Bitcoin-Fonds von der amerikanischen Börsenaufsicht SEC genehmigt werden könnte. Bei dem Fonds der Winklevoss-Brüder soll die Entscheidung bis zum 11. März fallen, die Entscheidungsfrist des SolidX-Bitcoin-Fonds endet am 30. März. Der dritte wird quasi schon halb-offiziell gehandelt. Sollten diese genehmigt werden, könnten große Mengen an Geld in Bitcoins fließen.

          Bitcoin-Fans hoffen auf neue Fonds

          Eben solche Fonds, ETF genannt, waren damals auch einer der wesentlichen Gründe für den Anstieg des Goldpreises. In sie floss teilweise ein Fünftel der Goldförderung der Welt, Ähnliches erhoffen Bitcoin-Fans von den neuen Fonds.

          Das ist aber noch längst nicht ausgemacht, es ist durchaus möglich, dass die SEC ablehnt. Der Winklevoss-Fonds hängt schon seit Jahren in der Warteschleife, und eine Entscheidung wurde ob der Komplexität des Themas mehrmals vertagt. Bei Ablehnung wäre wieder eine Achterbahnfahrt des Preises möglich.

          Umstritten ist aber noch die Frage, ob eine Feinunze Gold tatsächlich mit einem Bitcoin gleichzusetzen ist – oder doch eher mit einem Kilogramm oder einer Tonne, was vielleicht angemessener wäre.

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