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Devisenmarkt Schwedische Krone hat wieder Rückenwind

27.04.2007 ·  Die schwedische Krone konnte in den vergangenen Wochen nach einer Zwischenkorrektur wieder Kursgewinne verbuchen. Die jüngsten konjunkturellen Daten sprechen für eine weitere Zinserhöhung.

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Der Devisenmarkt ist kurzfristig sehr wetterwendisch. Dabei richtet sich der Blick neben den absoluten Zinsdifferenzen sowohl auf die Wachstums- als auch die Zinserwartungen in den jeweiligen Ländern. Und diese können kurzfristig von volatilen Konjunkturdaten und Äußerungen von Zentralbankern beeinflusst werden und zu entsprechenden Kursbewegungen führen.

Das zeigte sich in den vergangenen Wochen und Monaten auch am Beispiel der schwedischen Krone. War sie nach der Andeutung einer Zinspause von Seiten der schwedischen Riksbank im Februar, verstärkt durch die allgemeine Korrekturbewegungen von Ende Februar bis Mitte März, durch den mittelfristigen Aufwertungstrend gegen den Euro gefallen, so geht es im Rahmen des rasch wieder aufgekommenen Risikoappetits in den vergangenen Tagen wieder deutlich gestiegen.

Krone wertet wieder deutlich auf

Alleine seit Beginn des Monats ist der Kurs der Währung von 9,3702 auf zuletzt 9,1433 Kronen je Euro gefallen. Das entspricht einem Minus von 2,4 Prozent oder einer entsprechenden Aufwertung der schwedischen Währung. Gegen den Dollar ist die Kursbewegung noch ausgeprägter ausgefallen. Mit 6,7177 Kronen je Dollar hat sie den stärksten Stand seit Januar des Jahres erreicht. Beide Trends deuten zumindest kurzfristig eine weitere Aufwertung an.

Hintergrund sind die einlaufenden Daten. So hat in Schweden sowohl die Stimmung unter den Konsumenten als auch jene unter den Unternehmen den höchsten Stand seit Ende des Jahres 2000 erreicht. Die Einzelhandelsumsätze legte im März 1,4 Prozent oder 9,5 Prozent auf Jahresbasis zu und die Produzentenpreise stiegen um ein Prozent im Monatsvergleich oder um 5,2 Prozent auf Jahresbasis. Alleine seit Jahresbeginn sind die Produzentenpreise um 2,6 Prozent gestiegen.

Daten sprechen für weitere Zinserhöhung

Zusammen genommen dürfte die anhaltende Binnennachfrage, die Exportnachfrage in Verbindung mit relativ tiefen Zinsen und einer starken Expansion der Geld- und Kreditmenge und einem zunehmend enger werdenden Arbeitsmarkt zu inflationären Impulsen führen. Auf dieser Basis könnte sich die Zentralbank gezwungen sehen, den Leitzins wenn nicht beim nächsten Treffen am dritten Mai, so doch spätestens im Juni um weiterer 25 Basis- oder 0,25 Prozentpunkte auf dann 3,5 Prozent anzuheben. Damit hätte der Leitzins fast europäisches Niveau erreicht, sofern die Europäische Zentralbank nicht schon einen weiteren Zinsschritt machen sollte.

Möglicherweise gehen die Zentralbanken wieder dazu über, die Märkte zumindest in einem kleineren Rahmen zu überraschen. Immerhin ließ die norwegische Zentralbank den Leitzins am Mittwoch unverändert bei vier Prozent, obwohl auch dort vieles für weitere Zinserhöhungen spricht. Immerhin ist in Norwegen die Arbeitslosenrate im April auf zwei Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit 19 Jahren gefallen. Sehr wahrscheinlich wollte die Zentralbank überzogene Erwartungen am Devisenmarkt dämpfen.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

Quelle: @cri
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