19.02.2007 · Die schwedische Krone konnte in den vergangenen Monaten Kursgewinne verbuchen. Im Hintergrund stehen Zinserhöhungen und die Reform des „skandinavischen Modells“. Nun wird der Kursverlauf durch reduzierte Zinserwartungen gedämpft.
Zählte die schwedische Krone nach einem Schwächeanfall im Jahr 2005 im vergangenen Jahr zu den besten „Performern“ im vergangenen Jahr, so hat sie inzwischen zumindest gegen den Euro den Aufwertungstrend, der von 9,63 auf bis zu 8,96 Kronen je Euro geführt hatte, wieder durchbrochen.
Seit Dezember ist der Kurs von 8,9636 auf zuletzt 9,2555 Kronen gestiegen. Da auf diese Weise mehr Kronen notwendig wurden, um einen Einheit der europäischen Einheitswährung zu erwerben, ist der Wert der Krone damit gefallen. Am vergangenen Donnerstag hat sie im Tagesverlauf mehr als ein Prozent verloren.
Schwedische Zentralbank kündigt Zinspause an...
Hintergrund dieser Entwicklung sind veränderte Zinserwartungen, nachdem die schwedische Zentralbank verlautbart hatte, sie werde den Leitzins in den kommenden sechs Monaten aufgrund einer moderaten Preisentwicklung nur ein einziges weiteres Mal um weitere 25 Basispunkte erhöhen. Zuvor war der Markt von weiteren Zinserhöhungen ausgegangen, nachdem die Zentralbank den Reposatz im vergangenen Jahr und mit dem jüngsten Zinsschritt am 14. Februar - mit Wirkung vom 21. Februar - in sieben Schritten schon von 1,5 auf zuletzt 3,25 Prozent erhöht hatte.
Diese Zinserhöhungen und die folgende Zinspause sollten dazu führen, dass sich die Preisentwicklung in den kommenden Jahren dem Zielkorridor nähere, während sich die Realwirtschaft gleichzeitig ausgeglichen entwickle, formulierte die Zentralbank ihre Erwartung. Die schwedischen Preise entwickelten sich bisher vergleichsweise moderat, da sich Produktivitätsfortschritte und günstige Importe aus Ländern wie China positiv bemerkbar machten.
... im Gegensatz zur norwegischen Notenbank
Ganz anders sieht es dagegen in Norwegen aus. Denn dort boomt nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Kapazitäten sind stark ausgelastet und führen zusammen mit einem blühenden Immobilienmarkt zu einem gewissen Preisdruck. Aus diesem Grund hat die Zentralbank des Landes angekündigt, den Leitzins von bisher 3,75 Prozent auf ein „neutraleres Niveau“ von etwas mehr als fünf Prozent anheben zu wollen.
Während Norwegen in erster Linie vom Rohstoff- und Energieboom profitiert, machte sich in Schweden der Regierungswechsel und vor allem auch ein wirtschafts- und damit kapitalmarktsfreundlicher Kurs bemerkbar. Trotzdem rechnet die Zentralbank in den kommenden Monaten mit einer leicht nachlassenden Konjunktur.
Insgesamt unterscheiden sich nach den jüngsten Informationen die Zinserwartungen in den beiden Ländern. Während sie mit Blick auf Schweden in jüngster Zeit deutlich gedämpft wurden, bleiben sie in Norwegen bestehen. Auf diese Weise dürfte es kaum verwundern, dass sich die norwegische Krone in den vergangenen Wochen gegen das schwedische Pendant robust entwickelt hat.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06 % |
| Silber | 28,24 $ | +0,57 % |
| Platin | 1.430,00 $ | +0,92 % |
| Palladium | 592,00 $ | +0,34 % |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14 % |
| Gas | 0,53 £ | −0,56 % |
| Kaffee | 1,68 $ | +1,27 % |
| Zucker | 0,20 $ | +0,36 % |
| Orangensaft | 1,09 $ | +0,32 % |
| AMEX GOLD BUGS | 601,37 | -- % |
| AMEX OIL | 1.151,96 | -- % |
| Rogers International | 24,14 | +0,50 % |