19.03.2010 · Der Schweizer Franken befindet sich gegen den Euro auf Rekordniveau. Noch nie waren so wenige Einheiten der Schweizer Währung notwendig gewesen, um einen Euro kaufen zu können. Das Kurstief der vergangenen Stunden lag im professionellen Handel bei 1,4319 Franken je Euro.
Der Schweizer Franken befindet sich gegen den Euro auf Rekordniveau. Noch nie waren so wenige Einheiten der Schweizer Währung notwendig gewesen, um einen Euro kaufen zu können. Das Kurstief der vergangenen Stunden lag im professionellen Handel bei 1,4319 Franken je Euro.
Der Kurs der Währung wird beflügelt von Spekulationen, die Schweizerische Nationalbank werde einen Anstieg der Landeswährung zulassen.
Schweizer Nationalbank scheint vorerst nichts mehr gegen die Aufwertung zu haben
SNB-Direktoriumsmitglied Jean-Pierre Danthine hatte zuletzt gesagt, die Notenbank werde die Leitzinsen nicht für einen längeren Zeitraum bei Null belassen. Käufe ausländischer Währungen, die im Rahmen von Interventionen notwendig wären, könnten nicht unbegrenzt fortgesetzt werden, erklärte er weiter.
Die rasche und deutliche Aufwertung des Frankens ist nach Ansicht von Marktteilnehmern und Analysten auf den Versuch des Marktes zurückzuführen, die neue Schmerzgrenze der Schweizer Währungshüter herauszufinden. Nachdem der Franken im Rahmen der Wirtschafts- und Finanzkrise deutlich aufgewertet hatte, intervenierte die Schweizer Nationalbank zunächst immer wieder dagegen. Im vergangenen Jahr hielt sie den Wechselkurs mit strategischen Käufen über der Marke von 1,5 Franken je Euro.
Auf diese Weise wollte sie eine zu starke Aufwertung verhindern, die wiederum die Wettbewerbsfähigkeit der Exportindustrie des Landes beeinträchtigen würde. In den vergangenen Wochen hat sich das Bild allerdings verändert. Nachdem diese Industrie von den Konjunkturstützungsmaßnahmen weltweit zu profitieren und sich vergleichsweise robust zu entwickeln scheint, hat die Schweizer Zentralbank ihre „interventionistische Haltung“ etwas abgeschwächt. Dazu kommen Beobachtungen, nach welchen der Geldmultiplikator in der Schweiz funktioniert. Die Kreditnachfrage und -vergabe hat angezogen.
Das nutzt der Markt zum Test der neuen Grenzen
Das verleitete die Märkte zusammen mit den traditionellen Überschüssen im Außenhandel der Schweiz und zusammen mit der latenten Tendenz, Souveränitätsrisiken zu reduzieren, zum Kauf von Franken. Die Marktteilnehmer spielen die relative Stärke der Währung und wollen im Rahmen zudem aufgekommener Zinserhöhungserwartungen sehen, wo die Schmerzgrenze der Schweizer Nationalbank nun liegt. Manche Strategen haben schon Kursziele von bis zu 1,39 Franken je Euro ausgerufen.
Die Schweizer Zentralbank mag die starke Währung zumindest kurzfristig tolerieren. Immerhin wirkt sie der expansiven Geldpolitik entgegen und bremst die Wirtschaftsentwicklung über die Export- und inflationäre Risiken über die Importschiene. Möglicherweise rechnet die Zentralbank sogar damit, einen starke Währung werde ihr einen Teil ihrer „Zinserhöhungsarbeit“ abnehmen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| Gold | 1.723,00 $ | +0,58 % |
| Silber | 33,48 $ | +0,90 % |
| Platin | 1.637,00 $ | +1,55 % |
| Palladium | 695,00 $ | +2,36 % |
| Rohöl Brent Crude | 119,95 $ | −0,08 % |
| Gas | 0,57 £ | −1,39 % |
| Kaffee | 2,00 $ | +0,03 % |
| Zucker | 0,25 $ | +0,53 % |
| Orangensaft | 1,88 $ | +1,79 % |
| AMEX GOLD BUGS | 601,37 | -- % |
| AMEX OIL | 1.151,96 | -- % |
| Rogers International | 24,14 | +0,50 % |
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.848,03 | +1,42% |
| FAZ-INDEX | 1.526,72 | +1,43% |
| TecDAX | 778,36 | +0,73% |
| MDAX | 10.441,40 | +1,41% |
| SDAX | 5.048,27 | +1,17% |
| REX | 422,26 | −0,26% |
| Eurostoxx 50 | 2.520,31 | +1,24% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 81,56 | +1,37% |
| Dow Jones | 12.949,90 | +0,35% |
| Nasdaq 100 | 2.584,24 | −0,31% |
| S&P500 | 1.361,23 | +0,23% |
| Nikkei225 | 9.384,17 | +1,58% |
| EUR/USD | 1,3138 | +0,07% |
| Rohöl Brent Crude | 119,95 $ | −0,08% |
| Gold | 1.723,00 $ | +0,58% |
| Bund Future | 138,50 € | −0,16% |