26.10.2006 · Mit Kursgewinnen gegen den Dollar reagiert die schwedische Krone auf die fünfte Leitzinserhöhung im laufenden Jahr auf nun 2,75 Prozent und die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen. Gegen den Euro läuft sie seitwärts.
Mit Kursgewinnen reagiert die schwedische Krone am Donnerstag zumindest gegen den Dollar auf die fünfte Leitzinserhöhung im laufenden Jahr auf nun 2,75 Prozent und auf die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen.
Nach 7,3230 Kronen am Mittwoch kostet ein Dollar im professionellen Handel nur noch 7,2880 Kronen am Donnerstag. Der Tagestrend deutet auf die Fortsetzung der Aufwertungsbewegung hin, die die Währung nach einem Kurshoch bei 742,06 Kronen vor zwei Wochen eingeleitet hat.
Kurzfristig im Aufwertungstrend gegen den Dollar
Gegen den Euro dagegen tendiert die Währung am Donnerstag etwas leichter. Vieles deutet hier auf die Fortsetzung der seit Juni anhaltenden volatilen Seitwärtsbewegung hin. Immerhin zeigt sich auch der Euro am Donnerstag gegen den Dollar robust, nachdem die amerikanische Zentralbank hat durchblicken lassen, den Leitzins vorerst unverändert bei 5,25 Prozent zu belassen. Auf der anderen Seite scheint das Wachstum in Europa stärker auszufallen und robuster zu sein als vielfach vermutet. Das läßt zusammen mit den Blick auf eine hartnäckige Preisentwicklung vermuten, der Leitzins in Europa könnte weiter angehoben werden und auf diese Weise die Renditedifferenz zwischen Europa und den Vereinigten Staaten vermindern.
Diese Vermutung wird in Schweden sogar bestätigt. Die Erwartung, der Leitzins werde weiter angehoben werden, sei vernünftig, teilte die Zentralbank mit. Gleichzeitig hob sie die Wachstumserwartungen auf 4,3 Prozent im laufenden und auf 3,1 Prozent im kommenden Jahr an, da der Konsum im Lande durch die Senkung der Einkommenssteuer stimuliert werde. Daneben entwickelt sich der Arbeitsmarkt im Land positiv und die neue Regierung plant ein expansives Budget.
Weitere Zinserhöhungen in Schweden absehbar
Die Inflationsrate werden im laufenden Jahr unter der Zielmarke von zwei Prozent bleiben und im kommenden Jahr leicht darüber liegen, teilte sie ihre weiteren Erwartungen mit, bezog aber in diese Prognose weiter steigende Leitzinsen mit ein. Experten erwarten zumindest zwei weitere Zinserhöhungen im Dezember und im Februar. Die Preisentwicklung in Schweden war in den vergangenen moderat verlaufen, weil die Importe aus Ländern mit günstigen Produktionsbedingungen zunahmen und die Unternehmen des Landes gleichzeitig ihre Produktivität durch die vermehrte Auslagerung ihrer Aktivitäten steigerten.
Allerdings werde das Produktivitätswachstum in den kommenden Jahren abnehmen, vermutet die Zentralbank. Das dürfte auch der Punkt sein, an dem sich die bisher für die Börsen und Rentenmärkte sehr vorteilhaften Rahmenbedingen eintrüben könnten. Bis dahin dürfte jedoch noch viel Wasser den Rhein herunterfließen.
Fakt ist, daß sich in den kommenden Monaten die Zinsschere zwischen Schweden und den Vereinigten Staaten sehr wahrscheinlich zumindest ein Stück weit schließen wird. Auf dieser Basis dürfte die schwedische Krone gegen den Dollar zumindest in einem anhaltend freundlichen Umfeld Rückenwind erhalten. Dagegen deutet gegen den Euro einiges auf eine Seitwärtsbewegung hin.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06 % |
| Silber | 28,24 $ | +0,57 % |
| Platin | 1.430,00 $ | +0,92 % |
| Palladium | 592,00 $ | +0,34 % |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14 % |
| Gas | 0,53 £ | −0,56 % |
| Kaffee | 1,68 $ | +1,27 % |
| Zucker | 0,20 $ | +0,36 % |
| Orangensaft | 1,09 $ | +0,32 % |
| AMEX GOLD BUGS | 601,37 | -- % |
| AMEX OIL | 1.151,96 | -- % |
| Rogers International | 24,14 | +0,50 % |